Auszeichnungsfeier im Herbst

Oldenburg darf sich „Fairtrade Town“ nennen

Oldenburg zählt zu den Städten, die sich in besonderem Maße dem Gedanken des fairen Handels verpflichtet fühlen. Das lokale Engagement wird nun belohnt: Die Stadt darf sich bald offiziell „Fairtrade Town“ nennen. Die Bewerbung um diesen Titel ist beim Verein TransFair, der über die Vergabe anhand bestimmter Kriterien entscheidet, auf positive Resonanz gestoßen. Die Auszeichnungsfeier soll für Herbst 2019 anberaumt werden.

Verantwortung und Chance zugleich
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über die erfolgreiche Bewerbung: „Die Auszeichnung als Fairtrade Town ist ein wichtiges Zeichen und eine Bestätigung des lokalen Engagements. Konsumentscheidungen, die wir vor Ort treffen, haben Auswirkungen auf Mensch und Natur in fernen Ländern. Das ist eine Verantwortung, aber auch eine Chance, die wir als Stadt ergreifen wollen. Und dabei ist es wichtig, dass Stadt, Zivilgesellschaft und lokale Wirtschaft an einem Strang ziehen.“

Über die Kampagne „Fairtrade Towns“
2019 feiert die Kampagne „Fairtrade Towns“ zehnjähriges Bestehen. In Deutschland gibt es inzwischen knapp 600 ausgezeichnete „Fairtrade Towns“. Um diesen Titel zu erlangen, muss eine Kommune einen entsprechenden Ratsbeschluss vorweisen. Außerdem muss sich eine Steuerungsgruppe gründen, die die lokalen Aktivitäten koordiniert, und es ist eine gewisse Anzahl an Einzelhändlern, Gastronomen sowie zivilgesellschaftlichen Einrichtungen vor Ort nachzuweisen, die mindestens zwei Produkte aus dem fairen Handel anbieten beziehungsweise den fairen Handel durch Informations- und Bildungsaktivitäten unterstützen. Und natürlich darf die  öffentlichkeitswirksame Kommunikation auf dem Weg zur „Fairtrade Town“ nicht fehlen.

Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt
„Dass Oldenburg nun alle diese Kriterien erfüllt, verdanken wir nicht zuletzt dem ehrenamtlichen Engagement vieler aktiver Bürgerinnen und Bürger, die sich beispielsweise in der Oldenburger Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe für den fairen Handel einsetzen“, so die städtische Mitarbeiterin und eine der Koordinatorinnen der Steuerungsgruppe, Jannika Mumme. Canan Barski, Eine Welt-Promotorin im Ökumenischen Zentrum Oldenburg und Co-Koordinatorin der Steuerungsgruppe, ergänzt: „Seit der Oldenburger Fairtrade-Town-Prozess angestoßen wurde, ist schon viel passiert. Nicht zuletzt ist es der Steuerungsgruppe gelungen, gemeinsam mit verschiedenen lokalen Akteuren das Aktionsbündnis ‚Oldenburg handelt fair‘ aufzubauen, das durch seine Aktivitäten den fairen Handel in Oldenburg voran- und der Stadtgesellschaft näherbringen möchte.“

Weitere Informationen
Auf der Website des Bündnisses » finden sich Informationen zu den Aktionspartnern, zu aktuellen Terminen sowie eine praktische Übersichtskarte von Fairtrade-Händlern in Oldenburg.