Schöne Aussichten?!

Veranstaltungsreihe mit Partnerstädten zum Thema „Millenniumsentwicklungsziele“
Der Fachdienst Regionalentwicklung und Internationale Beziehungen der Stadt Oldenburg hat gemeinsam mit lokalen Akteuren vom 5. bis 7. Juni 2009 ein Treffen für engagierte und im kommunalen Zusammenhang arbeitende Bürgergruppen organisiert. Thema der Veranstaltungen war die „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Kontext lokaler Bürgernetzwerke und/oder Lokaler Agenda Gruppen für eine nachhaltige Stadtentwicklung“. Dazu wurden Gleichgesinnte aus Oldenburgs Partnerstädten eingeladen.

Im Mai 2008 hatte der Oberbürgermeister von Oldenburg während des ersten internationalen Städtepartnerschaftstreffens in Oldenburg die Millenniumserklärung des Deutschen Städtetages unterzeichnet. In Anwesenheit seiner Kollegen aus den Partnerstädten – von denen zwei die Millenniumserklärung bereits unterschrieben hatten – und im Namen seiner Stadt erklärte er, sich für das Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele einzusetzen. Die Veranstaltungsreihe „Schöne Aussichten?!“ bot die Möglichkeit vorzustellen, mit welchen Aktivitäten sich Oldenburg und seine Bürgerinnen und Bürger bereits für diese Ziele einsetzen. Mit einer Einladung an die Partnerstädte, sich zu beteiligen, war darüber hinaus der europäische Kontext geschaffen für eine Diskussion darüber, welche Verantwortung und welche Handlungsmöglichkeiten eine kommunale Gemeinschaft für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung hat.

In Gesprächsforen, bei Workshops, Exkursionen und Präsentationen diskutierten die insgesamt circa 100 Teilnehmer zwei Tage lang über das Engagement ihrer Kommunen für Klima- und Ressourcenschutz sowie über fairen Handel und regionale Vermarktungsstrategien. Dabei lernten sie Oldenburger Initiativen vor Ort kennen. Diese Begegnungen vertieften nicht nur die Beziehungen zwischen den Partnerstädten, sondern sie boten allen Beteiligten die Chance, im Vergleich mit dem Engagement der jeweils anderen Kommunen die eigene Position im Einsatz für die Millenniumsentwicklungsziele zu bestimmen.

Ergänzt wurden diese direkten Bürgerkontakte durch Präsentationen unabhängiger Experten: Peter Defranceschi von ICLEI (Local Governments for Sustainability) referierte zu fairen Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen und es entstand eine aufgeregte Debatte über tatsächliche Handlungsspielräume kommunaler Verwaltung (mit Bezug zur besonderen Situation in Niedersachsen), in die sich Kollegen aus der Oldenburger und der Bremer Verwaltung einbrachten. Kathrin Bremer von TransFair stellte die deutsche Kampagne „Fairtrade Towns“ und die Kriterien für diese international renommierte Auszeichnung vor.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit.