Corona-Virus

Informationen der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg für die Oldenburger Wirtschaft!

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg ist Ihre zentrale Ansprechpartnerin für die Belange der Oldenburger Unternehmen und informiert Sie nachfolgend über Hilfen und Fördermöglichkeiten, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus in Oldenburg aktiv und frühzeitig zu begegnen. (Überblick, Stand: 27. März 2020)

AKTUELL: NBank-Anträge auch per E-Mail stellen! Niedersachsen-Soforthilfe-Zuschuss und Niedersachsen-Liquiditätskredit

Anträge für den Niedersachsen-Soforthilfe-Zuschuss und den Niedersachsen-Liquiditätskredit sollen laut NBank wegen Überlastung der Server ab Freitag, 27. März 2020 abends auch per E-Mail gestellt werden können.

Die Wirtschaftsförderung empfiehlt, die Antragstellung sehr kurzfristig vorzunehmen, da ein erhebliches Antragsvolumen erwartet wird! Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an!

Wie sehen die Förderungen aus?

Niedersachsen-Soforthilfe Corona – Überblick

Zielgruppe: kleine gewerbliche Unternehmen, Angehörige der freien Berufe (bis 49 Beschäftigte; 1 bis 10 Millionen Euro Jahresumsatz oder 10 Millionen Euro Jahresbilanzsumme) und Solo-Selbstständige

Umfang: einmalige Soforthilfe als Zuschuss

Zuschuss-Staffelung:
- bis 5 Beschäftigte:        3.000 Euro
- bis 10 Beschäftigte:      5.000 Euro
- bis 30 Beschäftigte:    10.000 Euro
- bis 49 Beschäftigte:    20.000 Euro

Voraussetzungen:

  • Erklärung über eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder einen Liquiditätsengpasses
  • Betriebsstätte in Niedersachsen
  • ausgefüllte und unterzeichnete De-minimis-Erklärung (siehe Antragsportal NBank)
  • Nachweis der Unternehmung (zum Beispiel Anmeldung Selbständigkeit beim Finanzamt, Umsatzsteuernummer, Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Kopie Genossenschaftsregister)
     
  • Detaillierte Informationen zur Corona-Soforthilfe »

Niedersachsen-Liquiditätskredit – Überblick

Zielgruppe: freiberuflich Tätige, Kleinstunternehmen, kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Umfang: bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten

Darlehensbetrag: 5.000 Euro bis 50.000 Euro

Darlehenskonditionen: 10 Jahre Laufzeit, in den ersten 2 Jahren zinsfrei, die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf der ersten 2 Jahre ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten; keine Besicherung erforderlich

Tilgung: 2 Jahre tilgungsfrei; vorzeitige ganz oder außerplanmäßige Tilgung ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich

NEU! Die Hotline der NBank hat ihre Sprechzeiten erweitert:

  • montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr
  • samstags von 9 bis 15 Uhr
    (bis einschließlich Samstag, 4. April 2020)
  • Telefon 0511 30031-333 oder beratung(at)nbank.de »

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Eckpunkte des Corona-Soforthilfe-Programms der Bundesregierung – Anträge ab KW 14

Die Bundesregierung hat am Montag, 23. März 2020, ein „Corona-Schutzschild für Deutschland“ in Höhe von 156 Milliarden Euro beschlossen, das neben Verbesserungen unter anderem in der Gesundheitsversorgung, steuerlichen Hilfen, auch  ein „Corona-Soforthilfe-Programm für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ und einen „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ insbesondere für Großunternehmen enthält:

Eckpunkte des Corona-Soforthilfe-Programms für Kleinstunternehmen und Soloselbständige:

Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten

  • bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
     

Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für 2 weitere Monate eingesetzt werden.

Ziel: Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, unter anderem durch laufende Betriebskosten, wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und ähnliches (auch komplementär zu den Länderprogrammen)

Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.

Antragstellung: möglichst elektronisch; Existenzbedrohung beziehungsweise Liquiditätsengpass bedingt durch Corona sind zu versichern.

Bewilligung: Bearbeitung der Anträge, Auszahlung und gegebenenfalls Rückforderung der Mittel durch Länder/Kommunen

Kumulierung mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, aber auch mit bestehenden De-minimis-Beihilfen grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen. Bei der Steuerveranlagung für die Einkommens- oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr wird dieser Zuschuss gewinnwirksam berücksichtigt.

Programmvolumen: 50 Milliarden Euro (bei maximaler Ausschöpfung von 3 Millionen Selbständigen und Kleinstunternehmen über 3+2 Monate)

Anträge ab nächste Woche: Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat am Dienstag, 24. März 2020, die Antragstellung ab nächster Woche in Aussicht gestellt.

