Robert Habeck ist neuer Oldenburger Grünkohlkönig

Oldenburg hat einen neuen Grünkohlkönig – und zwar einen Grünen: 23 Jahre nach Joschka Fischer wurde am Montagabend, 11. März 2019, beim 62. „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ in Berlin der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck (49), zur neuen Majestät gekürt. Sein Vorgänger, der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU), übergab ihm die Insignien der Macht gemeinsam mit Oldenburgs Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler, die den an einer schweren Grippe erkrankten Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vertrat.  
 
Das Kurfürsten-Kollegium unter dem Vorsitz von Comedian Dietmar Wischmeyer alias „Günther, der Treckerfahrer“ hatte sich nach kurzer Beratung auf Robert Habeck verständigt. In der Findungskommission waren Ministerpräsident Stephan Weil, Dr. Christian Friege (CEWE), Dr. Ulrich Knemeyer (Öffentliche), Hilger Koenig (OLB), Marion Rövekamp (EWE), Michael Thanheiser (LzO) und Bernd Ulrich (Nord LB) an der Entscheidung beteiligt.
 
Oldenburger Spezialitäten auf den Tischen
200 Kilogramm Kohl, 60 Kilogramm Fleischpinkel, 50 Kilogramm Kochmettwurst, 38 Kilogramm geräucherter Speck und 95 Kilogramm Kasseler-Kotelett ohne Knochen wurden eigens aus Oldenburg in die Bundeshauptstadt gefahren, um den 270 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben in der Niedersächsischen Landesvertretung einen unverwechselbar norddeutschen Abend zu bereiten. Bier und Korn, Letzterer nach Oldenburger Tradition aus einem Löffel getrunken, sorgten dafür, dass die deftigen Speisen der Prominenz nicht zu schwer im Magen lagen.
 
Besuch in Oldenburg erwartet
Vielmehr kann Grünkohl Politikern sogar Flügel verleihen – darauf wies Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler augenzwinkernd in ihrer Rede hin: „Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel brachte die Königswürde bis ins Kanzleramt.“ Robert Habeck wird sie zunächst einmal nach Oldenburg führen. Denn mit der Regentschaft verbunden ist die Pflicht, in diesem Jahr wenigstens einmal die Kohltour-Hauptstadt zu besuchen.