Zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz auf dem Buchmarkt und im Kinderzimmer – Offen für alle Interessierten
Vorträge und Podium zur KIBUM: Bringt KI das Kinderbuch in Gefahr?
05.11.2026
Oldenburg. Anlässlich der diesjährigen KIBUM stellt die Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (OlFoKi) das Thema Künstliche Intelligenz in den Fokus: Unter dem Titel „Geschichten in Gefahr?“ beschäftigen sich verschiedene Vorträge damit, wie KI den Kinderbuchmarkt beeinflusst – von der Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Buchbranche über die Erwartungen an Kinderbücher bis zu KI-basierten Storybots für Kinder. In einer anschließenden Abendveranstaltung diskutieren Sybille Hein (Illustratorin/Autorin), Barbara Müller (Geschäftsführerin der avj – Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V.), Ralf Schweikart (Literaturkritiker/Juror) und Elena Ziegler (Literaturwissenschaftlerin/Künstlerin) über das Thema, moderiert von Dr. Ella Margaretha Karnatz (OlFoKi). Die Vorträge finden am Donnerstag, 19. November, von 14 bis 16 Uhr, die Podiumsdiskussion ab 18 Uhr im BIS-Saal der Universitätsbibliothek statt. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und für alle Interessierten offen.
Welche Rolle spielt KI im Kinder- und Jugendbuch?
In den letzten Jahren sind zunehmend KI-generierte Kinderbücher in den Handel gekommen. Unter anderem über Selbstverlage können KI-Bücher schnell hergestellt und über die großen Verkaufsplattformen vermarktet werden. Das scheint lukrativ zu sein. Wie sollen und können Verlage, Autorinnen und Autoren damit umgehen? Welche Form der KI-Nutzung wird toleriert oder sogar gewünscht? Welche Möglichkeiten bietet der Einsatz von KI beim Schreiben? Wie bleiben kreative Berufe geschützt?
Wie können Leserinnen und Leser mit KI im Kinder- und Jugendbuch umgehen?
Für die Leserschaft sind KI-generierte Bücher nicht immer leicht von denen zu unterscheiden, die ohne KI geschrieben und gestaltet werden: Was für Texte entstehen durch KI? Sollten oder müssen Bücher, die mit KI erstellt wurden, gekennzeichnet werden? Wenn ja, ab welchem Nutzungsgrad? Braucht das Lesepublikum, brauchen Kinder, Eltern, Lehrende und weitere Vermittlerinnen und Vermittler neues Wissen und neue Kompetenzen, um KI-Texte zu erkennen? Diese und weitere Fragen werden die Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, der Kultur- und der Buchbranche gemeinsam diskutieren und ergründen, wie ‚gute‘ Kinderbücher in diesem Umfeld bestehen können.

Zuletzt geändert am 5. November 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026