Krogmann neuer Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages

Krogmann: „Zentrale Aufgaben gemeinsam lösen“

Oldenburgs Oberbürgermeister ist neuer Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages

Das Präsidium des Niedersächsischen Städtetages (NST) hat am Mittwoch, 9. März 2022, in Hannover Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) zum neuen Vizepräsidenten bestimmt. „Ich fühle mich geehrt, dass mir der kommunale Spitzenverband sein Vertrauen ausgesprochen hat“, sagte der frisch gewählte Vizepräsident. Die konstituierende Sitzung fand anlässlich der Städteversammlung statt.

Jürgen Krogmann (58) folgt in diesem Ehrenamt auf Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (57, CDU), der an die Spitze des Städtetages rückt. Klingebiel übernimmt das Amt des Präsidenten vom früheren Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der bei den zurückliegenden Kommunalwahlen nach 30 Jahren als Oberbürgermeister nicht mehr angetreten war. Mädge wurde im Vorfeld der Städteversammlung verabschiedet und zum Ehrenmitglied des Präsidiums ernannt. Jürgen Krogmann überreichte Ulrich Mädge während der Sitzung am 9. März die Berufungsurkunde und hob die Verdienste hervor, die sich der ausgeschiedene Präsident in seiner mehr als 20-jährigen Arbeit für den Kommunalverband erworben hat.

Das Präsidium nimmt mit der Wahl von Klingebiel und Krogmann eine Tradition wieder auf, nach der der Präsident zu Beginn einer kommunalen Wahlperiode neu bestimmt und abwechselnd von einem Vertreter von SPD und CDU gestellt wird. Der Vorstand des Präsidiums wird auf fünf Jahre gewählt, nach zweieinhalb Jahren gibt es turnusmäßig einen Wechsel an der Spitze: Präsident und Vizepräsident tauschen dann die Ehrenämter.

Städteversammlung unter Eindruck des Krieges

Die virtuelle Städteversammlung, an der nur das 20-köpfige Präsidium und ein Teil der Rednerinnen und Redner in Präsenz teilnahmen, stand ganz unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und der Herausforderungen, vor die die Kommunen durch die Aufnahme von geflüchteten Menschen gestellt werden. „Kurzfristig“, so betonte Krogmann, „geht es um die sofortige Hilfe für Menschen, die vor Krieg und Gewalt zu uns fliehen. Die Bereitstellung von Unterkünften läuft bereits auf Hochtouren. Mittelfristig und auf längere Sicht ist es aber notwendig, eine gerechte Verteilung der Kriegsflüchtlinge über das ganze Land zu organisieren. Es bedarf einer engen Abstimmung zwischen Kommunen, Land und Bund.“

Über den Niedersächsischen Städtetag

Der Niedersächsische Städtetag ist ein kommunaler Spitzenverband, dem 122 Städte, Gemeinden und Samtgemeinden mit rund 4,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie die Region Hannover, die Seestadt Bremerhaven und der Regionalverband Braunschweig (als außerordentliche Mitglieder) angehören. „Der Verband ist ein sehr wirksames Instrument, die Anliegen der niedersächsischen Kommunen gegenüber dem Land nachhaltig zu vertreten. Und ich werde mein Amt gewissenhaft im Interesse der Mitgliedskommunen ausüben“, verspricht Jürgen Krogmann. „Die Städte gehen bei der Beantwortung von Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Energieversorgung, Transformation der Innenstädte und jetzt bei der Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen voran“, betont Oldenburgs Oberbürgermeister. Er ist überzeugt: „Die zentralen Aufgaben unserer Zeit können wir Städte nur gemeinsam lösen.“

Zuletzt geändert am 9. März 2022