Oldenburger Straßennamen in der Diskussion

Im Zeitraum vom 3. bis 24. März 2015 haben insgesamt drei Veranstaltungen zu den in Oldenburg in der Diskussion befindlichen Straßennamen stattgefunden. Unter Beteiligung der Oldenburger Bürger wurde dort diskutiert, ob zehn umstrittene Paten die Ehrung durch einen Straßennamen nach heutigen Maßstäben noch verdienen.

Die Protokolle zu den Diskussionsveranstaltungen können Sie hier einsehen:

Hier finden Sie den Veranstaltungsflyer » (PDF, 1 MB)

Hintergrund

Eine vom Rat der Stadt Oldenburg 2012 in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie hat 74 Personen benannt, nach denen Oldenburger Straßen benannt wurden und bei denen geprüft werden sollte, ob und inwieweit sie mit dem nationalsozialistischen Regime verstrickt waren. Diese Studie war Grundlage für die Entscheidung einer Kommission des Rates, zehn dieser Personen und damit zehn Straßennamen zur öffentlichen Diskussion zu stellen.

Rat entscheidet über mögliche Umbenennung
In vielen anderen Städten hat es eine solche Debatte um Straßennamen ebenfalls schon gegeben. Bürger fragen also immer häufiger nach der Bedeutung von Straßennamen und diskutieren darüber, ob sie lediglich Orientierungshilfen im Verkehr sind oder sich mit ihnen eventuell Geschichtsbilder manifestieren, die hinterfragt werden sollten. Die Entscheidung für oder gegen die Umbenennung von Straßen trifft letztendlich der Rat der Stadt Oldenburg.

Weitere Informationen

Ausstellung
Im Sommer 2014 und März 2015 wurde eine Ausstellung mit Informationen zu den zehn „Umstrittenen Paten“ gezeigt.

Studie
Hier finden Sie Informationen über die wissenschaftliche Studie zum Thema Straßennamen »

Vortragsreihe
In einer gemeinsamen Vortragsreihe beschäftigten sich das Amt für Kultur und Sport der Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität im Frühjahr 2014 mit dem Umgang mit Straßennamen.