Oldenburger Gartenkultur in China

Unter dem Motto „From the Earth, for the Earth“ fand in China die Internationale Gartenbaumesse „Qingdao Horticultural Exposition 2014“ statt, auf der auch die Stadt Oldenburg vertreten war. Als einer von zwei Ausstellern aus Deutschland präsentierte sich die Region Oldenburg/Ammerland auf der weltweit größten Gartenbauausstellung vom 25. April bis zum 31. Oktober 2014. „Wir sind eines der größten Gartenbauzentren Europas, daher ist es wichtig, dass sich die Region auf der Internationalen Messe zeigt. Ich glaube, dass gerade dieses Thema gut geeignet ist, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und zu verstehen. Gärten sind global. Sie funktionieren überall auf der Welt“, so Oberbürgermeister Gerd Schwandner.

Der Park hatte eine Fläche von circa 1.250 Quadratmetern und wurde gemeinsam mit Einrichtungen und Unternehmen aus dem Ammerland im norddeutschen Gartenbaustil gestaltet. Ziel war es, Kernkompetenzen um die Region Oldenburg/Ammerland im stark wachsenden asiatischen Markt zu zeigen. Außerdem diente die Präsenz in China als Plattform für unternehmerischen Austausch und zum Aufbau neuer Kontakte. Realisiert wurde die Teilnahme der Region mit Unterstützung von CEWE Stiftung & Co. KGaA, EWE Baskets Oldenburg, Friesisches Brauhaus zu Jever GmbH & Co., Hobbie Rhododendron, Kilian + Frenz Landschaftsarchitekten, Land Niedersachsen, Lehei GmbH, Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG, PricewaterhouseCoopers AG, Rhein-Umschlag GmbH & Co. KG, sowie der Tsingtao Brewery Co., Ltd. Unterstützt wurde die Stadt vor Ort vom Sino-German Ecopark Qingdao. Außerdem gilt ein besonderer Dank der Unterstützung des Qingdao International Horticultural Executive Commitee.

Oldenburg-Garten in Qingdao eröffnet

An der Eröffnung des Oldenburg-Gartens am 26. April 2014 auf der Horticultural Expo im chinesischen Qingdao nahmen rund 150 geladene Gäste teil. Neben Qingdaos Vize-Oberbürgermeisterin Luan Xin war der Präsident der mit dem Oldenburger Klinikum wissenschaftlich verbundenen 2. Klinik der Medizinischen Universität Dalian, Zuowei Zhao, anwesend, der zugleich Präsident des Sino-German Ecoparks ist. Der damalige Oberbürgermeister Schwandner zur Eröffnung des Gartens und der Oldenburg-Woche bei der Expo: „Wir sind eines der größten Gartenbauzentren Europas, daher ist es wichtig, dass sich die Region auf dieser weltweit größten internationalen Messe zeigt. Ich glaube, dass gerade dieses Thema gut geeignet ist, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und zu verstehen. Gärten sind global. Sie funktionieren überall auf der Welt.“

Oldenburg-Woche mit buntem Programm
Die Oldenburg-Woche vom 26. April bis 2. Mai 2014, wurde mit einer ostfriesischen Teezeremonie vom damaligen Oldenburger Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Xinqi Zhang, Oberbürgermeister der Stadt Qingdao, feierlich eröffnet. Anschließend hat Volker Hobbie, Betreiber des größten Rhododendronparks in Deutschland, in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg eine Rhododendron-Züchtung aus seinem Betrieb nach dem Namen der Stadt Qingdao benannt und vor Ort getauft. Zu dem vielfältigen Programm in China gehörte außerdem ein Hochzeits-Fotoshooting, deutsch-oldenburgische Märchenstunden und ein Friesischer Abend. Hubird, Maskottchen der EWE Baskets, sorgte für Unterhaltung für Groß und Klein.