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Wie hilft die Stadt Oldenburg? - Senkung/Aussetzung Gewerbesteuervorauszahlung

Von den Folgen der Corona-Krise ist auch die Oldenburger Wirtschaft stark betroffen. Um Umsatzeinbußen abzumildern und finanzielle Schieflagen abzuwenden, hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am 19. März 2020 entschieden, betroffenen Unternehmen und Betrieben das Angebot zu machen, die Gewerbesteuervorauszahlungen zu senken oder bis zum 30. April 2020 kostenfrei auszusetzen. „Wenn sich die jetzige Situation fortsetzt, werden auch zinsfreie Stundungen möglich sein“, kündigt der Oberbürgermeister an.

Senkung oder Aussetzung der Gewerbesteuervorauszahlung
Ein formloser Antrag  mit Darstellung des kausalen Zusammenhangs für den Bedarf der Senkung oder Aussetzung ist per E-Mail zu stellen an:

Ihre Ansprechpartnerinnen

  • A  - EL      0441 235-2387 Frau Rodiek     
  • EM - L      0441 235-2389 Frau Strangmann
  • M - Q       0441 235-4139 Frau Kehmeyer
  • R - Z         0441 235-2388 Frau Lohmann


Mieter städtischer Objekte
Ferner wird die Stadt ihren gewerblichen Mietern von städtischen Objekten, die krisenbedingt in eine Notlage geraten, bei Mietzahlungen entgegenkommen.

Ihre Ansprechpartnerin

  • Frau Petermann
    Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau
    Team Vermietungen
    Telefon: 0441 235-2224

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Informationen für von Schließung betroffene Oldenburger Unternehmen und Einrichtungen

Aufgrund vermehrter Nachfragen wird auf Folgendes hingewiesen:

  • Geschäfte und Einrichtungen, die nach den Allgemeinverfügungen der Stadt geschlossen bleiben müssen: Es liegt hier kein Quarantänefall nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vor!
     
  • Es wird nur dann ein Verdienstausfall gezahlt, wenn Mitarbeiter wegen eines Tätigkeitsverbotes beziehungsweise einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) nicht im Betrieb arbeiten können.
     
  • Wir verweisen auf die verbesserten Möglichkeiten des Bezugs von Kurzarbeitergeld (siehe unten).

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Welche Branchen sind von den Schließungen/Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen?

Auf Weisung der Niedersächsischen Landesregierung hat die Stadt Oldenburg am 17. März 2020 mehrere Allgemeinverfügungen erlassen, die den Maßnahmenkatalog zu den notwendigen Schließungen für den Publikumsverkehr und der Verbote im Einzelnen beinhalten. Hierin sind die Branchen und Betriebe, die von den Einschränkungen erfasst werden, aufgeführt.

Diese Verfügungen gelten bis einschließlich Samstag, 18. April 2020.

Alle zuständigen Stellen in Niedersachsen, also auch die umliegenden Landkreise, werden entsprechende Verfügungen erlassen.

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Was tun bei Liquiditätsproblemen?

Gewerbetreibenden und Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Situation Liquiditätsprobleme haben oder auch in nächster Zeit erwarten, rät die Wirtschaftsförderung, frühzeitig mit den Firmenkundenbetreuungen der jeweiligen Hausbanken Kontakt aufzunehmen.

Zur Vorbereitung auf diese Gespräche sollte überlegt werden, welche Maßnahmen zur Bewältigung der Problemlage selbst ergriffen werden (zum Beispiel Personalkostensenkung durch temporär mögliche Stundenreduzierung bei Beschäftigen, Privatkredite, Tilgungsaussetzung von Krediten ) oder welche Hilfe von den Banken möglich sein könnten. Die Banken erwarten hierfür regelmäßig – soweit nicht bereits vorhanden – den Jahresabschluss 2018, die saldierte BWA Dezember 2019 und eine Liquiditätsplanung zunächst bis mindestens Jahresende 2020.

Die vom Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ermöglichten und im Hausbankenprinzip durchgeleiteten Finanzhilfen/Kredite sind direkt mit den Firmenkundenbetreuungen der Institute abzustimmen.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. hat eine Check-Liste veröffentlicht:

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Welche weiteren Finanzhilfen gibt es? KfW-Corona-Hilfe – Kredite für Unternehmen

Der KfW kommt die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die bestehenden Kreditprogramme wurden verbessert. Insbesondere für Betriebsmittel-Finanzierungen sind die KfW-Programme für notleidende Unternehmen wichtig!

Informationen & Kontakt

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten:

A:  für kleine Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen:
ERP-Gründerkredit–Universell:

  • Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahme
  • Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

B: für Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt bestehen:
KfW-Unternehmerkredit:

  • Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahme
  • Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

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Welche Beratungsangebote bietet das Land Niedersachsen?

