Oldenburger Ausbildungsmodell ist gestartet

Das Projekt „Oldenburger Ausbildungsmodell - Betriebliche Ausbildungsvorbereitung im Oldenburger Bildungscluster“ (OLAM) in der Region Oldenburg hat seine Arbeit aufgenommen. Die Stadt Oldenburg (als Trägerin) wird in den nächsten drei Jahren mit den Kooperationspartnern bbf sustain und dem Institut für ökonomische Bildung (IÖB) für ein Strukturentwicklungsprojekt in der Region Oldenburg zusammenarbeiten.

Inhaltlich geht es um die Frage, wie Unternehmen unterstützt werden müssen, um auch in Zukunft ihre Fachkräftelücke nachhaltig schließen zu können. „Insbesondere werden kleinere und mittelständische Unternehmen im Focus sein, denen wir helfen wollen, auch mit benachteiligten Jugendlichen vernünftige und für alle Seiten zufriedenstellende Ausbildungssituationen zu gestalten“, so Ulrich Folger (bbf sustain/Stadt Oldenburg).

Die Grundlage für das Projekt OLAM liefert das Netzwerk rund um das städtische Team Wendehafen. Hier sind nicht nur alle relevanten Schulen, Bildungsträger und Hilfseinrichtungen zusammengefasst, sondern auch Institutionen wie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter der Stadt. Als entscheidende Partner sind nicht zuletzt die Unternehmen sowie die Kammern und weitere Unternehmensverbände im Boot. „Nur ein virtuoses Zusammenspiel aller wichtigen Partner garantiert den Erfolg eines derartigen Projektes“, erklärt Matthias Welp (Stadt Oldenburg), Teamleiter vom Team Wendehafen.
Kernstück des Projektes wird die sogenannte betriebliche Berufsausbildungsvorbereitung werden. Unternehmen werden darauf vorbereitet, mit  jungen Menschen zu arbeiten, die mit weniger guten Schulabschlüssen auf den Arbeitsmarkt kommen. Mediationsangebote etwa werden somit fester Bestandteil des Projektes sein. In Beratungs- und Hilfsangeboten sollen Betriebe dabei unterstützt werden, eine Klientel auszubilden, die in der Vergangenheit nicht immer „erste Wahl“ bei den Unternehmen war.

Zur Strukturverbesserung soll auch die Schulung von Unternehmen dienen. In Trainings und individuellen Beratungssituationen sollen Betriebe auf zukünftige  Ausbildungsbedingungen vorbereitet werden. Auch die potenziellen Auszubildenden bekommen bei Bedarf eine Schulung. Darin soll ihnen der betriebliche Alltag nähergebracht werden. Es wird darauf ankommen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die viele Ausbildungsabbrüche schon im Vorfeld vermeiden helfen. Der Projektpartner IÖB sorgt in enger Zusammenarbeit mit wigy e. V. dafür, dass die Fortbildungen organisiert und durchgeführt werden. Auch die Frage der inhaltlichen Strukturierung von vorbereitenden Praktika wird dabei eine Rolle spielen.

Das Projekt wird drei Jahre Zeit haben, um sich in der Region nachhaltig zu etablieren. Gefördert wird es vom Europäischen Sozialfond und dem Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn. Zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung wird gewährleistet, dass nicht nur Geld in die Region fließt, sondern auch zur nachhaltigen und adäquaten Strukturverbesserung verwendet wird.

Ansprechpartner sind Matthias Welp (Stadt Oldenburg) unter Telefon 0441 2190677 und Ulrich Folger (Stadt Oldenburg/bbf sustain) unter Telefon 0441 36116631.

 

31.01.2015