Der Bundespräsident als Patenonkel

Steinmeier übernimmt Patenschaft für kleine Ella – Bürgermeisterin übergibt Urkunde

Ella heißt das siebte Kind von Sanaa Khalaf und Hajem Khalil. Dem jüngsten Mitglied der aus Syrien stammenden und seit 2016 in Deutschland lebenden Familie wurde am Freitag, 22. Oktober 2021, eine besondere Ehre zuteil: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Patenschaft für das am 20. Juli 2021 im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg zur Welt gekommene Mädchen übernommen. Stellvertretend für das Staatsoberhaupt überreichte Oldenburgs Bürgermeisterin Petra Averbeck in einer Feierstunde im Alten Rathaus den stolzen Eltern die Patenurkunde und 500 Euro als Patengeschenk.

Auch Ellas Geschwister – vier Schwestern und zwei Brüder – waren bei der Feierstunde dabei. Die Kinder fühlen sich wohl in Oldenburg: Osman (14) geht auf die Oberschule Osternburg, Helz (12) und Belnd (11) besuchen das Herbartgymnasium, Layan (8) und Alen (6) die Grundschule Wallschule, Emma (3) hat einen Platz im Kindergarten an der Blumenstraße. „So eine große Familie zu haben, bedeutet eine große Verantwortung“, weiß Mutter Sanaa Khalaf.

Bereits zweite symbolische Patenschaft

Dass Frank-Walter Steinmeier als Ehrenpate fungiert, hat in erster Linie symbolischen Charakter und ist mit einer Taufpatenschaft nicht zu vergleichen. Der Bundespräsident bringt mit der Ehrenpatenschaft für das siebente Kind einer Familie die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Sie stellt die Bedeutung heraus, die Familien und Kinder für das Gemeinwesen haben. Die Ehrenpatenschaft soll mit dazu beitragen, das Sozialprestige kinderreicher Familien zu stärken.

Seit 1949 wurden insgesamt 81.699 Ehrenpatenschaften durch den jeweiligen Bundespräsidenten übernommen (Stand: 31. Dezember 2020). Für Frank-Walter Steinmeier ist es in seiner bisherigen Amtszeit bereits die zweite Patenschaft für ein Kind aus Oldenburg.