Begegnungen, Besuche und gemeinsame Projekte prägten das Jahr 2016. Die folgenden Beiträge geben Einblicke in die vielfältigen Kontakte zwischen Oldenburg und Groningen und die lebendige Zusammenarbeit beider Städte.
Erfolgreiche Teilnahme an den Promotiedagen
Mit 15 Firmen und Institutionen präsentierte sich 2016 der „Oldenburg Plein“ das 10. Mal auf den „Promotiedagen“ im niederländischen Groningen. Vom 8. bis 9. November 2016 war der Wirtschaftsstandort Oldenburg auf einem der größten Unternehmertreffen unseres Nachbarlandes vertreten. Höhepunkt des ersten Messetages war der Empfang der Stadt Oldenburg am Abend, an dem rund 70 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus und Verwaltung beider Länder teilnahmen. „Die Promotiedagen haben sich als binationales Unternehmertreffen mittlerweile fest etabliert“, freut sich Klaus Wegling, Leiter der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg über die große Resonanz beim diesjährigen Messeauftritt, „Groninger und Oldenburger Unternehmen tauschen sich in vielen Bereichen eng aus. Im Laufe unserer seit über 25 Jahren bestehenden Partnerschaft sind daraus wertvolle Beziehungen für die wirtschaftliche Entwicklung beider Städte entstanden.“ Konkrete Möglichkeiten einer binationalen Zusammenarbeit entwickelte das Netzwerk der Kreativwirtschaft „cre8 oldenburg“ direkt vor Ort im Rahmen einer Podiumsdiskussion.
Aussteller ziehen positives Fazit
Der zweite Ausstellungstag startete traditionell mit dem Unternehmerbrunch, bei dem die Aussteller gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen durften. Als starke Partner im internationalen Geschäft präsentierten sich anschließend die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, die Deutsch-Niederländische Handelskammer und die Kamer van Koophandel in einem Kurz-Workshop der Oldenburgischen IHK. „Shaping the future of Smart Regions North“ lautete der Titel einer Veranstaltung, die das binationale Netzwerk Smart Regions North auf dem Oldenburg Plein durchführte. Ein positives Fazit ziehen die Aussteller des „Oldenburg Plein“, die viele neue Kontakte knüpfen und bestehende Netzwerke ausbauen konnten.
Partners4Business
Zum neunten Mal trafen sich am 22. September 2016 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Oldenburg und Groningen beim Netzwerktreffen „Partners4Business“, das turnusmäßig wieder in Oldenburg stattfand. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über die Themen Ausbildung und grenzüberschreitende Kontakte. Passender Treffpunkt für den Start der Veranstaltung war das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Oldenburg. Dort gab es neben einem Vortrag zum dualen Ausbildungssystem und einem Best-Practice-Beispiel außerdem ein erstes Matchmaking der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Deutsch-niederländische Handelsbeziehungen standen im Fokus
Der zweite Teil der Veranstaltung in der Galerie der großen EWE Arena widmete sich unter anderem den Chancen und Risiken der deutsch-niederländischen Handelsbeziehungen, darüber hinaus wurde das Enterprise Europe Network vorgestellt, das sich die Vermittlung grenzüberschreitender Kontakte an kleine und mittlere Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat. Auch das Netzwerken kam nicht zu kurz. Bei einem Get-together im Anschluss fanden die Oldenburger und Groninger Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Gelegenheit sich konkret auszutauschen.
Königlicher Kommissar im Rathaus
Der im April 2016 ernannte Kommissar des Königs der „Provincie“ Groningen, René Paas, hat sich im August 2016 ins Gästebuch der Stadt Oldenburg eingetragen. Zusammen mit Groningens Bürgermeister Peter den Oudsten war er zu Gast bei Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Krogmann hält diesen regelmäßigen Austausch für das besondere an der Partnerschaft mit Groningen: „Beide Seiten profitieren von der räumlichen Nähe und der Möglichkeit zu häufigen und unkomplizierten Treffen. Das ist der Vorteil der engen Beziehungen zu Groningen“. Den Oudsten und Paas waren für zwei Tage in Oldenburg, sie besuchten einen Kurs für Verwaltung und Politik in Deutschland bei Denies – Deutsch-Nederlands Plus! Geschäftsführerin Bettina Fabich begleitete die beiden Niederländer auch ins Rathaus. Außerdem stand auch die Besichtigung des Technologie- und Gründerzentrums (TGO) auf dem Programm.
