VIEROL AG und Evangelisches Krankenhaus Oldenburg gewinnen den OLLY

OLLY, der Preis für familienfreundliche Unternehmen in Oldenburg, geht in diesem Jahr in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen und Institutionen“ an die VIEROL AG und in der Kategorie „Große Unternehmen und Institutionen“ an das Evangelische Krankenhaus Oldenburg. Die Preisverleihung fand am Dienstag, 1. Dezember 2015, im Rahmen des Oldenburger Unternehmertreffs „Kontaktpunkt Wirtschaft“ bei Möbel Buss vor etwa 280 Gästen statt. Die Laudatio hielt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Vorsitzender der OLLY-Jury. Zusammen mit Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, übergab Oberbürgermeister Krogmann die Pokale und Urkunden. Erstmals in der OLLY-Geschichte wurde zudem ein Bewerber außerhalb der beiden Kategorien gewürdigt. Für das beispielhafte und vorbildliche Engagement in der betrieblichen Kindertagespflege wurde die KiTaP Mühlengarten eG mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Familienfreundliche Unternehmen gekürt
In ihrem Gastvortrag betonte Ministerin Rundt: „Von familienfreundlichen Maßnahmen profitieren beide Seiten. Die Beschäftigten, weil sie Beruf und Familie vereinbaren können und die Unternehmen, weil zufriedene Mitarbeiter motivierter sind und seltener fehlen.“

In seiner Laudatio lobte Oberbürgermeister Krogmann die beteiligten Firmen und Institutionen: „Alle Bewerber im Rahmen der zwei Kategorien zeichnen sich ausnahmslos durch großes Engagement in der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. Das Thema ist Teil der Unternehmensphilosophie und ist im Leitbild des Betriebs oder der Institution verankert“. Zudem berücksichtigen alle Firmen neben der Kinderbetreuung auch die Betreuung zu pflegender Angehöriger. Jede einzelne Bewerbung habe eine hohe Qualität – insofern sei das Jury-Votum nach intensiven Beratungen getroffen worden.

Überzeugendes Gesamtkonzept
Die VIEROL AG hat die Jury-Mitglieder mit ihrem Gesamtkonzept zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders überzeugt. Zu nennen sind hier insbesondere die Aufnahme der Familienfreundlichkeit in die Unternehmensphilosophie, die bewusste Einbindung der Führungskräfte, die Möglichkeit für Teilzeitkräfte, Führungspositionen zu übernehmen, die Einrichtung der Großtagespflegestelle VIEROLINO mit der Übernahme der Betreuungskosten, das Angebot der Vertrauensarbeitszeit, die Gewährung von bezahltem Sonderurlaub aus familiären Gründen zusätzlich zum 30-tägigen Jahresurlaub oder eine einwöchige ganztägige Sommerferienbetreuung auf dem Betriebsgelände. Insgesamt befand die Jury das Engagement für ein Unternehmen dieser Größenordnung als besonders vorbildlich.

12 Familien-Pluspunkte-Programm
Ebenfalls mit der Vielzahl und Qualität an Maßnahmen und Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat sich das Evangelische Krankenhaus Oldenburg hervorgetan: Ob es zum Beispiel die schriftliche Fixierung dieser Angebote in einem „12 Familien-Pluspunkte-Programm“, die individuellen Arbeitszeiten, die Möglichkeit der Mitnahme des Kindes an den Arbeitsplatz und die Einrichtung von Spielecken, die Einrichtung der Großtagespflegestelle Klinikzwerge, das „Essen to go“, die anteilige Übernahme von Kinderbetreuungskosten, das „Eltern-Starter-Paket“ oder die Unterstützung bei der Auswahl von Ferienangeboten in der Region ist. Insgesamt befanden die Jury-Mitglieder, dass sich das Evangelische Krankenhaus als großes Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit einem stimmigen Gesamtkonzept familien-freundlich aufgestellt und den Beweis erbracht habe, dass dies selbst bei einem 24-Stundenbetrieb möglich ist.

Die Jury bestand aus folgenden Institutionen und Einrichtungen
Handwerkskammer Oldenburg, Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, Arbeitgeberverband Oldenburg und der Stadt Oldenburg. Namentlich bedankte sich Oberbürgermeister Krogmann als Jury-Vorsitzender bei Jürgen Lehmann (Arbeitgeberverband Oldenburg), Klaus Higgen (Handwerkskammer Oldenburg), Björn Schaeper (Oldenburgische IHK), Dr. Frank Lammerding (Amt für Jugend und Familie), Inge von Danckelman (Amt für Personal- und Verwaltungsmanagement) und Klaus Wegling (Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg).

Die undotierte Auszeichnung wurde in 2015 zum fünften Mal verliehen. 2007 sind das Unternehmen Büsing & Fasch (BÜFA) und die Physiotherapiepraxis Dillmann-Willers ausgezeichnet worden, in 2008 erhielt die EWE AG den Preis. LzO und die Firmengruppe Eriksen konnten im Jahr 2010 überzeugen. Preisträger in 2012 waren die Stadtbäckerei Schröder und die Oldenburgische Landesbank.