Grünes Licht für Rotlicht-Blitzer

In Oldenburg gibt es keine Zweifel am ordnungsgemäßen Betrieb der stationären Ampel-Blitzeranlagen. Während andere Kommunen deutschlandweit Anlagen des Herstellers Jenoptik zum Teil aus dem Betrieb nehmen mussten, nachdem Probleme mit der Zulassung bekannt geworden waren, besteht in Oldenburg in Bezug auf die technische Anordnung der Anlagen zur Überwachung von Rotlicht-Verstößen Rechtssicherheit. Das ist das Ergebnis einer Überprüfung aller vier Standorte, an denen im Stadtgebiet so genannte „Starenkästen“ aufgebaut sind. „Wir halten die seitlichen Mindestabstände bei Induktionsschleifen, die die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig in ihrer Aufbauanleitung vorgegeben hat, überall ein“, betont Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes.

Abstand zwischen den Induktionsschleifen entscheidend
In Oldenburg wird, wie in vielen anderen Städten auch, das Modell Traffipax TraffiPhot III von Jenoptik verwendet. Nach Angaben des Herstellers hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, die für die Zulassung solcher Messanlagen in Deutschland zuständig ist, 2017 die Aufbauanleitung dahingehend geändert, dass der seitliche Abstand zwischen den Induktionsschleifen 1,20 Meter betragen „muss“. Vorher galt „sollte“. Das heißt: Wenn die Induktionsschleifen nicht mit einem entsprechenden Abstand eingebaut wurden, sollen nach Angaben des Herstellers Jenoptik die entsprechenden Messergebnisse  nicht mehr verwendet und die Induktionsschleifen neu verlegt werden.

Oldenburger „Starenkästen erfüllen Anforderungen
Diese Situation stellt sich in Oldenburg jedoch nicht. „Wir erfüllen die Anforderungen an die Aufbauanordnung. Alle Rotlichtkameras sind zudem aktuell im November vorigen Jahres geeicht worden. Rotlicht-Verstöße an den Ampelanlagen werden also nach wie vor rechtskonform geahndet“, erklärt Ralph Wilken. Stationäre Ampel-Blitzer befinden sich an den Kreuzungen Huntestraße/Amalienstraße, Stedinger Straße/Bremer Straße, Cloppenburger Straße/A 28 und Ofener Straße/Prinzessinweg.

Rotlichtverstöße: Bußgelder, Punkte und Fahrverbote
Alle Autofahrerinnen und Autofahrer sollten nicht nur an diesen Standorten die Rotlichtzeichen der Ampelanlagen ordnungsgemäß beachten, um teure Folgen zu vermeiden. Rotlichtverstöße werden mit Bußgeldern zwischen 90 und 360 Euro, bis zu zwei Punkten im Fahreignungsregister und Fahrverboten bis zu einem Monat geahndet.