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat auf seinen Internetseiten eine Liste mit Ansprechpartnern veröffentlicht, unter anderem zu Fördermöglichkeiten, Landesbürgschaften, arbeitsrechtlichen Fragen, Informationen für Mittelstand und Handwerk, Auswirkungen auf den Verkehrssektor:

Darüber hinaus wurde zu weiteren Themen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft eine Hotline eingerichtet:

  • Hotline: 0511 120 5757 (8 bis 20 Uhr)

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AKTUELL: Crowdfunding als kurzfristige Hilfe? Weitere Unterstützung für Kultur- und Kreativschaffende sowie freiberuflich Selbständige

Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe (siehe auch oben unter: Corona-Soforthilfe-Programm) und weiteren Förderleistungen:

Neue Crowdfunding-Modelle:
Spenden-Plattformen, Vorverkauf-Crowdfunding
Neben klassischen Unterstützungen haben sich in den letzten Tagen neue Crowdfunding-Modelle entwickelt. Die Crowd kann dort mit finanziellen Mitteln helfen, wo durch den Virus beziehungsweise durch die damit verbunden Maßnahmen, soziale und wirtschaftliche Notlagen entstehen. Beim Crowdfunding gibt es verschiedene Modelle, die sich dadurch unterscheiden, was die geldgebende Crowd als Gegenleistung erhält.

Notsituationen können durch gezielte Spenden-Aktionen abgemildert werden. Beim Spenden-Crowdfunding unterstützen Geldgeber ein Projekt, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.
Vorverkauf-Crowdfundings können Künstlern, Selbstständigen und Kleinunternehmern helfen Umsatzausfälle zu abzufedern. Hier erhält die Crowd konkrete oder ideelle Gegenleistungen für ihr Geld. Als Gegenleistung sind unter anderem digitale Angebote denkbar oder Gutscheine für einen späteren Zeitpunkt nach der Krise.

Wichtige Aspekte gerade für Kultur- und Kreativschaffende

Hilfen der Künstlersozialversicherung:

  • Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es bei Versicherten und Abgabepflichtigen in der Künstlersozialversicherung zu Einnahmeausfällen unter anderem durch abgesagte Veranstaltungen, zurückgegebene Tickets, et cetera.
  • Bei Versicherten, deren Einkommensprognose sich verändert hat, besteht die Möglichkeit, der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden den geänderten Verhältnissen angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten können zudem individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden.
  • Bei abgabepflichtige Unternehmen können die monatlichen Vorauszahlungen reduziert werden. Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können auch hier individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden.
  • Nähere Informationen und Antragsformulare der Künstlersozialkasse »


Steuerliche Hilfsmaßnahmen:
Bei unmittelbar vom Coronavirus betroffenen Unternehmen gewähren die Finanzbehörden bis Ende 2020 Stundungen von Steuerschulden. Auch können Steuervorauszahlungen angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet.

An die Bewilligung der Stundung werden dabei keine strengen Anforderungen gestellt. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Anpassung von Vorauszahlungen:
Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen.

Insolvenzrecht:
Im Insolvenzrecht wird die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen ausgesetzt. Für Privatpersonen werden im Fall der Insolvenz bei der Restschuldbefreiung die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie entsprechend berücksichtigt.

Mietrecht:
Für Mietverträge über Grundstücke oder Räume wird das Recht der Vermieter zur Kündigung eingeschränkt. Das bedeutet, dass beispielsweise dem Fotografen nicht das Atelier gekündigt werden kann, wenn er mit zwei Monatsmieten im Rückstand ist.

Darlehen:
Für Darlehensverträge soll eine gesetzliche Stundungsregelung und eine Vertragsanpassung nach Ablauf der Stundungsfrist eingeführt werden. Die Regelungen sind zunächst bis zum 30. September 2020 befristet.


GEMA:
Die GEMA wird finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle gewähren und dafür bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Darüber hinaus entfallen für die Zeit der behördlich angeordneten Schließung von Betrieben deren GEMA-Vergütungen.

Das von der Wirtschaftsförderung unterstützte Netzwerk cre8 oldenburg » hat einen Überblick über Maßnahmen, die momentan für Kultur- und Kreativschaffende infrage kommen, erstellt:

 

Solo-Selbstständige haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Sie können sich jedoch an ihr zuständiges Jobcenter wenden und prüfen lassen, ob sie Anspruch auf Grundsicherung haben.

Jobcenter Oldenburg

  • Servicecenter:   0441 21970-0
  • Hotline:             0441 21970-1010

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Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld?

