Kolumne vom 22. Dezember 2006

Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger,

das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Das Wetter versucht zwar immer noch, uns einen Spätsommer vorzuspielen – doch zumindest die deutlich zweistelligen Temperaturen liegen mittlerweile hinter uns. Endlich. So angenehm das mediterrane Klima im November und Dezember auch sein konnte – Weihnachtsstimmung mochte dadurch nicht so recht aufkommen.

Der Atmosphäre in der Innenstadt hat das aber wenig geschadet. Die Straßen waren immer gut gefüllt, ohne dass es allzu hektisch wurde. Viele Menschen sind ausgesprochen entspannt durch die Fußgängerzone geschlendert und haben das vorweihnachtliche Ambiente sichtlich genossen. Die gute Stimmung hat dazu beigetragen, dass nicht nur geschaut, sondern auch gekauft wurde, wie der Einzelhandel bestätigt. Sehr erfreulich war zudem der hohe Anteil von Gästen aus dem Umland und insbesondere aus den Niederlanden. Für Oldenburg war die Vorweihnachtszeit zweifellos ein Erfolg.

Ich möchte die Weihnachtszeit aber keinesfalls auf den Konsum reduzieren. Neben der großen Geschäftigkeit soll man auch der besinnlichen Ruhe gebührende Aufmerksamkeit widmen. Nutzen Sie also die kommenden Tage „zwischen den Jahren“, um tief durchzuatmen und Kraft zu tanken. Ich werde es ähnlich handhaben – soweit es mir die Zeit erlaubt. Denn für die kommende Woche ist der Abschluss meines Umzuges von Hannover nach Oldenburg geplant. So sehr ich mich darauf freue, so sehr ist mir auch bewusst, dass damit noch einiges an Arbeit auf mich wartet. Die Aussicht, in Oldenburg nicht nur heimisch zu sein, sondern sich auch heimisch zu fühlen, versüßt diese Perspektive allerdings sehr.

Im kommenden Jahr geht es dann mit neuer Kraft weiter. Bereits am 8. Januar steht die nächste Ratssitzung an, in der Ikea das zentrale Thema sein wird. Nach den wegweisenden Entscheidungen über die Schlosshöfe und das Möbelhaus freue ich mich allerdings auch darauf, dass endlich mehr Gelegenheit sein wird, neue Ideen zu entwickeln und über deren Umsetzung nachzudenken. Diese strategische Arbeit ist bisher zu kurz gekommen – sie wird in Zukunft aber einen wesentlichen Teil meiner Tätigkeit einnehmen.

Ich wünsche Ihnen besinnliche Weihnachtstage und ein gesegnetes Fest sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen und Ihre Vorsätze nicht in Vergessenheit geraten. Gleiches wünsche ich mir – im übertragenen Sinne – auch für Oldenburg. Ich hoffe, ich werde meinen Teil dazu beitragen können.

Ihr Gerd Schwandner
Oberbürgermeister