Großer Schub für Medizinwirtschaft in Oldenburg

Bei der Entwicklung einer Gewerbefläche in der Nähe des Klinikums zum Standort für Medizintechnik kann die Stadt auf die Unterstützung des Landes setzen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Freitag, 20. Januar 2017, einen Förderbescheid in Höhe von 3,4 Millionen Euro übergeben. „Mit der Förderung tragen wir der enormen Bedeutung der Medizinwirtschaft für unsere Gesellschaft Rechnung. Oldenburg ist hierfür der ideale Standort“, sagt Wirtschaftsminister Olaf Lies.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedankte sich beim Land für die umfangreiche Förderung und sieht die Medizinwirtschaft auf einen guten Weg. „Dieser Wirtschaftszweig hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Branchenschwerpunkt in Oldenburg und einem der Zukunftsfelder für die Wirtschaft und die Wissenschaft entwickelt. Auf diesem Gelände werden in den kommenden Jahren zahlreiche Arbeitsplätze entstehen“, erwartet der Oberbürgermeister.

Attraktiver Standort für MediTech-Quartier
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hat die Stadt Oldenburg Ende 2015 das ehemalige ACC-Gelände im Stadtteil Kreyenbrück erworben. Auf diesem circa 6,3 Hektar großen Areal soll das Quartier „MediTech Oldenburg“ (MTO) eingerichtet werden. Hier sollen Flächen entstehen für Unternehmen aus Bereichen wie Life Sciences und Public Health sowie für Labore, Büros oder Seminarräume für die klinische Forschung. Auch für Hochschulausgründungen oder Firmen, die mit ihrem Angebot die Nähe zu Patienten oder klinischen Studien benötigen, ist der Standort attraktiv.

Das MTO ist neben dem neuen Technologiepark (TPO) in Wechloy das wichtigste Entwicklungsprojekt für den Technologiestandort Oldenburg. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat aus Mitteln des Landes Niedersachen und des Bundes, sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung für die Revitalisierung des zurzeit noch brachliegenden Industriegeländes einen Zuschuss in Höhe von 3.390.000 Euro bewilligt. Mit diesem Zuschuss werden der Abbruch des umfangreichen Gebäudebestandes und die innere Erschließung des neuen Quartiers zu 75 Prozent gefördert.

Abbrucharbeiten sollen 2018 starten
Aktuell werden die Abbrucharbeiten bereits vorbereitet. Für die Ausschreibung sind zunächst zeitaufwändige Massenermittlungen erforderlich. Der eigentliche Abbruch soll 2018 starten, ebenso die innere Erschließung. Im städtischen Haushalt sind die notwendigen Mittel für diese Arbeiten bereits veranschlagt.