Was macht eigentlich der Fachdienst Sicherheit und Ordnung?

Mein Name ist Paula, ich bin 17 Jahre alt und mache zurzeit ein zweiwöchiges Praktikum im Pressebüro der Stadt Oldenburg. Von dort aus wird sich um die öffentliche Repräsentation der Stadt gekümmert: Presseanfragen werden bearbeitet, Pressemitteilungen veröffentlicht, Flyer und Broschüren erstellt und die Website instandgehalten.

Heute war ich bei einem Termin im Fachdienst für Sicherheit und Ordnung. Dort sind 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die sowohl im Büro als auch im Außendienst eingesetzt werden.

Die Tätigkeit dieses Amtes ist in vier Aufgabenbereiche eingeteilt:

  • Gewerbe (hier werden An-, Um- und Abmeldungen geregelt und es wird für den Gewerbeschutz gesorgt)
  • Gefahrenabwehr (zu den Aufgaben zählen die Überprüfung der Gefahrenmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern und die Durchsetzung des Waffengesetzes)
  • Bußgeld (vom Zentralen Außendienst ausgestellte Strafgelder werden eingefordert)
  • Marktverwaltung (hier beschäftigt man sich mit der Planung und Durchführung von Wochenmärkten, dem Lambertimarkt sowie dem Kramermarkt)

Bei unserem Besuch haben wir mit zwei Mitarbeitern des Amts gesprochen. Zuerst trafen wir Kersten Mittwollen, Marktmeister der Stadt Oldenburg. Er erzählte uns von seinen vielfältigen Aufgaben. Da wollte ich gerne wissen, was ihm am meisten gefällt. „Ich finde den Einsatz auf dem Kramermarkt am spannendsten, da dort so viel passiert“, antwortete Mittwollen.

Im Anschluss durfte ich Axel Sieling bei seiner Arbeit begleiten. Axel Sieling ist einer der Zuständigen für die Verwaltung der vier Oldenburger Wochenmärkte. Er kontrolliert die Märkte bereits seit vielen Jahren, daher kennt er die Stände in und auswendig. „Der Wochenmarkt am Pferdemarkt gefällt mir wegen seiner hohen Auswahl am besten, nur die Käsestände sind nichts für mich“, scherzt Sieling. Eine seiner Aufgaben ist die Organisation der Märkte, dabei muss jeder Stand eine Miete zahlen. Die Höhe der Miete ist abhängig von der Frontfläche und den Fahrzeugen der Standinhaber. Die meisten der Standbesitzer sind regelmäßig dort und zahlen ihre Standmiete schon im Voraus, bei einigen muss Sieling jedoch die Standgebühren in bar einkassieren. Dabei habe ich ihn heute begleitet. Er prüft außerdem, ob unangemeldete Stände auf dem Marktplatz stehen. Aber heute waren alle Stände ordnungsgemäß angemeldet.

Marlen und Mia (beide 10 Jahre alt) waren im Rahmen des Zukunftstages zu Besuch im Amt für Sicherheit und Ordnung. Sie beide kannten diesen Beruf von ihren Eltern und waren durch die Erzählungen über diese Arbeit sehr interessiert daran. Nach den gewonnenen Eindrücken könnten sie sich diesen Job gut für ihre Zukunft vorstellen.