OB Krogmann: Stickstoffemissionen im Stadtgebiet können auch anders reduziert werden

Grüne Umweltzone kommt nicht

Eine Reduzierung der verkehrsbedingten Stickoxidemissionen in Oldenburg ist ohne die Einrichtung einer Umweltzone für Fahrzeuge mit grüner Plakette möglich. Das sehen die Maßnahmen des „Green City Plans“ vor, den die Stadt vorgestellt hat.

„Zonenbezogene Fahrverbote, die vor allem ältere Dieselfahrzeuge betroffen hätten, sind damit vom Tisch“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Die Erreichbarkeit der Innenstadt sei damit für den motorisierten Verkehr weiter sichergestellt, so Krogmann weiter.

Grenzwerte unterschreiten
Die von der Stadt jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen zielen auf eine unmittelbare und sichere Verringerung der Stickoxide ab. Konkrete Modellberechnungen haben gezeigt, dass der Beitrag einer Umweltzone – in der Diskussion war eine sogenannte Grüne Zone – zur Senkung der Stickstoffemissionen sehr gering wäre. Letztlich kommt es darauf an, die Grenzwerte im Innenstadtbereich vor allem im Bereich der Messstation zu unterschreiten, dazu wäre es nicht verhältnismäßig, mehreren tausend Autofahrern die Einfahrt in einen flächenmäßig großen Bereich der Innenstadt zu verbieten.

Umfangreiches Maßnahmenpaket
Stattdessen finden sich im „Green City Plan“ zahlreiche andere geeignete Maßnahmen. Der wichtigste Schritt ist die beschleunigte Modernisierung der ÖPNV-Flotte, die bereits aktuell durch Fahrzeuganschaffungen eingeleitet ist. Vorgesehen ist auch die Verlagerung von Pkw Fahrten zwischen Stadt und Region auf einen verbesserten ÖPNV sowie die Umstellung des kommunalen Fuhrparks.

Möglich sind auch punktuelle verkehrslenkende Maßnahmen, die vor allem den Heiligengeistwall mit der Messstation entlasten würden.

Mit diesem Maßnahmenpaket sollten die vorgeschriebenen Grenzwerte möglichst in den kommenden zwei bis drei Jahren unterschritten werden.

Bau- und Umweltdezernentin Gabriele Nießen: „Ein wichtiger Aspekt ist darüber hinaus, dass sich durch den Green City Plan die Möglichkeit eröffnet, von den Förderungen des Bundesprogrammes „Saubere Luft“ zu profitieren.“