Oldenburgs florale Botschafterin

Die Stadt Oldenburg ist seit 2008 Namensgeberin für eine Blume: Die Rose von Oldenburg ist eine rot blühende, robuste Beetrose. Gezüchtet wurde sie von Rosen Tantau aus Uetersen bei Hamburg. Die neue Rosensorte wurde an mehreren Stellen in den Oldenburger Grünanlagen gepflanzt. Durch ihre Robustheit und die nicht zu große Höhe eignet sich die „Rose von Oldenburg“ sehr gut als Beetrose für Gruppenpflanzungen und kann dementsprechend auch im öffentlichen Grün verwendet werden. So werden sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger jedes Jahr an Blüten und Duft erfreuen können. Die Idee zu diesem Projekt stammte von der Oldenburgerin Brigitte Simon.

Weitere Informationen zur Rose von Oldenburg:

  • Beim Züchter der Rose von Oldenburg, Rosen Tantau, erfahren Sie, wo Sie die Rose von Oldenburg für den heimischen Garten bekommen.
    Kontakt: Rosen Tantau Vertrieb GmbH & Co. KG, miehe(at)rosen-tantau.com
  • Zur Taufe im Jahr 2008 wurde folgender Flyer » veröffentlicht

Was hat Oldenburg mit Rosen zu tun?

Oldenburger haben sich schon immer für Gärten und Rosen begeistert. Zu Zeiten des Großherzogs warb die Stadt sogar mit ihrem Image als Garten- und Rosenstadt. Fast jedes Haus hatte einen Vorgarten, in dem sich die große Liebe zu Blumen, besonders aber zu Rosen widerspiegelte. Diese Blumenliebe erstreckte sich von den reichsten Häusern bis hin zu den ärmsten Häusern der Tagelöhner. Die Schlösser Oldenburg und Rastede waren umgeben von herrlichen Gartenanlagen und Parks. Doch ganz besonders zeigte sich die Rosenliebe in Oldenburg. Damals gab es große Rosenrabatten im Schlossgarten.

Rosen im Stadtsiegel

Doch Oldenburg und die Rose haben schon viel früher zueinander gefunden. Fünfblättrige Rosen zierten auch das Siegel des Oldenburger Grafen Heinrich des Bogeners (1230 bis 1270). Nach der Stadtrechtsverleihung im Jahr 1345 finden sich Rosen im Stadtsiegel wieder. Zudem ist schriftlich überliefert, dass im mittelalterlichen Rathaus „unter der Rose“ Gericht gehalten wurde.

Beweise dafür, welche Art von Rose seinerzeit über den Sitzungen der Honoratioren und Richter prangte, gibt es nicht. War es ein rosenförmiger Schlussstein? War es eine Deckenmalerei? Bisher wurde keine Quelle gefunden, die hierüber genaue Auskunft gibt. Unter Umständen steckt sogar etwas ganz anderes dahinter.

Rankende rote Rosen im Ratssaal

Das lateinische „sub rosa“ (unter der Rose) war damals ein häufig verwendeter Ausdruck für „unter dem Siegel der Verschwiegenheit“. Vielleicht war diese Deutung auch der Grund für die Bemalung des Oldenburger Ratssaales im Jahr 1886 mit rankenden roten Rosen. Sollten sie den Mitgliedern des Rates bedeuten, dass ihre Gespräche geheim bleiben mussten? Oder wollte der Künstler an die Rosen aus dem Stadtsiegel anknüpfen? Hierüber gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.

Fest steht nur, dass die Oldenburger schon immer Freunde der Rose waren.