Die Ergebnisse des diesjährigen Smart City Index des Digitalverbands Bitkom bestätigen: Oldenburg gehört weiterhin zu den besonders engagierten und erfolgreichen Kommunen bei der Digitalisierung. Im aktuellen Ranking der 83 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht Oldenburg 75,6 von 100 Punkten und landet mit Platz 37 im soliden Mittelfeld des bundesweiten Vergleichs. Besonders stark schneidet die Stadt erneut in den Bereichen „Energie und Umwelt“ sowie „IT und Kommunikation“ ab und unterstreicht damit ihre Rolle als zukunftsorientierte Stadt.
Im Themenfeld „Energie und Umwelt“ weit vorne
Im Themenfeld „Energie und Umwelt“ gehört Oldenburg mit 82,8 Punkten zur bundesweiten Spitzengruppe und belegt Rang 6. Der Index bescheinigt der Stadt damit, dass sie beim Einsatz digitaler Technologien für Klimaschutz, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität deutlich über dem Durchschnitt liegt. Bewertet werden hier unter anderem intelligente Straßenbeleuchtung, digitale Energielösungen, Umweltmonitoring, Elektromobilität und emissionsarme Busse. Oldenburg punktet insbesondere mit einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur, einem hohen Anteil an E‑Fahrzeugen sowie dem Einsatz digitaler Systeme zur Steuerung von Energie und Umwelt.
Gute Basis im Bereich „IT und Kommunikation“
Im Bereich „IT und Kommunikation“ erhält Oldenburg 84,4 Punkte und platziert sich damit im vorderen Feld des Rankings (Platz 18). Grundlage hierfür sind leistungsfähige Breitband- und Glasfasernetze, eine hohe 5G‑Verfügbarkeit, sowie der Betrieb einer Open‑Data‑Plattform und eines Geoinformationsportals. Damit werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um digitale Dienste für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zuverlässig bereitzustellen.
Verbesserung bei „Mobilität“
Im Themenfeld „Mobilität“ erreicht Oldenburg 65,9 Punkte und belegt damit Platz 55, was dennoch eine Verbesserung um fünf Plätze bedeutet. Der Index zeigt, dass die Stadt bereits zahlreiche digitale Angebote im Verkehrsbereich etabliert hat – etwa Handyparken, Sharing‑Angebote, Echtzeitinformationen im ÖPNV und eine moderne Verkehrssteuerung – und weiter ausbaut. Ziel ist es, Mobilität komfortabler, umweltfreundlicher und vernetzter zu gestalten, etwa durch multimodale Angebote, bessere Verknüpfung von ÖPNV und Sharing‑Systemen sowie Lösungen für die Logistik auf der „letzten Meile“.
Verwaltung und Gesellschaft bleiben Entwicklungsfelder
Bei der digitalen Verwaltung erreicht Oldenburg mit 74,2 Punkten diesmal Platz 60 (nach Platz 46 im Vorjahr). Oldenburg verfügt seit 2022 über ein Serviceportal und bietet zahlreiche Online-Dienstleistungen, digitale Terminvergaben und E-Payment an. Auch die städtische Website und die Social-Media-Angebote sind Teil der digitalen Kommunikation. Im Bereich „Gesellschaft und Bildung“ erzielt Oldenburg 70,9 Punkte und damit Platz 51. Der Smart City Index betrachtet hier unter anderem die Digitalisierung von Schulen, die Förderung von Digitalkompetenzen, Angebote für ältere Menschen sowie die lokale digitale Szene mit Start‑up‑Hubs, Coworking‑Spaces und Beteiligungsplattformen.
Neuer Index setzt andere Schwerpunkte: Stuttgart auf Rang 1
Der Smart City Index 2026 wurde gegenüber dem Vorjahr inhaltlich weiterentwickelt. Strategische Aspekte der Digitalisierung spielen eine größere Rolle. Dazu zählen unter anderem IT-Sicherheitsmanagement und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Auch beim Themenfeld Energie und Umwelt wurden neue Kriterien wie digitale Wärmeplanung und Energiemonitoring kommunaler Gebäude aufgenommen. Im Bereich Mobilität kamen unter anderem Free-Flow-Parking, KI-basierte Verkehrssteuerung und erweiterte Echtzeitinformationen hinzu. Zudem wurde die Bewertung von Datenplattformen, Open Data, digitalen Bildungs- und Beteiligungsangeboten weiter verfeinert. Deutschlands Spitzenreiter im Smart City Index 2026 ist Stuttgart, das München von Platz 1 verdrängt hat.
Digitalisierung als kontinuierliche Aufgabe
Die Ergebnisse des Smart City Index 2026 zeigen aus Sicht der Stadtverwaltung, dass die digitale Transformation in Oldenburg bereits an vielen Stellen konkrete Wirkung entfaltet – zugleich wird deutlich, dass Digitalisierung eine kontinuierliche Aufgabe ist, die weiterentwickelt werden muss. Dazu zählt der weitere Ausbau von Kommunikationstechnologien wie LPWAN (Low Power Wide Area Network) sowie die stärkere Nutzung der E-Akte und von Dokumentenmanagementsystemen in der Verwaltung.
Ziel ist es, digitale Angebote bürgernah und praxisorientiert weiterzuentwickeln, Verwaltungswege zu verkürzen, die lokale Wirtschaft zu stärken und einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung zu leisten. Dabei geht es nicht allein darum, neue digitale Angebote zu schaffen, sondern auch darum, bestehende Lösungen weiterzuentwickeln, Prozesse innerhalb der Verwaltung zu verbessern und digitale Möglichkeiten noch stärker miteinander zu verknüpfen. Die im Stadtrat beschlossene Digitalisierungsstrategie bildet hierfür den Rahmen.
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Das Ranking des Smart City Index mit den Ergebnissen der deutschen Großstädte ist online auf der Webseite des Smart City Index einsehbar. Die digitalen Services der Stadt Oldenburg sind im Serviceportal zu finden.
Zuletzt geändert am 17. Juli 2026