Kolumne des Oberbürgermeisters (21. Januar)

Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger,

„Der Impuls“, offizieller Auftakt unseres Jahres als deutsche Stadt der Wissenschaft, ist der Startschuss für eine Zeit, die wohl als eine der spannendsten in die Oldenburger Geschichte eingehen wird. Lange haben wir auf diesen Tag gewartet und entsprechend geballt ist unsere Energie – und unsere Vorfreude!

Die strahlkräftige Veranstaltung im Oldenburgischen Staatstheater gibt einen Vorgeschmack auf das, was kommen wird: ein Jahr voller unterhaltsamer, informativer und anregender kleiner und großer Highlights. Sie gewinnen ihren Reiz dadurch, dass sie Wissenschaft und Alltag verbinden. Manches wird uns dabei zauberhaft erscheinen, einiges schleierhaft, vieles wird uns beeindrucken und sicher alles kann uns Spaß machen.

Zusammen mit Wirtschaft und Forschung und vielen anderen Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen will die Stadt Oldenburg beweisen: Wissenschaft kann ungeheuer faszinieren. Und zwar nicht nur den Spezialisten, sondern jeden und jede von uns. Dafür hat sich unser Projektbüro Stadt der Wissenschaft elf Monate mit der Konzeption und Organisation verschiedener Veranstaltungen befasst. 600 bis 700 werden über das Jahr verteilt zustande kommen. Sie werden Wissenschaft zum Anfassen bieten, Experimente zum Mitmachen und Theorien zum Verstehen. Eine Wissenschafts-Geisterbahn im unterirdischen Krankenhaus am Flötenteich hat im Voraus schon von sich Reden gemacht und auch Einsteins Kühlschrank wird gespannt erwartet.

Ich bin zuversichtlich, dass wir die – berechtigterweise – hohen Erwartungen an dieses Jahr erfüllen werden, und ich möchte an dieser Stelle noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und alle Gäste, die während dieser Zeit nach Oldenburg kommen, einladen, sich selbst von der Vielfalt und der Qualität der Angebote zu überzeugen.

Allerdings wäre der betriebene Aufwand für ein einziges, glanzvolles Jahr der Wissenschaft zu groß. Deshalb haben wir unsere Pläne von Anfang an auf die Zukunft, auf übermorgen ausgelegt. Wir wollen mit unserer Vision „Übermorgenstadt“ dauerhaft Weichen für die Oldenburger Stadtentwicklung stellen. Das heißt nicht nur, Oldenburg als Hochschulstandort weiter zu etablieren oder Zentrum zu werden für Forscher aus aller Welt, sondern auch Vorbild zu sein in Bereichen wie etwa der Energiewirtschaft. Wir wollen ein offenes geistiges Klima schaffen, das auch unser Wir-Gefühl stärkt. Ich wünsche mir, dass wir noch mehr Bürgerinnen und Bürger als bisher davon überzeugen können: „Wir sind Oldenburg“.

Wir haben uns auf einen spannenden Weg begeben – mit guten Aussichten auf Erfolg. Ich bin zuversichtlich, und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, offenbar auch, dass wir die gesteckten Ziele erreichen können, denn sonst hätte er uns nicht mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft 2009“ ausgezeichnet.

Vielen Dank an alle, die an der Planung und Konzeption des kommenden Jahres mitgewirkt haben, und an alle, die die bevorstehenden Veranstaltungen mit ihrer Neugier bereichern werden.

2009 verspricht, ein Fest zu werden. Lassen Sie es uns gemeinsam feiern. Ich freue mich auf Oldenburg als Stadt der Wissenschaft und ich freue mich auf Oldenburg als Übermorgenstadt!

Ihr Gerd Schwandner
Oberbürgermeister