Wespen im Garten und am Haus

Zuerst einmal ist wichtig: Es besteht kein Grund zur Panik. Bleiben Sie ruhig wie im Umgang mit anderen Tieren und beachten Sie folgende Hinweise:

Was Sie nicht tun sollten:

  • Vermeiden Sie hektische, panische Bewegungen.
  • Stellen Sie sich nicht in die Flugbahn der Wespen zu ihrem
    Nesteingang, und halten Sie möglichst einen Abstand von
    mindestens 3 Metern vom Nest ein, wenn Sie es beobachten.
  • Pusten Sie nicht das Nest oder einzelne Wespen an.
    Das CO² in der Atemluft ist für Wespen ein Alarmsignal.
  • Rütteln Sie nicht am Nest oder bewegen Sie keinen
    Rollladen bei Verdacht auf Wespen.
  • Sprühen Sie kein Insektenspray oder Gift in oder auf das Nest. Für Laien ist die Gefahr der Selbstvergiftung sehr groß. Zudem geraten die Tiere in Panik und werden gegebenenfalls agressiv; die Stiche von Wespen, die mit solchen Mitteln in Berührung gekommen sind, sind deutlich gefährlicher als normale Stiche.
  • Verstopfen Sie die Nestzugänge nicht mit Lappen, Silikon, Bauschaum oder ähnlichen Materialien. Unter Umständen versuchen die Tiere, auf einem anderen Weg das Nest für ihre Nahrungsversorgung zu verlassen und richten gegebenenfalls Schäden an, die vermeidbar sind. Wenn im Herbst/Winter das Nest abgestorben ist, können Sie solche Zugänge gefahrlos beseitigen, um Neuansiedlungen im nächsten Jahr zu vermeiden.


Was Sie tun können:

  • Beobachten Sie die Tiere aus entsprechendem Abstand. Stören die Tiere wirklich oder haben Sie nur ein subjektives Unsicherheitsgefühl beim Anblick der Tiere?
  • Überlegen Sie, ob Sie die Tiere nicht für den Rest der Saison als Untermieter dulden können. Die Tiere werden im Gegenzug bei der Nahrungssuche andere Insekten wie Fliegen und Mücken berücksichtigen und auf der Nektarsuche die Pflanzen bestäuben.
  • In die Fensterrahmen gespannte Fliegengitter sind ein wirksames, gutes und günstiges Mittel, um den Flug der Insekten in beleuchtete Zimmer mit offenem Fenster zu vermeiden. Das Fliegengitter verhindert zudem das Eindringen von anderen stechenden Insekten wie Mücken.
  • Man kann zum Beispiel Wespen auch in einiger Entfernung eine Futterstelle anbieten und sie so vom Tisch fernhalten.
  • Erdnester kann man mit etwas Flatterband absperren und Flugbahnen zum Beispiel mit Stoffbahnen oder anderen Materialien ablenken.

Übrigens gewöhnen sich Wespen an Ihre Umgebung (Lärm, Hausbewohner, spielende Kinder) und können sogar Menschen an der Stimme und dem Geruch individuell unterscheiden.

Ausführliche Informationen » über das Leben der Wespen und den Umgang mit Ihnen finden Sie im Internet. Wenn Sie mehr wissen wollen oder weitere Beratung wünschen, sprechen Sie uns einfach an. Wir bieten neben weiteren Informationen im Bedarfsfall eine kostenlose Beratung vor Ort durch ehrenamtlich tätige Beraterinnen und Berater an.

Hier » erhalten Sie weitere Informationen.

Den Kontakt zum nächstgelegenen Berater stellen wir gern über das Umwelttelefon der Stadt Oldenburg 0441 235-2777 oder über die Mailadresse naturschutz(at)stadt-oldenburg.de her.