Gerdshorst/Tegelbusch

Der Gerdshorst ist ein noch sehr naturnaher Eichen-Buchenwald mit Traubenkirsche, Erle und Esche auf den feuchteren Standorten. Hier kommen zum Beispiel noch die Grünliche Waldhyazinthe als Orchideenart oder die seltene Einbeere vor. An den Gerdshorst schließt sich eine vielfältig gegliederte, durch ein Mosaik aus Wiesen, Weiden, Gehölzen, Wallhecken, und baumbestandenen Hoflagen gekennzeichnete Geestlandschaft an. In ehemaligen Tonabbaustellen haben sich Sumpfwälder (Tegelbusch) mit Schwertlinie und Sauergräsern in der üppigen Krautschicht entwickelt. Außerdem gibt es hier noch Standorte des Breitblättrigen Knabenkrautes und Bestände des Winterschachtelhalms. Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) gehört zu den bedeutendsten städtischen Amphibienlebensräumen. Gemeinsam mit der Haarenniederung ist dieses Landschaftsschutzgebiet von besonderer Bedeutung für die Naherholung der Bevölkerung.

Die Verordnung OL-S 13I zum LSG Gerdshorst ist hier » und die Karte hier » einsehbar. Die Verordnung OL-S 61 zum LSG Tegelbusch können Sie hier » und die Karte hier » herunterladen.

Oldenburg-Rasteder Geestrand

Dieses Landschaftsschutzgebiet ist mit seinen circa 1.600 Hektar das größte innerhalb der Stadt Oldenburg; auch angrenzende Gebiete im Landkreis Ammerland bis hin nach Rastede gehören zu diesen LSG. Es ist geprägt von naturräumlicher Umgebung der weiträumigen, flachen Huntemarsch zur Geest, die sich durch ein dichtes Wallheckennetz, Gehölzbestände, zahlreiche Ackerflächen und ein geesttypisches unregelmäßiges Bodenrelief mit nassen Mulden und Tümpeln deutlich von der Marsch abhebt. Das alte Siedlungsgebiet zeichnet sich durch schöne dörfliche Strukturen und baumbestandene Einzelhöfe aus. Der Landschaftsschutz trägt daher auch der großen kulturhistorischen Bedeutung des Gebietes Rechnung. Der Geestrand ist deutlich erkennbar. Während die Marsch etwa so hoch liegt wie der Meeresspiegel, erhebt sich die Geest in Etzhorn auf „beachtliche“ 20 Meter über NN. Der große und der Kleine Bornhorster See sind wichtige Naherholungsgebiete, aber auch Lebensräume seltener und gefährdeter Pflanzengesellschaften mit sehr hoher Wertigkeit als Vogelrastplatz und –brutgebiet. Das Ostufer des Großen Bornhorster Sees ist als Vogelschutzgebiet gesperrt. Das Betreten der Uferbereiche und das Befahren der durch Bojen gekennzeichneten Teile des Sees ist verboten. Die Nachtigall ist jedes Jahr in den Gebüschen des Kleinen Bornhorster Sees zu hören. Nordöstlich schließt sich das Hochmoorgrünland des Ipweger Moores an. Bereichsweise kommen noch kleine Moorbirkenwälder und alte Handtorfstiche vor, in denen Supfkalla und Gagelstrauch wachsen.

Die LSG-Verordnung OL-S 49 ist hier » und die Karte hier » einsehbar.

Everstenholz

Einst im Mittelalter ein Hudewald, in dem Schweine weideten, wurde das Eversten Holz ab 1832 als herrschaftlicher Landschaftspark mit sternenförmigem Wegenetz gestaltet. Heute ist das Eversten Holz ein viel besuchter Stadtwald. In dem naturnahen Eichen-Buchenbestand kommen noch zahlreiche 200- bis 300jährige mächtige alte Eichen vor. Seltene Vogelarten, wie Hohltaube und Waldkauz und die Bedeutung der den Wald durchziehenden Gräben als Laichgewässer für Wasser- und Grasfrosch unterstreichen auch die hohe ökologische Bedeutung dieses Gebietes.

