Verkehrspolitische Radtour mit dem ADFC

Eine verkehrspolitische Radtour haben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Baudezernentin Gabriele Nießen und Dr. Norbert Korallus, Fachdienstleitung Verkehrslenkung, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) am Freitag, 10. Juli 2015, unternommen. Bei der durch den ADFC geplanten, etwa acht Kilometer langen Tour ging es darum, den Zustand des Radwegenetzes hautnah zu erleben, zu verstehen und vor Ort in den Dialog zu treten.

Behandelt wurden dabei sowohl die Herausforderungen, denen sich die Radverkehrsförderung in Oldenburg stellen muss, als auch die Vorteile einer systematischen Radverkehrsförderung sowie die guten Ansätze, die es jetzt schon gibt. Die Tour führte unter anderem um die Innenstadt herum über Stau und Damm, entlang der Haareneschstraße, kreuzte die Autobahn A 28 und kehrte zurück Richtung Innenstadt über die Ofener Straße. Auch durch das Gerichtsviertel, über die Amalienbrücke und in den Stadthafen fuhren die Teilnehmenden.

Stadt prüft Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
Um den Radverkehr in Oldenburg weiter zu fördern, so das Anliegen des ADFC, müsse die Verkehrspolitik die Belange der Radfahrenden stärker berücksichtigen. Maßnahmen könnten beispielsweise der Ausbau von Fahrradstraßen und -wegen oder die Einrichtung von Haltezonen vor Ampeln sein, an denen sich die Radfahrenden vor den Autos sammeln können. Zudem herrsche oft Unklarheit darüber, ob bestimmte Radwege verpflichtend genutzt werden müssen oder ob alternativ die Straße genutzt werden dürfte. Während zum Teil also vor allem Aufklärung oder eine bessere Kennzeichnung von Radwegen gefragt sind, werden einige Maßnahmen voraussichtlich nur schwer umzusetzen sein, wenn beispielsweise kein planerischer Spielraum gegeben ist, um Straßen für Radwege verbreitern zu können. In vielen Bereichen aber wird die Stadtverwaltung nun prüfen, inwiefern die Verkehrssituation für Radfahrerinnen und Radfahrer verbessert werden kann.