East London bietet Oldenburg strategische Partnerschaft an

Die am südafrikanischen Ostkap (Eastern Cape) gelegene Stadt East London möchte intensive Beziehungen zu Oldenburg aufnehmen. „Die Gespräche mit Oberbürgermeisterin Zukiswa Ncitha sind schon bei ihrem Besuch in Oldenburg im Juli 2011 » so positiv und offenherzig verlaufen, dass unsere jetzigen Termine bei ihr Gutes verheißen“, so Oberbürgermeister Schwandner. Ende Oktober 2011 besuchte die vierköpfige Oldenburger Delegation um Schwandner einige südafrikanische Städte, den Wirtschaftsminister der Provinz Eastern Cape sowie weitere Politiker, Wirtschaftsverbände, eine Universität und das Goethe-Institut, um Kontakte für Oldenburg zu knüpfen.

East Londons Oberbürgermeisterin Zukiswa Ncitha hatte den Wunsch ihrer Stadt zu einer strategischen Partnerschaft bereits beim Empfang einer 25-köpfigen Delegation rund um Eastern Capes Ministerpräsidentin Noxolo Kiviet durch Oberbürgermeister Schwandner und den Oldenburger Wirtschaftsförderungsausschuss im Alten Rathaus im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Landes Niedersachsen als Ziel formuliert. Niedersachsen führt seit 1995 eine enge Partnerschaft mit ständiger Präsenz in der Provinz Eastern Cape. Beim gleichen Empfang hat das Land den Wunsch formuliert, dass Oldenburg eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt am Ostkap knüpfen möge.

Im Fokus: Erneuerbare Energien
Besuch und Gegenbesuch standen zudem stark im Zeichen der Erneuerbaren Energien. Dazu Gerd Schwandner: „Eine strategische Partnerschaft dient ja nicht nur dazu, dass Bürgerinnen und Bürger und Politikerinnen und Politiker einander leichter besuchen und die verschiedenen Kulturen besser kennen lernen können – etwa durch die Südafrika-Begegnungen im Jahr 2012. Sondern natürlich wollen wir auch Handelsbeziehungen vorbereiten. Und Südafrika hat einen massiven Bedarf an neuen Anlagen für Erneuerbare Energien. Die geographischen und meteorologischen Voraussetzungen sind an der Küste zum Indischen Ozean optimal für die Erzeugung Erneuerbarer Energien. Diese neuen Wind-, Solar- oder Wasserkraftenergieanlagen könnten auch durch deutsche Firmen gebaut, projektiert oder bestückt werden. Nur müssen wir dazu die Kontakte zum Ostkap ausbauen, insbesondere auch die kommunal wirtschaftpolitischen.“

Viele Gesprächs- und Besuchstermine
Auf der Agenda der vierköpfigen Delegation um den Oberbürgermeister standen weiterhin Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt Port Elizabeth, mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der Nelson Mandela Metropolitan University, der Industrial Development Zone, dem Coega Tiefseehafen und nicht zuletzt dem Wirtschaftsminister der Region Eastern Cape, Mcebisi Jonas. „Mit einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie einer stabilen Marktwirtschaft hat sich Südafrika im letzten Jahrzehnt zu einem Land mit einem stetig wachsenden Investitionspotential entwickelt und mit der erfolgreichen Ausrichtung der Fußball WM 2010 der Welt gezeigt, dass das Land auch internationale Aufgabenstellungen meistern kann. Die erneuerbaren Energien bieten nun eine gute Möglichkeit, die Oldenburger Kompetenz einzubringen“, so Schwandner weiter.

Vielseitige Kontakte bereits vorhanden
Oldenburg hat bereits vielseitige Kontakte nach Eastern Cape. So ist die Carl von Ossietzky Universität seit 1998 über eine Partnerschaft mit der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth verbunden. Es gibt Austauschprogramme für Studenten, Gastprofessoren und Schüler. Inhaltlich wird in der Lehrerausbildung und auch im Bereich der Erneuerbaren Energien und im Umweltmanagement eng zusammengearbeitet. Oldenburger Schulen, etwa die Helene-Lange-Schule, haben Kontakte nach Port Elizabeth und in diesem Rahmen auch bereits Schüleraustausche durchgeführt.