Hier können Sie die Verordnung » OL-S 26I und die Karte » als PDF herunterladen.

Blankenburger Holz und Klostermark

Das Blankenburger Holz ist ein sehr altes Laubwaldgebiet in der unteren Hunteniederung. Es gehörte früher zum Kloster Blankenburg, von dem es heute durch die Autobahn A29 getrennt ist. Das Blankenburger Holz ist aus Eichen- und Buchenbeständen, Erlenbuchwald und Taubenkirschen-Erlenwald aufgebaut. Der hohe Alt- und Totholzanteil und die relative Ungestörtheit sind mitverantwortlich dafür, dass der Wald Lebensraum einer artenreichen Tierwelt und Brutbiotop für Mäusebussard, Sperber und Hohltaube sowie für viele Singvögel ist.

Südöstlich des Blankenburger Holzes wurde 1995 damit begonnen, den „Stadtwald“, eine 30 Hektar große Fläche mit Buchen, Eichen, Birken und Erlen neu aufzuforsten. Die auf dem Gelände vorhandenen Gräben wurden naturnah umgestaltet. Die Waldflächen werden durch artenreiche, bunte Waldränder begrenzt. Extensive Weiden und Wiesen lockern das Waldbild auf und tragen dazu bei, dass sich ein artenreicher Lebensraum hoher Wertigkeit entwickeln kann. Mit insgesamt 48 Hektar wird das Blankenburger Holz dann der größte zusammenhängende Waldbestand in Oldenburg sein. Im Süden der neu aufgeforsteten Fläche verläuft der Neue Weg mit einer alten Eichenallee, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Es handelt sich um eine mittelalterliche Post- und Verkehrsverbindung zuwischen Oldenburg und Bremen.

Die Blankenburger Klostermark ist ein großflächiges, fast baumloses und siedlungsfreies historisches Grünlandgebiet der Hunteniederung. Insbesondere entlang der zahlreichen Gräben und auf den tief gelegenen Marschböden kommen schutzbedürftige Sumpf- und Wasserpflanzengesellschaften mit gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierarten vor. Für Wiesenvögel wie Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine ist die Klostermark Brut-, Rast-, und Nahrungsbiotop mit hohem entwicklungspotenzial, insbesondere im ökologischen Verbund mit dem NSG Bornhorster Huntewiesen, nördlich der Hunte.

Hier können Sie die Verordnung » OL-S 53I und die Karte » einsehen.

Haarenniederung

Der Dögen-Hasen-Weg, der in seinem mittleren Abschnitt von einer wunderschönen, als Naturdenkmal ausgewiesenen Eichenallee gesäumt wird, verbindet den Gerdshorst und den Tegelbusch mit dem Landschaftsschutzgebiet Haarenniederung. Das von dem typischen, langsam fließenden Geestgewässer Haaren durchzogene Niederungsgebiet unterlag früher fast ausschließlich der Grünlandnutzung. Heute sind größere Teilbereiche brachgefallen und entwickeln sich über Röhrichte und Seggenrieder zu Weidengebüschen und Erlenbuchwald.

Um den ehemaligen Wiesencharakter zu erhalten, sind auf diesen Flächen regelmäßige Mäharbeiten im Spätsommer unerlässlich. Sie dienen auch dem Erhalt lichtbedürftiger, seltener Sumpf- und Wiesenpflanzen, wie Wassergreiskraut, Fieberklee oder Gelbe Wiesenraute. In den Schilfbeständen des ehemaligen Haarenverlaufs brüten Sumpf- und Teichrohrsänger, Rohrammer Feldschwirl und auch der vom Aussterben bedrohte Eisvogel ist in der Haarenniederung beobachtet worden. Der das Niederungsgebiet durchziehende Wanderweg bietet den Naturliebhabern zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten. Die LSG-Verordnung lässt keine landwirtschaftlichen Nutzungsintensivierungen zu.

