Veränderungen bei der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“

Sitzungen in Zukunft gemeinsam mit dem RZI

Die bisherige Projektstruktur der Arbeitsgruppe (AG) „Inklusion an Oldenburger Schulen“ wurde entwickelt und umgesetzt von Prof. Dr. Holger Lindemann von der Medical School Berlin (ehemals Universität Oldenburg). Er leitete bis November 2019 in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg die Sitzungen der AG, übernahm die Prozessbegleitung und die wissenschaftliche Begleitforschung. Nach mittlerweile über sieben Jahren guter Zusammenarbeit wird Prof. Dr. Holger Lindemann zum Jahresende 2019 die Leitung der AG abgeben. Die Arbeitsgruppe wird nun gemeinsam vom Amt für Schule und Bildung und der Niedersächsischen Landesschulbehörde getragen.

 „Mit der Einführung des Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrums Inklusive Schule (RZI) durch die Landesschulbehörde ist für die Stadt Oldenburg ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Die von der AG bereits gelebte Orientierung an den regionalen Gegebenheiten kann hierdurch fortgeführt werden. Es ist ein folgerichtiger Schritt, unser Projekt der Bürgerbeteiligung und Mitsprache nun in eine neue Form der Zusammenarbeit zu integrieren und Parallelstrukturen zu vermeiden. Oldenburg ist sehr gut aufgestellt, um den eingeschlagenen Weg der Inklusion gemeinsam mit der Landesschulbehörde erfolgreich fortzuführen“, zieht Lindemann eine positive Bilanz.

Dem schließt sich Sozialdezernentin Dagmar Sachse an: „Das Projektmanagement durch Prof. Dr. Lindemann hat maßgeblich zu der positiven Gestaltung von Inklusion in Oldenburger Schulen beigetragen. Die entwickelten Arbeitsweisen werden den Prozess weiter tragen und sind zudem auch für andere Bereiche in der Stadt prägend.“

Arbeitsweise und Ziele der AG
Die AG setzt sich seit 2012 für gute Rahmenbedingungen in der schulischen Inklusion ein. Viele Empfehlungen wurden unter breiter Beteiligung aller Interessensgruppen erarbeitet, durch die entsprechenden politischen Gremien beschlossen und stadtweit umgesetzt. So sind beispielsweise ein Einschulungsverfahren, Raumstandards oder ein Konzept zur Schulbegleitung auf den Weg gebracht worden.

Auszeichnung mit Jakob Muth-Preis
2017 wurde die AG in Anerkennung ihrer herausragenden Arbeit mit dem renommierten Jakob Muth-Preis für inklusive Schule ausgezeichnet. Der Preis wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bertelsmann Stiftung erstmals an eine Arbeitsgruppe als Verbund verliehen.

Weitere Informationen

Nächster Sitzungstermin am 15. Januar 2020
Die nächste Sitzung der AG ist für den 15. Januar 2020 (14 bis 16 Uhr) geplant. Eingeladen sind alle an schulischer Inklusion Interessierten.