Südafrika Begegnungen 2012

Die Südafrika Begegnungen boten von Mai bis November 2012 ein vielfältiges Programm unter anderem zu zeitgenössischen Künsten wie Musik, Literatur, Film oder Fotografie sowie Diskussionen, Informationsveranstaltungen und Vorträge. Die aufstrebende Nation wurde vor allem in ihrer Moderne, mit ihrer zeitgenössischen Kunst, ihren wirtschaftlichen Potentialen, ihrer hohen Kreativität aber auch ihren aktuellen Schwierigkeiten und Widersprüchlichkeiten dargestellt. Ein Blick auf die faszinierende Landschaft, die artenreiche Natur und die Lebensart dieses vielfältigen Landes vervollständigte die Reihe. Lesen Sie mehr »

Zwei Delegationen Gast der Südafrika-Begegnungen

Die Südafrika-Begegnungen 2012 erreichten mit zwei besonderen Besuchergruppen einen neuen Höhepunkt: Ab Donnerstag, 13. September 2012, besuchten zwei Delegationen aus dem Land am Kap der Guten Hoffnung für sieben Tage Oldenburg. Im Zentrum des Austausches stand der von der Stadt und der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) für den 18. September 2012 angesetzte Wirtschaftstag Oldenburg-Südafrika. Oberbürgermeister Schwandner: „Der Austausch mit unseren Freunden aus Südafrika gewinnt an Fahrt. Ich freue mich sehr, dass wir auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene schon in so kurzer Zeit diese engen und hochrangigen Kontakte knüpfen konnten.“

Zu Gast war zum einen die siebenköpfige Abordnung um Mlibo Qoboshiyane », Member of Executive Council, dessen Position einem hiesigen Landesminister vergleichbar ist.

Die zweite, 13-köpfige Delegation aus dem befreundeten Distrikt Buffalo City Metropolitan Municipality führte Bürgermeisterin Zukiswa Ncitha an, die Oldenburg bereits zum dritten Mal besuchte. Den Schwerpunkt des siebentägigen Programms bildeten ökonomische, insbesondere energiewirtschaftliche Fragen. Vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien möchte sich die Region Buffalo City mit ihrer Hauptstadt East London stärker entwickeln. „Oldenburg hat in dieser Branche hervorragende Kompetenzen aufzuweisen. Wir werden unter anderem das Bundestechnologiezentrum für Elektrotechnik und Informationstechnik (BFE) besuchen, das EWE-Forschungszentrum Next Energy und den Solarpark auf dem Fliegerhorst“, so Schwandner weiter.

Intensiver Austausch bei Wirtschaftstag

Beim Wirtschaftstag konnten hiesige Unternehmen einen guten und authentischen Überblick auf unternehmerische Chancen und Herausforderungen in Südafrika erhalten. Kenntnisse aus erster Hand lieferten die Gäste aus Südafrika. Einen profunden Blick durch die bilaterale Brille gewährte der renommierte Wirtschaftsjournalist Wolfgang Drechsler, Südafrika-Korrespondent beim „Handelsblatt“.

Workshop zu erneuerbaren Energien
Ebenfalls anwesend waren zudem Vertreterinnen und Vertreter bereits in Südafrika engagierter Oldenburger Unternehmen. Bereits bestehende Energie-Kontakte zum Ostkap – etwa durch Next Energy – sollten vertieft werden. Ganz im Zeichen der erneuerbaren Energien stand auch ein gemeinsamer Workshop mit den südafrikanischen Gästen, Vertreterinnen und Vertretern der südafrikanischen Botschaft in Berlin, dem Generalkonsulat Südafrika (München) sowie Unternehmen des Oldenburger Energieclusters OLEC. Die südafrikanischen Delegationen warteten bei ihrem Besuch zugleich mit einer Einladung zu einem von energiepolitischen Fragen geprägten Gegenbesuch auf, im November 2012 fand in East London die international besetzte Renewable Energy Conference Eastern Cape-Europe » mit Oldenburger Beteiligung statt.

Weiterer Programmpunkt für die – an der Schnittstelle zweier Ozeane lebenden Gäste – war die Besichtigung des Jade Weser Ports, der bereits Kontakte ins Eastern Cape unterhält.

Südafrikanische Mode vom Eastern Cape

Zur Delegation um Bürgermeisterin Zukiswa Ncitha gehörten auch vier Vertreter aus dem Bereich Modedesign. Sie präsentierten beim „Oldenburger Modeherbst“ im Rahmen der Südafrika-Begegnungen junge Mode vom Ostkap. Am 15. September 2012 zeigten junge Models aus Südafrika und Deutschland als „Living-Statue“ trendige Bekleidung aus sogenanntem Shweshwe, auch German Prints genannt.

Modenschau in der Haarenstraße
Die Vorlage von Shweshwe – kleingemusterte, indigofarbene Baumwollstoffe – brachten deutsche Siedlerfrauen um 1850 nach Südafrika. Heute wird das Textil in vielen Farben hergestellt, etwa in sattem Rot, Schokoladenbraun oder Grün. Bernd Hubl, Projektleiter der Südafrika-Begegnungen, ist sich sicher: „Die Modenschau wird verdeutlichen, dass Südafrika ein Land mit enorm kreativen Szenen ist.“

Die Entwürfe waren das Ergebnis eines Wettbewerbs der Walter-Sisulu-University (WSU) zusammen mit dem Unternehmen Da Gama Textiles, East London, und Modedesignern vom Eastern Cape. Die Marketingleiterin von Da Gama Textiles, Helen Karen Bester, sowie die Fashion & Design-Dozenten der WSU, Sibusisiwe Noda und Sefako Aaron Sepeng, und der studentische Designer Luyolo Fusa als Gewinner aus dem Studentenwettbewerb waren anwesend.