BNE als Auftrag der niedersächsischen Umweltbildungszentren

Im Rahmen des Konzeptes „Öffnung von Schule“ ist das RUZ Teil eines Netzes von zurzeit 30 regionalen Umweltbildungszentren in Niedersachsen, die im Auftrag des Kultusministeriums ein vielfältiges Programm außerschulischer Umweltbildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote durchführen. Die Kursangebote haben immer Anknüpfungspunkte an Fragestellungen des Fachunterrichts.
Die RUZ unterstützen die Schulen nicht nur bei der Intensivierung einer Erlebnis - und handlungsorientierten Umwelt- und Gesundheitsbildung, sondern auch bei der Implementierung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hierbei geht es nicht nur um die Vermittlung von Umweltwissen, sondern – ganz im Sinne von sustainability/Zukunftsfähigkeit – um die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen, die unter dem Begriff der „Gestaltungskompetenz“ zusammengefasst werden. Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen zur Umweltbildung in allgemeinbildenden Schulen „Global denken – Lokal handeln – Die Zukunft gestalten lernen“, herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2001).

Das pädagogische „Rückgrat“ aller niedersächsischen Umweltbildungszentren sind die vom Kultusministerium abgeordneten Lehrerinnen und Lehrer, die mit einem gewissen Stundenumfang, in der Regel ein Tag pro Woche, in den Umweltbildungszentren tätig sind.

Eine Übersicht über die Umweltbildungszentren in Weser-Ems finden Sie hier »

Aufgaben und Ziele

Die Veranstaltungen unseres Umweltbildungszentrums konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche:

  • Energie (Energiesparen, Nutzung erneuerbarer Energien und zukunftsfähige Energieszenarien)
  • Gesunde Nahrung aus umweltschonender Landwirtschaft (in Zusammenarbeit mit ausgewählten Biohöfen)
  • Naturerfahrung (Wald mit allen Sinnen erleben, Gewässererkundungen, Beobachtung von Zugvögeln, Moorexkursionen etc.)
  • Gesundheitserziehung (Kultur des Hörens, Ernährung)
  • Entwicklung („Nachhaltige Schülerfirmen“, Zukunftswerkstätten zu Nachhaltigkeitsthemen)

Darüber hinaus bestehen noch weitere Angebote und Serviceleistungen wie:

  • Beratung von Lehrkräften zu Umwelt-, Energie und Entwicklungsthemen
  • Betreuung von Facharbeiten der Sekundarstufe II
  • Fortbildungen für Lehrkräfte
  • Ausleihe von Unterrichtsmaterialien
  • umweltpädagogische Bibliothek.

Da wir das Umweltproblem als ein kulturelles Problem verstehen, zielen unsere Veranstaltungen darauf ab, Verhaltensveränderungen zu bewirken und Möglichkeiten eines zukunftsfähigen Lebensstils aufzuzeigen. Somit tragen wir zur Umweltvorsorge bei und bilden zudem eine Keimzelle bei der Initiierung von Lern- und Kommunikationsprozessen zugunsten einer zukunftsfähigen Entwicklung. Gleichzeitig sehen wir die TeilnehmerInnen als Multiplikatoren, die mit dem erworbenen Wissen auch in ihrem Lebensumfeld wirksam werden.