FAZ-Korrespondent über Chinas verborgene Schätze

„Neben den etablierten Wirtschaftszweigen wie der Automobilindustrie werden auch bisher unterrepräsentierte deutsche Branchen vom nächsten Aufschwung in Fernost profitieren“. Die Auftakteinschätzung im Buch „Chinas verborgene Schätze“ zog sich am Montagabend, 20. Januar 2014, wie ein roter Faden durch die Lesung im gut gefüllten Alten Rathaus. Christian Geinitz, promovierter Historiker und langjähriger China-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zog dabei indirekt auch einen Schlenker zu jenen Wirtschaftszweigen, denen sich Oldenburg besonders stark widmet: Angesichts der katastrophalen Wasser- und Luftwerte im Reich der Mitte, so Geinitz‘ Einschätzung, und dem – zur Abhilfe dessen von der neuen Staatsführung aufgelegten – größten Investitionspaket der chinesischen Geschichte könne die deutsche Umwelt- und Energietechnik kräftig punkten.

China-Experte Geinitz blickte mit 70 Gästen auf deutsche Zukunft in Fernost
Die Veranstaltung vor rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörern wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Verlag und der Buchhandlung Isensee organisiert. Neben zahlreichen Innenansichten auf die großen Chancen des fulminanten Wirtschaftswachstums in China wusste Geinitz zugleich auch über Risiken der rasanten Entwicklung zu berichten: Der Wirtschaftserfolg der Volksrepublik beruhe ganz ähnlich wie in den westlichen Krisenländern – vor und nach der Weltwirtschaftskrise – sowohl staatlicherseits als auch in der Industrie auf Pump. Dennoch habe die neue Staatsführung eine reelle Chance, den Umbau zum Erfolg zu bringen.