Informationen rund um die Ausstellung

Mehr als 100 Städte und Organisationen aus aller Welt haben auf der International Horticultural Exposition in Qingdao von April bis Oktober 2014 ihr Können und Wissen rund um Themen des Gartenbaus, Naturschutzes und einer energieeffizienten und naturbewussten Stadtentwicklung gezeigt. Aus Deutschland präsentierten sich die Region Oldenburg/Ammerland und die Stadt Mannheim. Die Hafenstadt Qingdao, in der 8,7 Millionen Menschen leben, gilt als eine der wirtschaftlich aufstrebenden Metropolen. Bereits mehr als 2.000 ausländische Handelsgesellschaften, Betriebe und wirtschaftliche Unternehmen haben sich mittlerweile in der Hafenstadt angesiedelt.

Rhododendren sind Publikumsmagnet
Musikalisch eingestimmt wurde die Zeremonie durch zwei Kurse von Studierenden des Instituts für Germanistik der Universität Qingdao: Sie sangen die Oldenburg-Hymne, während die Fahne des Landes Niedersachsen im Oldenburg-Garten gehisst wurde. Anschließend wurde mit dem EWE-Maskottchen Hubird auf dem kleinen Basketballfeld im Garten um die Wette auf den Korb geworfen. Der Oldenburg-Garten lag in direkter Nachbarschaft zu den Gärten von Schweden und dem US-Bundesstaat Georgia. Er lag erhöht und hatte starken Publikumsverkehr. Die blühenden Rhododendren waren viel beachtet und wurden häufig fotografiert, da sie verschiedenfarbig in voller Blüte standen. Während die anderen Gärten auf der Expo überwiegend mit Gewächsen bepflanzt waren, die in China gezogen wurden, wuchsen im Oldenburg-Garten heimische Pflanzen aus dem Ammerland.

Oldenburger Garten überzeugte auf Gartenbauausstellung

Die Stadt Oldenburg erreichte eine frohe Botschaft aus dem 8.000 Kilometer entfernten Qingdao: Der Oldenburger Garten, der bereits am 23. April 2014 auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Qingdao eröffnet wurde, erhielt neben 19 weiteren internationalen Gärten (unter anderem Georgia, USA) von dem „Organization Committee of 2014 Qingdao International Horticultural Exposition“ einen „Grand Award of the Outdoor Garden Competition“. Es handelt sich um die zweithöchste mögliche Auszeichnung für einen Garten auf der International Horticultural Exposition. Die höchste Auszeichnung, der „Top Grand Award“, ging an den Bambus Garten der Schwester des ehemaligen Staatspräsidenten Zemin Jiang.

Vertiefung deutsch-chinesischer Kontakte
Bereits Mitte Oktober wurde ein Vertreter der städtischen Wirtschaftsförderung nach Qingdao eingeladen, um als Redner an der 2014 Qingdao International Ecocity and Green Roof Conference teilzunehmen. Neben dem offiziellen Programm wurden nicht nur die Kontakte zum ansässigen Qingdao Sino-German Ecopark und dem Foreign Affairs Office weiter intensiviert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen dem Ökopark und Oldenburg im Bereich der Erneuerbaren Energien in Form eines chinesisch-deutschen Schulungszentrum vor Ort und die Einrichtung von „Smart Living Labs“. Eine chinesische Delegation des Ökoparks soll außerdem nach Oldenburg kommen, um gemeinsam mit den Hochschulen und der lokalen Wirtschaft in Oldenburg über die weiteren Schritte der Projekte zu diskutieren.

Auch für den Landschaftsarchitekten Oliver Kilian aus Sandkrug war die Gartenbauausstellung in Qingdao ein großer Erfolg. Der Geschäftsführer des Landschaftsarchitekturbüros Kilian + Frenz GbR bekam 2013 von der Stadt Oldenburg den Auftrag, das Konzept des Oldenburger Gartens vorzubereiten. Zurzeit besteht bereits großes Interesse an der Realisierung eines deutschen Gartens im Sino-German Eco Park Qingdao. Das Landschaftsarchitektenbüro wurde bereits von chinesischen Partnern zu Gesprächen nach Qingdao eingeladen.