Vor über 30 Jahren ging Oldenburg ans Netz – als eine der ersten Städte in Deutschland mit einer eigenen Website. Was heute selbstverständlich erscheint, war 1995 ein mutiger Schritt in die digitale Zukunft: Informationen rund um eine Stadt auf einer eigenen Internetseite verfügbar zu machen. Seitdem hat sich viel getan – aus einer schlichten Infoseite wurde ein vielfältiger Informationskanal für Bürgerinnen, Bürger und Gäste der Stadt. Wir blicken zurück auf drei Jahrzehnte digitaler Stadtgeschichte, auf Meilensteine und auf die Frage: Wie sieht die Website heute aus?
Wie alles begann...
Von HTML zum Redaktionssystem
Alles hat einen Anfang, so auch die Website www.oldenburg.de: Am 19. Dezember 1995 um 15 Uhr fiel der offizielle Startschuss: Der damalige Oberstadtdirektor Heiko Wandscher und die damals 18-jährige Schülerin Marina Moye von der Cäcilienschule (sie hatte zuvor den japanischen Internet-Wettbewerb „Junior Summit“ gewonnen) haben den „virtuellen“ Startknopf gedrückt. Ab diesem Zeitpunkt waren Informationen über die Stadt „an jedem Ort der Welt mit einem Personalcomputer aktuell abrufbar“ – so gab es die damalige Pressemitteilung der Stadt Oldenburg bekannt.
Das Foto von Marina Moye wurde mit freundlicher Genehmigung von der Nordwest-Zeitung zur Verfügung gestellt.
Informationen der Stadt waren gefragt
Die Anregung für eine Website kam damals von der Universität Oldenburg, die schon länger im Internet vertreten war. Bei den internationalen Kongressen wurden sie immer wieder nach Infos über Oldenburg gefragt. Das Problem war nur, dass die Seite der Stadt Oldenburg nicht über Server der Universität Oldenburg betrieben werden durfte – daher musste die Verwaltung nach einem kommerziellen Partner suchen. Einig wurde man sich mit der Hamburger Firma „Point of Presence“, die auch eine Niederlassung in Oldenburg hatte. Für den Anfang hat man sich mit der Firma auf eine kostenlose Testphase von drei Monaten verständigt. Zu Anfang gab es rund 50 Seiten. In dieser Zeit gab es sehr positive Rückmeldungen, sodass ein knappes Jahr nach dem Start eine überarbeitete und erweiterte Version der Homepage online ging.
Erste Informationen
Zu Anfang reichte das Informationsangebot von touristischen Inhalten wie Stadtplan und Hotelverzeichnis über die Stadtgeschichte bis hin zu demographischen Daten. Außerdem waren täglich die neusten Pressemitteilungen zu finden. Nutzerinnen und Nutzer der Website konnten sich damals in das elektronische Gästebuch der Stadt eintragen. Die enthaltenen Informationen wurden regelmäßig aktualisiert.
Wie auch 2025, hatte die Website zu Beginn sieben Hauptnavigationspunkte, die neben der Startseite zu weiteren Informationen führten. Die Website konnte von Beginn an monatlich etwa 3.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen, die sich für die Informationen interessierten. In den Monaten Januar bis Oktober 2025 hatte die Website 2.354.990 Besuche und 4.531.149 Seitenansichten.
Entwicklung der Seite
Blick an den Anfang und die Jahre danach
Die Entwicklung der Website begann mit einer grundlegenden Strukturierung in HTML und CSS. Diese frühe Form der Programmierung erforderte viel manuellen Aufwand bei der Pflege der Seite: Jede Formatierung, jeder Absatz, jede Aufzählung und sogar jede kleine Änderung musste mit den entsprechenden Befehlen in spitzen Klammern eingefügt und abgeschlossen werden. Dabei war präzise Arbeit unerlässlich, denn schon der kleinste Fehler konnte die gesamte Seite zerstören. Das Design der Seite stand – es gab auch schon früh ein vorgegebenes Stadtdesign.
Einführung von Typo3
Im Jahr 2005 erlebte die Website dann einen markanten Relaunch durch eine IT-Firma. In diesem Zuge wurde das bisherige System auf ein Redaktionssystem umgestellt – konkret auf Typo3. Allerdings war diese Version von Typo3 noch nicht vollständig ausgereift. Trotz der Unvollständigkeit der Software entschloss man sich, den Relaunch nicht zu verschieben und auf die fertige Version zu warten.
Für die Nutzung von Typo3 werden keine HTML-Kenntnisse benötigt. Praktisch könnte jede beziehungsweise jeder Inhalte einstellen. So wird die Website auch dezentral gepflegt. Das bedeutet, dass die Online-Redaktion die Seiten nicht mehr vollständig selbst pflegt, sondern dass die einzelnen Bereiche ihre Seiten mit ausgebildeten Redakteurinnen und Redakteuren pflegen. In der Verwaltung wird Typo3 auch heute noch genutzt und es gibt über 200 dezentrale Redakteurinnen und Redakteure.
Zum Jahreswechsel 2004/2005 stellte die Verwaltung auf ihrem Internetauftritt erstmals Informationen zu den Öffnungszeiten ihrer Einrichtungen bereit. Zusätzlich wurden schon zu diesem frühen Zeitpunkt Pressemitteilungen der Stadt veröffentlicht, um die Öffentlichkeit zeitnah über relevante Neuigkeiten zu informieren.
Daten, Zahlen und Fakten
Hier geht es zu den Daten, Zahlen und Fakten.
Städtische Informationskanäle
Seit 1995 hat sich www.oldenburg.de zu einem wichtigen Informationskanal entwickelt. Während verschiedener Ereignisse hat die Stadt Oldenburg die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert.
Infos direkt aufs Handy erweitern Informationskanäle
Neben www.oldenburg.de, haben sich auch der Instagram-Kanal „stadt.oldenburg“ (über 40.600 Followerinnen und Follower) und der Bürgerbrief (über 7.000 Abonnentinnen und Abonnenten) zu festen Instrumenten entwickelt, die wichtige Informationen „anteasern“ und dann einen Hinweis auf die Website der Stadt Oldenburg mit ausführlichen weiteren Informationen geben.
In der Stadt Oldenburg gibt es noch weitere Social Media Kanäle.
Website für jede Person zugänglich machen
Damit auch Menschen mit eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten die Website nutzen können, wurde diese bereits 2006 in ein barrierefreies Layout gebracht. Dafür war der junge Oldenburger Internet-Dienstleister „zero-handicap“ aus dem Technologie- und Gründungszentrum (TGO) damals verantwortlich. Für das sogenannte Customizing (Einrichtung sämtlicher benötigter Funktionen für die neue Software) war die Firma „Ecce Terram Internet Services“ zuständig. In den Jahren danach hat sich die Website weiterentwickelt, so auch das barrierefreie Layout. Im September 2020 sind noch die Barrierefreiheit für die ganze Seite, die Leichte Sprache und Gebärdensprache dazugekommen. Seit 2020 sind Kommunen außerdem gesetzlich verpflichtet, die eingestellten Inhalte barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Seit Anfang November 2025 steht auf der Website der Stadt Oldenburg das KI-Modul „Einfache Sprache“ von der Firma Eye-Able® zur Verfügung.
Auch wird das Onlineangebot mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neben der deutschen in verschiedenen weiteren Sprachen angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Chinesisch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, Ukrainisch und Arabisch.
Zuletzt geändert am 18. September 2026



