Tempo-30-Zonen: Mehr als 200 Verstöße innerhalb von zwei Stunden

Ein gutes halbes Jahr lang hatten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Zeit, sich an die neuen Geschwindigkeitsbeschränkungen vor schutzbedürftigen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten zu gewöhnen. Jetzt haben Polizei und Stadtverwaltung Geschwindigkeitsüberwachungen in Tempo-30-Zonen an Hauptverkehrsstraßen vorgenommen – mit bedenklichen Ergebnissen. „Jeder Vierte hat zum Beispiel an der Klingenbergstraße die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h in dem gesondert gekennzeichneten Bereich vor der Grundschule missachtet. Auch an der Alexanderstraße haben sich binnen zwei Stunden mehr als 200 Verkehrsteilnehmer im Bereich des Neuen Gymnasiums verkehrswidrig verhalten“, berichtet Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes.

Verkehrsdisplays sollen sensibilisieren
Die Stadt appelliert an alle Fahrerinnen und Fahrer, die Geschwindigkeitsreduzierung gerade in den Bereichen vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen zu beachten – und dies auch auf Hauptverkehrsstraßen. Stadt und Polizei werden in den kommenden Wochen weiter ein besonderes Augenmerk auf den Verkehr vor schutzbedürftigen Einrichtungen richten. Neben der Geschwindigkeitsmessung kommen dabei auch sogenannte Verkehrsdisplays zum Einsatz, die für die Einhaltung einer angemessenen Geschwindigkeit sensibilisieren sollen.

Überwachung auf Hauptverkehrsstraßen und in Nebenstraßen
In dieser und in der nächsten Woche sind die Verkehrsdisplays vor den Kindertagesstätten im Bereich Großer Kuhlenweg und Dedestraße aufgestellt. Die städtische Geschwindigkeitsüberwachung und auch die Polizeiüberwachung wird an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet eingesetzt werden. Die Geschwindigkeitsüberwachung erfolgt dabei sowohl auf den Hauptverkehrsstraßen als auch in Nebenstraßen.