Ziel sind Empfehlungen für eine sozial gerechte und bezahlbare Wärmewende
Wärmewende-Beirat nimmt seine Arbeit auf
13.10.2026
Oldenburg. Die Stadt Oldenburg arbeitet daran, bis 2035 klimaneutral zu werden. Eine zentrale Aufgabe auf diesem Weg ist die Wärmewende: die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung. Damit dieser Wandel gelingt und zugleich sozial gerecht und bezahlbar bleibt, braucht es unterschiedliche Perspektiven und gemeinsam getragene Lösungen.
Hier setzt der neue Wärmewende-Beirat an. Er begleitet die Umsetzung des Oldenburger Wärmeplans und erarbeitet Empfehlungen für die weitere Gestaltung der Wärmewende. Der Stadtrat hatte im Juni sowohl den Oldenburger Wärmeplan als auch die Einrichtung des Wärmewende-Beirats beschlossen. Mit seiner konstituierenden Sitzung am 9. und 10. Oktober hat das Gremium nun seine Arbeit aufgenommen.
Viele Perspektiven für eine tragfähige Wärmewende
Im Wärmewende-Beirat kommen rund 30 Akteurinnen und Akteure aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und organisierter Zivilgesellschaft zusammen. Das Gremium bringt damit unterschiedliche Erfahrungen, Interessen und Fachkenntnisse an einen Tisch. Gemeinsam sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die weitere Umsetzung der Wärmewende in Oldenburg entwickelt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung gelingen kann, ohne die Menschen aus dem Blick zu verlieren: Die Wärmewende soll langfristig tragfähig, sozial gerecht und bezahlbar sein. Der Beirat arbeitet damit an einer Zukunftsaufgabe, die viele Bereiche des Lebens in Oldenburg betrifft. Seine Empfehlungen sollen dazu beitragen, unterschiedliche Anforderungen zusammenzuführen, Zielkonflikte sichtbar zu machen und tragfähige Lösungen für die Stadtgesellschaft zu entwickeln.
Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen in ein Empfehlungspapier einfließen, das dem Rat der Stadt Oldenburg zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wird. Insgesamt sind vier ganztägige Sitzungen zwischen Oktober 2026 und Februar 2027 vorgesehen.
Professionelle Begleitung und wissenschaftliche Perspektive
Der Wärmewende-Beirat wird im Rahmen eines Förderprojekts durch die Berlin Governance Platform professionell begleitet und moderiert. Grundlage des Formats ist das Konzept der Kommunalen Entwicklungsbeiräte, das bereits in mehreren Kommunen in Deutschland erprobt wurde. Die Stadt Oldenburg wurde zuvor von einer Fachjury als Partnerkommune ausgewählt, um den innovativen Ansatz im Kontext der Wärmewende zu erproben und weiterzuentwickeln. Forschende der Leuphana Universität Lüneburg und der Freien Universität Berlin begleiten den Prozess wissenschaftlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bearbeitung von Konflikten, die bei kommunalen Transformationsprozessen entstehen können.
Austausch mit der Stadtgesellschaft
Die Arbeit des Wärmewende-Beirats soll nicht hinter verschlossenen Türen bleiben. Wesentliche Zwischenergebnisse des Prozesses sollen öffentlich kommuniziert und mit der Stadtgesellschaft diskutiert werden. Dazu sind Dialogformate geplant, die Informationen zur Wärmewende vermitteln und Raum für Rückmeldungen und eigene Ideen schaffen. So können auch Perspektiven aus der Stadtgesellschaft in den weiteren Prozess einfließen.
Ziel ist eine Wärmewende, die in Oldenburg nicht nur ökologisch wirksam, sondern auch sozial ausgewogen und wirtschaftlich tragfähig ist – und damit gute Voraussetzungen für eine klimaneutrale Zukunft schafft.

Zuletzt geändert am 13. Oktober 2026
Zuletzt geändert am 1. September 2026