Olé olé – wir waren in Cholet

„Seit den 1980er Jahren findet regelmäßig der Schüleraustausch zwischen der OBS Alexanderstraße und dem Collège Notre Dame du Bretonnais in Cholet statt – so auch 2016!

Am 19. September 2016 machten wir uns mit 22 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrerinnen auf den langen Weg in den Süden. Unser Ziel hieß: CHOLET!

Nach einer langen Busfahrt kamen wir spät abends mit etwas Verspätung an. An der Schule warteten bereits die Gasteltern und einige unserer Corres (= Austauschschüler) auf uns. Durch die Aufregung, dass es nun direkt in die Gastfamilien geht, waren wir alle wieder ganz wach.

Madame Guédon, die französische Deutschlehrerin, rief uns einzeln auf und zeigte uns unsere jeweilige Gastfamilie. Nachdem wir sehr herzlich begrüßt wurden, ging es auch direkt in unser „neues Zuhause“. Nach einer kurzen Kennenlernrunde gingen wir dann aber alle direkt ins Bett, da es schon sehr spät war und alle müde waren von der langen Fahrt.

In den nächsten Tagen hatten wir ein tolles und abwechslungsreiches Programm bei strahlendem Sonnenschein: Zuerst wurden wir vom französischen Schulleiter begrüßt und willkommen geheißen. Danach zeigte uns Madame Guédon das Collège und erklärte uns ein paar Unterschiede zwischen dem französischen und dem deutschen Schulalltag. Wir waren alle sehr beeindruckt, wie ruhig und sauber es im ganzen Schulgebäude war und waren gleichzeitig etwas beruhigt, dass der deutsche Schulalltag weniger streng abläuft. Am Nachmittag haben wir eine Stadtrallye in Cholet gemacht. Diese war nicht nur interessant, sondern auch kulinarisch besonders, da wir typische Spezialitäten probieren konnten.

In den nächsten Tagen besichtigten wir verschiedene französische Städte, unter anderem Nantes und Saumur. Nach einem kleinen Stadtbummel in Nantes besuchten wir mit „Les machines de l'Île“, ein Ausstellungsprojekt, welches verschiedene „Maschinen“ (inspiriert unter anderem durch den Schriftsteller Jules Verne) nachgebaut hat. Hier konnten wir in einem Karussell mitfahren und konnten den riesigen Elefanten und weitere mechanische Lebewesen bewundern.

Am Freitag, 23. September, hatten wir sogar Zeit, an die Atlantikküste zu fahren. Dort machten wir bei strahlendem Sonnenschein einen Strandspaziergang am Strand und besichtigten die Salzfelder in Guérande. Das Wochenende haben wir in unseren Gastfamilien verbracht. Diese haben sich sehr viel Zeit für uns genommen und viele tolle Ausflüge mit uns unternommen. Einige Eltern haben sich sogar abgesprochen, sodass wir bei einigen Ausflügen unsere Freunde getroffen haben.

Am Montag haben wir den Tag an der Loire verbracht und eine Safran-Farm besucht. Nach einem gemeinsamen Picknick haben wir mit unseren Austauschschülern eine Kayak-Tour gemacht. Das war ein Spaß, bei dem keiner trocken blieb! Am letzten Tag haben wir den französischen Unterricht besucht: Dies war insbesondere deshalb sehr interessant, da der Ablauf einige Unterschiede zum deutschen Schulalltag aufweist, zum Beispiel den, dass der Unterricht erst gegen 17 Uhr endet und eine einzelne Schulstunde 55 Minuten dauert. Das war ganz schön anstrengend.

Am letzten Abend haben wir uns für eine kleine Abschiedsfeier in der Schulkantine getroffen. Jede Gastfamilie hat einen großen Stapel selbstgemachte Crêpes, Nutella, Karamell, Marmelade etc. mitgebracht. Hmmm… das war lecker!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stadt Oldenburg und dem Deutsch-Französischen-Jugendwerk für die finanzielle Unterstützung sowie bei Frau Gordon und Frau Niemeyer, welche den Austausch begleitet haben! Ohne sie hätte dieser Austausch nicht stattfinden können!“

Text: OBS Alexanderstraße