Die dazugehörige Verordnung » OL-S 60 und die Karte » bieten wir hier zum Download an.

Hausbäkeniederung

Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Hausbäkeniederung schließt an das Naturschutzgebiet (NSG) Everstenmoor an und erstreckt sich von der Stadtgrenze im Westen bis an den Rand der Oldenburger Innenstadt. Die weiten Moor- und Niederungsgrünlandflächen werden durch dichte und breite wegebegleitende Gehölzreihen aus Birken, Eichen, Ebereschen, Zitterpappeln und Brombeeren in charakteristischer Weise und fast geometrisch wirkend gekammert. In Richtung Innenstadt verengt sich die Niederung durch die von Norden und Süden stellenweise bis an die Hausbäke heranreichende Bebauung stark. hier wurden aus Gründen der Regenrückhaltung mehrere Teiche angelegt (Schwanenteich, Niklasteich, Bodenburgteich).

Der Ursprung der Tonkuhle geht auf eine alte Ziegelei aus dem 18.Jahrhundert zurück. Die Hausbäkeniederung ist wichtig für die stille Erholung und als Pufferzone für das NSG Everstenmoor. Aufgrund der Lage in der Hauptwindrichtung trägt das LSG als Frischluftschneise zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Die Grünlandflächen, Gräben und Wasserzüge sind Lebensraum einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt, unter anderem für Wiesenvögel, Amphibien und Mollusken (Schnecken und Muscheln). Die LSG-Verordnung untersagt den Grünlandumbruch, zusätzliche Entwässerungsmaßnahmen und beinhaltet Regelungen zum Schutz der Gewässerränder vor Gülle- und Pestizidausbringung oder dem Abmähen während der Vogelbrutzeit.

Die genauen Regelungen der Verordnung OL-S 70I können Sie hier » und die Abgrenzung aus der Karte » entnehmen.

Buschhagenniederung / Mittlere Hunte / Dorf Bümmerstede

Die Buschhagenniederung ist der nördlichste Teil des 1976 ausgewiesenen Landschaftsschutzgebietes „Mittlere Hunte“, das sich bis weit in das Gebiet der umliegenden Landkreise hinein erstreckt. Jahrhunderte lang wurden diese Niederungsbereiche regelmäßig überschwemmt. Zwischen den Hochwasserdämmen des Osternburger Kanals und der neuen Hunte hat sich bis heute ein Rest dieser Landschaft von fast musealem Charakter mit typischen Pflanzengesellschaften wie Sumpfdotterblumenwiesen, Wasserkreuzkrautwiesen, Seggenriedern und Röhrichten erhalten. Bekassine und Kiebitz finden hier noch einen Lebensraum. Im Mittelalter war die Buschhagenniederung ein von den Stadtbewohnern zur Holzgewinnung genutzter Bruchwald, daher der Name Buschhagen. Rund zwei Drittel aller Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt Oldenburg und werden nach rein naturschutzfachlichen Gesichtspunkten gepflegt und entwickelt. In wenigen Jahren konnte so die Biotop- und Strukturvielfalt deutlich erhöht werden. An schönen Tagen „bevölkern“ Hunderte von Radfahrern und Spaziergängern die vorhandenen Rundwege.

Besondere Anziehungspunkte bilden das alte Wasserkraftwerk an der Hunte, die direkt daneben liegende Schleusenanlage des Küstenkanals und das über einen abwechslungsreichen und schönen Wanderweg erreichbare alte Dorf Bümmerstede. Hier gibt es auch noch interessante Reste kleinerer, kiefernbestandener Binnendünen zu sehen, die das Huntetal abrupt begrenzen. Dabei handelt es sich um durch Wind umgelagerte Flusssande aus dem früher unbefestigten Bett der Hunte.

Die Verordnung OL-S 141 können Sie hier » und die Karte dazu hier » einsehen.