Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in Oldenburg

Mehr als 50 Prozent der Oldenburger nutzen für einen Besuch der Innenstadt das Fahrrad. Für ein abgestelltes Fahrrad wird nur etwa ein Achtel der Fläche im Vergleich zu einem geparkten PKW benötigt. Abstellanlagen in Zielnähe, die funktional optimal ausgestattet sind, sorgen für eine hohe Akzeptanz. Die Bereitstellung von Abstellanlagen an den Hauptzugangsmöglichkeiten in die Oldenburger Innenstadt ist daher ein wesentliches Element der Radverkehrsförderung.

Eine geeignete Anlage muss für ein bequemes Abschließen der Fahrräder folgenden Anforderungen genügen:

  • Standortwahl entsprechend der Nachfrage
  • Funktionalität hinsichtlich des Bedienungskomforts und der Standsicherheit
  • ausreichende Dimensionierung
  • Schutz vor Diebstahl und Vandalismus

Drei Arten von Fahrradständern

Bei der Modernisierung werden drei Arten von Fahrradständern verwendet, um den funktionalen Ansprüchen gerecht zu werden und darüber hinaus gestalterische Belange im Innenstadtbereich zu berücksichtigen:

Anlehnbügel „Kappa“

Anlehnbügel Eigenkonstruktion

Anlehnbügel „Bogenparker“

Die Übersichtskarte » (PDF) zeigt die Standorte der Abstellanlagen.

Bike + Ride

Abstellanlagen sind außerdem Verknüpfungspunkte des Radverkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Fahrrad dient dabei als schnelles Verkehrsmittel von und zur Haltestelle.

Ideale Schnittstelle für eine umweltfreundliche Mobilitätskette sind die Fahrradstationen am Hauptbahnhof. Dort stehen die Fahrräder unter Bewachung und sind vor Witterungseinflüssen und Vandalismus geschützt. Darüber hinaus wird ein Service rund um das Rad angeboten.

Über Preise und Öffnungszeiten informieren die Fahrradstationen » selbst.

Fahrraddiebstahl

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es leider nicht. Doch es gibt präventive Maßnahmen, mit denen sich das Risiko deutlich reduzieren lässt.

Abschließen
Um wirksam vor Diebstahl zu schützen, sollte das Fahrrad mit einem Bügelschloss an einen Fahrradständer angeschlossen werden. Denn richtig sichern bedeutet vor allem, das Fahrrad nicht nur abzuschließen, sondern am besten mit dem Rahmen anzuschließen. Dadurch kann es nicht einfach weggetragen werden.

Einige Schlösser hat die Stiftung Warentest untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Bügelschlösser den besten Schutz bieten.

Grundsätzlich bietet das Abstellen im Blickfeld von Fußgängern den Schutz durch soziale Kontrolle.

Kennzeichnen
Bei der Kodierung erhält das Fahrrad eine individuelle Codenummer. Sie besteht aus Ortskennzeichen, Straßenkennzahl, Hausnummer und Initialen des Eigentümers. Anhand dieser Nummer kann der Eigentümer eindeutig identifiziert werden. Dadurch werden die Aufklärungsquoten erhöht und gefundene Räder können schnell dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Fahrradhändler und auch der ADFC bieten diese Möglichkeit nach Absprache oder zu festen Terminen an.

Die einfache Variante der Kennzeichnung ist eine Registrierung. Dabei werden Rahmen-Nummer und besondere Kennzeichen des Rades von der Polizei aufgenommen und dort gespeichert.

Versichern
Mit einem Zuschlag lässt sich eine Hausratversicherung in der Regel auf Fahrräder erweitern. Dabei sind aber die jeweiligen Bedingungen zu beachten. Hausratversicherungen schützen zum Beispiel grundsätzlich nicht, wenn das Fahrrad nachts entwendet wird.

Eine zusätzliche Fahrradversicherung lohnt sich nur, wenn das Fahrrad relativ teuer ist. Dabei sollte das Preis-Leistungs-Verhältnis der unterschiedlichen Versicherungen verglichen werden.

Die folgende Checkliste hilft weiter, wenn das Fahrrad geklaut wurde:

  • Unterlagen heraussuchen: Kodierung/Registrierung, Kaufnachweis, Rechnung
  • Anzeige des Diebstahls bei der Polizei
  • Fundbüro aufsuchen; vielleicht ist das Fahrrad dort abgegeben worden
    Fundbüro
    Pferdemarkt 14
    26122 Oldenburg
    Telefon: 0441 235-4444
    E-Mail: fundbuero(at)stadt-oldenburg.de
  • Versicherung (falls vorhanden) benachrichtigen