Delegation tauscht sich über berufliche Bildung, Fachkräftegewinnung und grenzüberschreitende Chancen aus
Oldenburg und Groningen stärken Zusammenarbeit bei Ausbildung und Fachkräftesicherung
21.09.2026
Oldenburg. Wie können berufliche Bildung, Ausbildung und Fachkräftesicherung grenzüberschreitend weiterentwickelt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Oldenburger Delegation vom 16. bis 18. September bei einem Besuch in der niederländischen Partnerstadt Groningen. An der dreitägigen Reise nahmen unter anderem der Schulleiter und Mitglieder des Schulvorstands der BBS Wechloy, Vertreterinnen und Vertreter von Ausbildungsunternehmen sowie Mitarbeitende der Stadt Oldenburg teil. Auf dem Programm standen Gespräche mit dem Rijnland-Institut am Alfa College, der School of Hospitality des Noorderpoort College, dem Akkoord van Groningen und Make it in the North und einer EURES/GrenzInfoPunkt-EDR-Beraterin sowie Besichtigungen des Energiehub050 der Suiker Unie und des Hof van Saksen.
Die Reise wurde von der BBS Wechloy und der Stadt Oldenburg gemeinsam vorbereitet und durchgeführt. „Der direkte Austausch mit unseren niederländischen Partnern ist besonders wertvoll, weil wir dabei nicht nur voneinander lernen, sondern auch ganz konkrete Anknüpfungspunkte für weitere Kooperationen entwickeln können. Solche Begegnungen beleben unsere Städtepartnerschaft – und stärken die grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, betont Oliver Pundt, Schulleiter der BBS Wechloy.
Was waren die Schwerpunkte des Delegationsreise?
Im Mittelpunkt standen die Strukturen der beruflichen Bildung in den Niederlanden, internationale Mobilität sowie die Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und Kommunen. Besonderes Augenmerk galt dem Ausbildungsbereich Tourismus und der Frage, wie junge Menschen und Fachkräfte grenzüberschreitend gefördert werden können.
Auch Strategien zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften wurden thematisiert. Bei einem Austausch mit einer EURES/GrenzInfoPunkt-EDR-Beraterin ging es zudem um grenzüberschreitendes Arbeiten und Studieren, die Beratung von Grenzpendlerinnen und Grenzpendlern sowie binationale Studiengänge.
Bei Betriebsbesichtigungen der Suikerunie und des Hof van Saksen erhielt die Delegation Einblicke in innovative Arbeitsfelder, betriebliche Ausbildung und die Verbindung von Theorie und Praxis. Die Besichtigung des entstehenden Energie-Hubs bei der Suikerunie zeigte zudem die Bedeutung von Kooperationen für zukunftsorientierte Ausbildungs- und Arbeitsfelder.
Wie geht es nach dem Austausch weiter?
Die gewonnenen Kontakte und Erfahrungen sollen in die weitere Zusammenarbeit zwischen Oldenburg und Groningen sowie in die internationalen Aktivitäten der BBS Wechloy einfließen. Die Städtepartnerschaft bietet dafür eine gewachsene Grundlage: Bereits heute bestehen vielfältige Kooperationen in Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Kultur und kommunaler Zusammenarbeit. Ein besonderes Beispiel ist die European Medical School Oldenburg-Groningen, der binational ausgerichtete Medizinstudiengang der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Rijksuniversiteit Groningen.
Mit dem Austausch im Bereich der beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung kommt ein weiterer wichtiger Baustein hinzu. Die Reise hat gezeigt, dass die Städtepartnerschaft eine gute Grundlage dafür bietet, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und kommunale Akteure noch stärker miteinander zu vernetzen und konkrete grenzüberschreitende Kooperationen zu entwickeln.
Wo kann man mehr erfahren?
Weitere Informationen zu den internationalen Beziehungen der Stadt Oldenburg und der Städtepartnerschaft zu Groningen gibt es unter www.oldenburg.de/partnerkommunen.

Zuletzt geändert am 21. September 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026