Die Jahre 1991 – 1996

Peter-Friedrich-Ludwig Krankenhaus wird Kulturzentrum.
Am 9. Mai 1992 eröffnet der neue Veranstaltungsbereich im Kulturzentrum PFL. Nach Abschluss der Sanierungs- und Umbauarbeiten wird das ehemalige Peter-Friedrich-Ludwig Krankenhaus nun als Kulturzentrum in Betrieb genommen. Insgesamt ist der neue Veranstaltungsbereich weit mehr als doppelt so groß wie die bisher genutzten Räume in der Gartenstraße. Seit dem Umbau tagt auch der Rat der Stadt Oldenburg in den neuen Räumen des PFL.

Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen.
Im Oktober 1992 beschließt der Rat der Stadt Oldenburg einstimmig, dem Kommunalverbund  Niedersachsen/Bremen beizutreten. Zu dem Kommunalverbund haben sich zahlreiche Städte und Gemeinden zusammengeschlossen, um durch enge Kooperation untereinander den regionalen Zusammenhalt und die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ziel des Kommunalverbundes ist eine wirtschaftliche und strukturelle Stärkung der Region.

Infanteriekaserne soll Studenten beherbergen.
Die ehemalige Infanteriekaserne am  Pferdemarkt wird im Dezember 1992 an das Studentenwerk verkauft. Dort entstehen rund 200 Studentenwohnplätze. In dem für Wohnzwecke ungeeigneten Souterrain ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. 1994 sind Renovierung und Umbau so weit fortgeschritten und das Wohnheim wird eröffnet.

Neues Arbeitsamt am Hafengelände.
Am 10. Juni 1993 wird das neue Arbeitsamt am Stau 70 eingeweiht. Planung und Bau des größten Behördenbaus Oldenburgs hatten sechs Jahre gedauert. Der Verwaltungsbau verdrängt die verfallenen Gebäude, die bis dahin das Hafengelände geprägt hatten und soll die Sanierung des Viertels und den Bau einer Hafenpromenade weiter vorantreiben.

650 Jahre Stadt Oldenburg.
Im Jahr 1995 feierte die Stadt Oldenburg ein Jahr lang das Stadtjubiläum „650 Jahre Stadt Oldenburg“ mit zahlreichen Veranstaltungen. Am 6. Januar 1345 hatte Graf Konrad I. von Oldenburg der Stadt die Stadtrechte verliehen. Seit dem Stadtrechtsjubiläum 1995 hat auch Oldenburg ein Glockenspiel. Es befindet sich am Rathaus und spielt mehrmals täglich die Oldenburg-Hymne sowie jahreszeitliche Melodien.

Oldenburg bekommt wieder eine Synagoge.
Am 5. März 1995 wird der jüdischen Gemeinde die neue oldenburgische Synagoge und das jüdische Kulturzentrum an der Wilhelmstraße 17 übergeben.

Claus-Hüppe-Stiftung.
1995 erwirbt die Claus-Hüppe-Stiftung von den Kunstsammlern Professor Carl und Karin Vogel eine Umfangreiche Sammlung der Werke des Grafikers und Zeichners Horst Janssen. Die Sammlung wird der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt mit dem Ziel, in Oldenburg ein Horst-Janssen-Museum einzurichten.

Figurentheater zieht in „Isolierbaracke“.
Die Oldenburger Kulturszene erfährt am 21. Oktober 1995 eine wichtige Bereicherung. Das Figurentheater Oldenburg eröffnet. Die Stadt hat auf dem Gelände des einstigen Peter Friedrich Ludwigs-Hospitals die 1915 errichtete ehemalige „Isolierbaracke“ saniert und zur Spielstätte für Figurentheater umgebaut. Der ebenerdige Holzbau steht, wie der gesamte PFL-Komplex unter Denkmalschutz.

Oberbürgermeisterwahlen.
Am 15. September 1996 finden Kommunalwahlen statt mit der Besonderheit, dass der Oberbürgermeister, der zukünftig zugleich Hauptverwaltungsbeamter ist, direkt gewählt wird. Außerdem dürfen erstmals auch 16-Jährige wählen. Die neue Wahlperiode beginnt am 1. November. Das „Zeitalter“ der so genannten Zweigleisigkeit – Oberstadtdirektor und Oberbürgermeister – ist damit in Oldenburg beendet.

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