Kampfmittel

Auch über 60 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges sind immer noch Kampfmittel der Kriegsbeteiligten im Erdreich zu finden. Landkampfmittel, wie Granaten, Panzerfäuste und Minen sowie alte Munition, Munitionsreste und insbesondere Bombenblindgänger haben nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt und können beim unsachgemäßen Hantieren lebensgefährliche Folgen haben. Dies gilt insbesondere für Bombenblindgänger, denn deren Mechanismus kann schon durch kleine Bewegungen in Gang gesetzt werden.

Deshalb: Kampfmittelfunde unbedingt liegen lassen und sofort die Polizei oder den Kampfmittelbeseitigungsdienst verständigen!

Auch munitionsähnlichen Fundgegenständen ist mit besonderer Vorsicht zu begegnen. Alle diese nicht zweifelsfrei zu identifizierenden Objekte sollten den zuständigen Behörden ebenfalls sofort gemeldet werden. Keinesfalls sollten auffällige Gegenstände angefasst oder transportiert werden.

Zuständige Behörden bei Kampfmittelfunden:

  • Landesamt für Geobasis und Landentwicklung Niedersachsen (GLN)
    Regionaldirektion Hannover
    Dezernat 6 – Kampfmittelbeseitigungsdienst
    Marienstraße 34
    30171 Hannover
    Telefon: 0511 106-3000
    Fax: 0511 106-3095
    E-Mail: kbd-einsatz(at)zpd.polizei.niedersachsen.de
  • örtliche Polizeidienststelle
    Telefon: 110

Der Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen, ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG), die den Kommunen obliegt. Das Land Niedersachsen unterstützt die Kommunen bei dieser Aufgabe, indem es bei der Zentralen Polizeidirektion Hannover zu diesem Zweck das Dezernat 23 – Kampfmittelbeseitigungsdienst – eingerichtet hat. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird für die Städte, Landkreise und Gemeinden im Rahmen der Amtshilfe bei der Gefahrenerforschung, Bergung und Beseitigung von Kampfmitteln tätig.

Wer als Bauherr ein Grundstück bebauen oder anderweitig nutzen möchte, ist im Hinblick auf Kampfmittel für die Sicherheit auf dem Grundstück verantwortlich.

Die Stadt Oldenburg verfügt über Unterlagen, aus denen abgeleitet werden kann, ob Grundstücksbereiche als potentiell kampfmittelverdächtig gelten. Auf der Grundlage von Auswertungen alliierter Luftbilder wurden Bereiche identifiziert, von denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich evtl. Kampfmittel im Boden befinden. Sollte ein Bauvorhaben in einem solchen Bereich liegen und ist für das Vorhaben eine Baugenehmigung beantragt worden, ergeht in aller Regel eine Aufforderung an den Bauherrn, das Grundstück näher untersuchen zu lassen. Im Rahmen der Bauleitplanung wird die Untersuchung im Auftrag der Stadt vorgenommen.

Allgemeine Auskünfte zum Thema Kampfmittel sowie Kampfmittelbeseitigung im Zusammenhang mit Bauvorhaben innerhalb des Stadtgebiets erteilt das

Amt für Umweltschutz und Bauordnung
Industriestraße 1
Herr Ruhe
Telefon: 0441 235-2668
26121 Oldenburg