BFE stellt südafrikanischen Partnern E-Learning-Software

Nächster Schritt beim Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen Oldenburg und dem südafrikanischen Regierungsbezirk Buffalo City Metropolitan Municipality (BCMM): Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) stellt der Bildungseinrichtung Master Artisan Academy South Africa (MAASA) eine eigenentwickelte, preisgekrönte E-Learning-Software bereit. Gefördert und unterstützt wird die Kooperation vom Land Niedersachsen, der Stadt Oldenburg sowie dem größten Gewerbegebiet ELIDZ im südafrikanischen East London, der mit 360.000 Einwohnern größten Stadt in BCMM. Oberbürgermeister Gerd Schwandner: „Südafrika benötigt für die weitere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Impulse zur Stärkung von Ausbildung und Qualifizierung, auch von außen. Das Thema Bildung steht deshalb im Fokus der Kooperation mit unseren Partnern in Südafrika. Ich freue mich auch, dass das Land das Projekt fördert.“

Bekanntgegeben wurde die Bildungskooperation am 19. Mai 2014 bei einem Besuch von Lars Koenig, Repräsentant des Landes Niedersachsen in Eastern Cape, dem Partnerland Niedersachsens in Südafrika: „Das Land Niedersachsen hilft mit den aus der Niedersächsischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellten Mitteln gerne beim Aufbau der beruflichen Bildung in einem zukunftsrelevanten Bereich: der Elektrotechnik.“ BFE-Direktor Thorsten Janßen betont, dass man sich bei der Kooperation auf Augenhöhe begegne. Das BFE profitiere durch die Übersetzungsarbeit des südafrikanischen Partners: „Das ELIDZ und MAASA wiederum sehen im Einsatz unserer E-Learning-Software die große Chance, dringend benötigte Fach- und Nachwuchskräfte effektiv auszubilden.“ Janßen ist überzeugt, dass die Software zu einem durchschlagenden Lernerfolg führt. Zudem besäße das BFE nach der Übersetzung der Software ins Englische ein Premium-Produkt, um sich auf dem globalen Fortbildungssektor etablieren zu können.

Seit Juni 2014 werden von der MAASA die Sprecher-, Bildschirm- und Feedback-Texte der E-Learning-Software „Grundlagen der Elektrotechnik“ übersetzt. Anschließend produziert das BFE die englische Fassung und stellt sie den südafrikanischen Partnern zur Verfügung. Zudem reisen BFE-Trainer im Lauf des Projektes aus Oldenburg ins rund 9.800 Kilometer entfernte East London, um die Einführung von Elektrotechnik-Kursen sowie den Ausbau der Schulungsaktivitäten zu unterstützen und zu beschleunigen. Im Anschluss an die erfolgreiche Durchführung dieses Pilotprojekts soll weitere Software ins Englische übersetzt und im MAASA eingesetzt werden. Insgesamt umfasst die BFE-Lernreihe 23 Titel, darunter „Technische Mathematik“, „Datennetzwerktechnik“ oder „Brennstoffzellentechnik“.

Roland Hentschel, Leiter des Fachdienstes Regionalentwicklung/Internationale Beziehungen, zum Start der Kooperation: „Das BFE-Projekt zeigt, wie unsere Südafrika-Initiative wieder einmal in kurzer Zeit Früchte trägt: Durch unser Zusammenbringen der Partner in Oldenburg und East London im Frühjahr 2013 und der besonderen Atmosphäre der Gespräche kommt es nur 15 Monate später zum konkreten Projekt. Bildung ist eine Oldenburger Domäne, weil wir hier sehr innovativ und international vernetzt sind. Daher freut es mich, dass das BFE konsequent diesen Schritt geht und wir hier auch mit dem Land und unseren Partnern in Südafrika an einem Strang ziehen“.