Oldenburger treten gerne in die Pedale

Das Fahrrad ist das mit Abstand beliebteste Verkehrsmittel in Oldenburg. Das geht aus einer Befragung zum Thema Mobilität hervor, die das SINUS-Institut Heidelberg/Berlin im Auftrag der Stadt Oldenburg vorgenommen hat. Befragt wurde eine repräsentative Auswahl an Oldenburgerinnen und Oldenburgern im Alter zwischen 14 und 69 Jahren.

Fahrrad vor dem Auto
81 Prozent der Befragten gaben an, das Fahrrad sehr gerne oder gerne als Verkehrsmittel zu nutzen. Damit rangiert das Rad auf Rang eins der Beliebtheitsskala. Bewertet werden konnten unterschiedliche Verkehrsmittel auf einer Skala von „sehr gerne“ bis „überhaupt nicht gerne“. In Oldenburg fahren 63 Prozent der Interviewten sehr gerne oder gerne mit dem Auto. In anderen Städten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern, mit denen das Institut die Oldenburger Ergebnisse verglichen hat, nannten durchschnittlich 75 Prozent der Befragten das Auto als liebstes Fortbewegungsmittel, 64 Prozent nutzten gerne oder sehr gerne das Rad.
 
Vertiefende Studie zum „Fahrrad-Monitor 2017“
Die Stadt Oldenburg hatte das SINUS-Institut mit einer vertiefenden Studie zum bundesweiten „Fahrrad-Monitor 2017“ beauftragt, um weitere Erkenntnisse rund um das Thema Fahrradnutzung zu gewinnen. Der „Fahrrad-Monitor“ erhebt alle zwei Jahre das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. Dafür wurden Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 69 Jahren im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums online befragt. In Oldenburg wurden 164 Menschen zusätzlich telefonisch interviewt.

Deutlich über dem Städtedurchschnitt
In Oldenburg erklärten 96 Prozent der Befragten, in einem Haushalt mit Fahrrad zu leben. Damit liegt Oldenburg deutlich über dem Städtedurchschnitt (78 Prozent). 78 Prozent der Interviewten gaben an, das Fahrrad regelmäßig (das heißt, täglich bis mehrmals die Woche) zu nutzen. Hier liegt der Städtedurchschnitt nur bei 37 Prozent. In Oldenburg wird das Fahrrad primär für Einkäufe, kurze Erledigungen (90 Prozent) und Fahrten zu Freizeitaktivitäten (77 Prozent) verwendet. 53 Prozent der Radfahrenden in Oldenburg fahren der Studie zufolge mit dem Fahrrad zur Arbeit beziehungsweise Fortbildungsstätte. In anderen Städten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern sind dies mit 34 Prozent deutlich weniger. 89 Prozent der Befragten in Oldenburg gaben zu Protokoll, dass ihnen Radfahren in ihrer Stadt Spaß macht. Auch damit liegt Oldenburg klar über dem Städtedurchschnitt (52 Prozent).

Handlungsbedarf bei Abstellplätzen und Sicherheitsgefühl
Die Ergebnisse der Studie bestärken die Stadtverwaltung in ihrer bisherigen Arbeit für den Radverkehr, zeigen aber auch Handlungsbedarf auf: Die mangelhafte Abstellsituation, unter anderem am Bahnhof und in den Stadtteilzentren, sowie die Statements zum subjektiven Sicherheitsgefühl sollen zukünftig stärker in den Fokus der Radverkehrsförderung genommen werden.

Studie online abrufbar
Hier gibt es weitere Informationen zur Studie sowie die Oldenburger Ergebnisse zum Download »