Stadt veröffentlicht Internetseite für mobile Endgeräte

Wer sich ad hoc über Oldenburg informieren will, muss künftig nur sein Smartphone oder iPhone in die Hand nehmen: Ab sofort ist der komplette Internetauftritt der Übermorgenstadt für internetfähige Handys und Tablet-Computer optimiert. „Wir haben uns bewusst für die große Lösung entschieden: eine mobile Vollversion von oldenburg.de, statt für jeden Online-Bürgerdienst eine extra App programmieren zu lassen, die der Nutzer in seinem Handy alle mühsam verwalten müsste“, sagt Oberbürgermeister Gerd Schwandner.

Keine Extra-Software nötig
Die mobile Vollversion von oldenburg.de folgt dabei einem einfachen wie effektiven Prinzip: Es muss keine Software aus dem Internet geladen werden. Auch muss der Webserver das Endgerät nicht als ein mobiles erkennen. Vielmehr aktivieren sich beim Aufruf von oldenburg.de – abhängig von der Bildschirmauflösung des Endgerätes – verschiedene Stylesheets. Diese Anleitungen sagen dem Browser, wie er die Internetseite optisch darstellen soll. Bei Bildschirmbreiten von 600 Pixeln abwärts – in Webbooks, Tablet-Computern, iPhones oder Smartphones – aktiviert sich künftig das Stylesheet für mobile Endgeräte. Ist der Bildschirm weiter als 600 Pixel, führt der Browser die herkömmliche Seitenbeschreibung aus.

Mobile Version am Heim-PC testen
Wer sich den direkten Unterschied zwischen den Stylesheets veranschaulichen möchte, kann das mit einem Firefox-Browser zum Beispiel am Heimcomputer testen: Wird das Browserfenster auf weniger als 600 Pixel Breite zusammengeschoben, springt die Darstellung automatisch auf die mobile Version um. Das mobile Stylesheet ist für iPhones (iOS) und Handys mit Android Betriebssystem optimiert. Windows Mobile Endgeräte benötigen den Internet Explorer ab der neuesten Version 9.

Künftig Bürgerportal geplant
„Wir gestalten unsere Online-Dienste für die Bürgerinnen und Bürger völlig neu. Die mobile Version ist ein grundlegender Baustein. Im nächsten Schritt werden wir oldenburg.de zum Bürgerportal erweitern, in dem die Bürgerinnen und Bürger Anträge und Dienstleistungen der Stadt von zu Hause oder unterwegs abrufen können. Mitte 2012 werden erste dieser Online-Dienste starten“, so Schwandner weiter. So könnten Anträge vollständig bis auf die Unterschrift und die Identifizierung online an die Stadt geschickt werden. Der persönliche Gang zum Amt verkürzt sich auf wenige Minuten: Im Bürgerbüro muss der Antrag unter Vorlage des Personalausweises lediglich unterschrieben werden, wodurch den Bürgerinnen und Bürgern mehr Zeit zum Beispiel für den Bummel durch die Fußgängerzone bleibt.