Die Bundesregierung hat die Bedingungen für das Kurzarbeitergeld verbessert. Kurzarbeitergeld kann wesentlich dazu beitragen, dass Arbeitnehmer während einer wirtschaftlichen Durststrecke nicht entlassen werden müssen und den Unternehmen – sobald sich die Lage wieder verbessert – weiterhin zur Verfügung stehen. Die Bundesagentur für Arbeit hat am 17. März 2020 über die Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld wie folgt informiert.

Die wichtigsten Neuerungen im Einzelnen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.
  • Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur »  oder
  • unter der Hotline der Arbeitsagentur: 0800 45555 20

Für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur zuständig.
 

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Was ist beim Arbeits- und Sozialversicherungsrecht zu beachten?

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Gibt es Entschädigungen für Beschäftigte und Selbständige in Quarantäne?

HINWEIS: Geschäfte und Einrichtungen, die nach den Allgemeinverfügungen der Stadt geschlossen bleiben müssen: Es liegt hier kein Quarantänefall nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vor!

Für die von Schließung betroffenen Unternehmen werden aktuell bei Bund und Land Programme erarbeitet. Sobald uns hierzu genauere Informationen vorliegen, werden wir Sie hier sofort informieren!

Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen einer Quarantänemaßnahme nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz kommen, erhalten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gemäß Paragraph 56, Absatz 1 IfSG (Infektionsschutzgesetz) unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung in Geld. Für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls steht ihnen nach Paragraph 56, Absatz 2 und 3 IfSG das Entgelt in Höhe des Verdienstausfalls zu. Die ausgezahlten Beträge werden der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber auf Antrag von der für die Anordnung der Quarantäne zuständigen Behörde ersetzt. Ab der siebten Woche wird die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes nach Paragraph 47, Absatz 1 des Fünften Buches des Sozialgesetzbuchs direkt von der zuständigen Behörde gewährt.

Selbstständige stellen den Antrag direkt beim Landkreis oder der kreisfreien Stadt. Wenden Sie sich bitte an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg, das Ihnen die Antragsunterlagen zusendet:


Eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz kann unter folgender Voraussetzung gewährt werden:

  • Verdienstausfall wegen eines Tätigkeitsverbotes beziehungsweise einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Eine Entschädigung kann nicht gezahlt werden:

  • an Eltern ohne Tätigkeitsverbot, deren Kinder wegen eines Besuchsverbotes gemäß IfSG keine Betreuungseinrichtung besuchen durften
  • für die Zeit einer Krankschreibung oder Krankmeldung(!)
  • für Auszubildende, die aus einem in ihrer Person liegenden Grund unverschuldet verhindert sind, ihre Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis zu erfüllen (gemäß Paragraph 19, Absatz 1, Ziffer 2, Buchstabe b BBiG)
  • bei fehlender Tarifregelung für eine relativ unerhebliche Zeit des Tätigkeitsverbotes (nach Paragraph 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB))
  • bei anderweitigem, entlohntem Einsatz im Betrieb
  • bei vertraglichen oder tarifrechtlichen Verpflichtungen des Arbeitgebers zur Lohnfortzahlung

Die Stadt Oldenburg hat ein Merkblatt zusammengestellt:

Bei Fragen zum Infektionsschutzgesetz:
Stadt Oldenburg (Oldb), Gesundheitsamt

  • Allgemein: Michael Klaaßen, Telefon 0441 235-8636, | Maike Riechen, Telefon 0441 235-8637
  • Fragen zur Entschädigung: Claudia Wehming, Telefon 0441 235-8621

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Stadt informiert über die Lage vor Ort

Die Stadt Oldenburg hält die Bürgerinnen und Bürger auf ihrer Homepage über Schutzmaßnahmen, Anordnungen und die aktuellen Entwicklungen vor Ort ständig auf dem Laufenden:

Bürgerbrief E-Mail-Abo: Sie können sich aber auch aktuelle Mitteilungen der Stadt Oldenburg werktäglich per E-Mail zustellen lassen:

HINWEIS: Der Stadt Oldenburg ist es aus rechtlichen Gründen nicht möglich, Gewerbetreibende und Unternehmen bei Liquiditätsproblemen mit Fremdmitteln zu unterstützen.
 

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Weitere Informationen für Unternehmen und Freiberufler

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Corona-Virus
(Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen, et cetera):

  • Telefon 030 34646-5100
  • Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
  • Freitag 8 bis 12 Uhr

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Sie haben darüber hinaus weitere Fragen?

Wenden Sie sich an die Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg:

Weiterhin stehen Ihre bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung:


Das Team der Wirtschaftsförderung wünscht Ihnen alles Gute! Bleiben Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund!
 

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