Neue Zuschüsse für Tagespflegeeinrichtungen

Der Rat der Stadt Oldenburg hat am 24. Juni 2013 eine deutlich verbesserte Förderung für den Bereich der Kindertagespflege beschlossen. Die bisherige Vergütung der Tagespflegepersonen von 3 Euro pro Stunde und Kind entsprach nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen an eine leistungsgerechte Vergütung. Die Stadt hat daher in obiger Sitzung beschlossen, den Vergütungssatz ab dem 1. Januar 2014 auf 4,50 Euro zu erhöhen. Damit wird dann auch dem gesetzlich geforderten Grundsatz der Gleichwertigkeit der Kindertagespflege mit der institutionellen Kindertagesbetreuung in Krippen und Kindergärten entsprochen.

Reform hilft Einkommensschwächeren

Gleichzeitig wird eine von den freien Kindertagesstätten-Trägern und vielen Eltern geforderte Gleichbehandlung hinsichtlich der Bemessung der Elternbeiträge umgesetzt. Für alle Betreuungsarten in Oldenburg (Krippe, Kindergarten, Hort, Jugendhilfeangebot zur Betreuung an Ganztagsschulen sowie Kindertagespflege) gilt der gleiche Maßstab für die Berechnung des Elternbeitrages. Damit wird vermieden, dass sich insbesondere einkommensschwächere Eltern beispielsweise eine Tagesmutter nicht leisten können, weil neben dem Elternbeitrag eine zusätzliche Zahlung an die Tagesmutter zu leisten ist.

Zusätzliche Sachkostenförderung für Großtagespflege

Diese aus sozial- und familienpolitischer Sicht gerechtere Lösung für die Eltern bedeutet aber auch, dass die Anbieter der Kinderbetreuung (zum Beispiel Großtagespflegestellen) ab 1. Januar 2014 auskömmlich gefördert werden müssen, um ab dem gleichen Tag auf zusätzliche Beiträge der Eltern verzichten zu können. Deshalb wird die betriebliche Großtagespflege zukünftig entgegen anderslautender Medienberichte und Leserbriefe nicht nur wie sonstige Kindertagespflegepersonen ab 1. Januar mit 4,50 Euro gefördert, sondern darüber hinaus mit 50 Prozent aller notwendigen Sachkosten. Bei privaten Großtagespflegestellen werden die angemessenen Sachkosten vollständig übernommen. Dies können beispielsweise Mietkosten und weitere gebäudespezifischen Bewirtschaftungskosten, wie Reinigung und Gartenpflege sein. Damit wird der besonderen Kostensituation im Unterschied zu einer einzelnen Tagespflegeperson Rechnung getragen.

Auch Förderung der Sozialversicherungsbeiträge beschlossen

Darüber hinaus werden bei festangestellten Tagespflegepersonen die hälftigen Sozialversicherungsbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung von der Stadt übernommen. Der Rat der Stadt Oldenburg hat somit eine höhere Bezuschussung als bisher beschlossen. Das Amt für Jugend, Familie und Schule wird die Details der – ab 1. Januar 2014 beginnenden – Förderung im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 29. August 2013 allen Großtagespflegestellen vorstellen.