Bürgermeister den Oudsten zu Besuch in Oldenburg
Der Groninger Bürgermeister Peter den Oudsten war am 1. Juli 2016 zu Gast bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Während zwischen den Verwaltungen der beiden Partnerstädte häufige Treffen stattfinden, tauschen sich auch die beiden Bürgermeister ebenfalls regelmäßig über verschiedene Themen aus. Im Oldenburger Rathaus ging es dabei beispielsweise um die Fachkräfte-Initiative. Auf dem Programm stand zudem ein Rundgang über das Fliegerhorst-Gelände. Vor Ort informierte sich den Oudsten über die Entwicklung des Stadtteils und über die aktuellen vorbereitenden Arbeiten. So hat Axel Müller, Leiter des Fachdienstes Liegenschaften, in dessen Zuständigkeit der Fliegerhorst liegt, sowohl historische Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg als auch die zukünftigen Bebauungsentwürfe erklärt. Damit ab 2017/2018 auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände Wohnungen entstehen können, wird vorab eine umfangreiche Kampfmittelsondierung durchgeführt.
Temporäre „Ambassade Bremen & Oldenburg“ in Groningen eröffnet
Am 19. Mai 2016 öffnete die „Ambassade Bremen & Oldenburg“ in der Brugstraat 30 in Groningen ihre Türen. Eröffnet wurde die Botschaft vom Groninger Bürgermeister Peter den Oudsten, dem Oldenburger Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und dem Bremer Staatsrat Ekkehart Siering. Der erste Nachmittag der als Pop up-Store geplanten Ambassade gab einen kleinen Einblick in das Programm. Lesen Sie mehr über die Botschaft.
Mitarbeiter aus Groningen nach Oldenburg entsandt
Im Rahmen der Partnerschaft mit der Stadt Groningen war Paul Spoelstra, Projektmanager der Stadt Groningen, vom 9. bis 11. Mai 2016 in Oldenburg zu Gast. Dabei informierte er sich über die Themen Integration, Flüchtlinge, Arbeitsmarkt und soziale Sicherung. „Oldenburg und Groningen sind durch die gute Erreichbarkeit ideal, um sich grenzüberschreitend auszutauschen und von den Erfahrungen gegenseitig zu profitieren. Dennoch sind die Systeme aber auch die Kultur der Lösungen so unterschiedlich, dass beide Seiten wertvolle Anregungen für ihre Arbeit mitnehmen können. Daher ist ein solcher Personalaustausch so sinnvoll“, beurteilte Oberbürgermeister Krogmann den Besuch von Spoelstra.
Abwechslungsreiche Stationen
Seine erste Station führte ihn zur Stabsstelle Integration, wo er über die Arbeit informiert wurde und erfahren konnte, welche Projekte in Bezug auf Flüchtlinge derzeit in Oldenburg durchgeführt werden. Die Agentur :ehrensache informierte über das ehrenamtliche Engagement der Oldenburger in der Arbeit mit Flüchtlingen. Teil des Programms war ebenfalls ein Besuch der Gemeinschaftsunterkunft Alexanderstraße und des Projektes „Fahrräder für Flüchtlinge“. Außerdem wurde die Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien in Oldenburger Schulen vom Amt für Schule und Bildung vorgestellt. Ein Tag stand für Gespräche mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit über Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte bereit. Im Amt für Teilhabe und Soziales erfuhr Paul Spoelstra Näheres über das deutsche Sozialsystem und die derzeit laufende Umstrukturierung des Amtes. Zudem informierte sich der Gast aus Groningen beim Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) der Stadt Oldenburg. Der Austausch umfasste auch Projekte wie die jüngst eingeführte OldenburgCard.
Zuletzt geändert am 23. September 2026





