Festakt im neuen Stadtmuseum würdigt eine prägende Amtszeit – Olaf Lies, Julia Figura und Jan Arning erinnern an gemeinsame Wege und besondere Momente
Zwölf Jahre Verantwortung, zwölf Jahre voller Entscheidungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge: Mit einem Festakt im neuen Stadtmuseum und rund 180 Gästen verabschiedete die Stadt Oldenburg am Mittwoch, 28. Oktober 2026, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, dessen Amtszeit am 31. Oktober 2026 endet. Es ist ein Abschied mit Dankbarkeit und Wehmut – und der Blick auf ein neues Kapitel.
Bewegende Abschiedsworte und emotionale Momente
„Wenn es schwierig wurde, waren Sie da.“ Mit diesen Worten brachte Erste Stadträtin Dr. Julia Figura ihre Erfahrungen aus fünf Jahren gemeinsamer Arbeit auf den Punkt. In ihrer Abschiedsrede erinnerte sie an einen Oberbürgermeister, der Verantwortung übernahm, den Beschäftigten den Rücken stärkte und auch in herausfordernden Situationen ansprechbar blieb. Neben großen Entscheidungen seien es ebenso die persönlichen Begegnungen, gemeinsamen Mittagspausen und kleinen Anekdoten, die in Erinnerung blieben.
„Eine Stadt zu gestalten, bedeutet mehr als Projekte umzusetzen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, in schwierigen Zeiten Orientierung zu geben und gemeinsam Zukunft möglich zu machen. Jürgen Krogmann hat Oldenburg zwölf Jahre lang geprägt. Dafür sagen wir Danke“, würdigte Figura seine Arbeit.
Ein besonderer Gast des Festaktes war Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der mit Krogmann seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist. „Jürgen Krogmann hat Oldenburg nicht nur verwaltet, sondern geprägt – mit Weitblick, Verlässlichkeit und echter Verbundenheit zu den Menschen“, hob Lies hervor. „Er hat Brücken gebaut, schwierige Zeiten mit Besonnenheit gemeistert und die Stadt mit großer Verantwortung in die Zukunft geführt. Sein Wirken hat Spuren hinterlassen, die bleiben. Dafür gebührt ihm unser großer Respekt und aufrichtiger Dank.“
Neben Figura und Lies sprach auch Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, dem Krogmann bis April 2027 weiterhin als Präsident erhalten bleibt: „Mit seinem politischen Gespür, seiner Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, und seinem Blick für das Wesentliche war Jürgen Krogmann eine große Bereicherung für den Niedersächsischen Städtetag. Er hat sich mit großem Engagement für die Interessen der Städte eingesetzt und auch in schwierigen Verhandlungen den Weg zu gemeinsamen Lösungen gefunden. Dafür bin ich ihm persönlich und im Namen der niedersächsischen Städte von Herzen dankbar“, sagte Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages.
Auch musikalisch wurde der Abschied persönlich: Den Auftakt bildete „Here Comes the Sun“ von George Harrison, eines von Krogmanns Lieblingsliedern – vorgetragen von Stadtrat Holger Denckmann (Vibraphon/Percussion), Sängerin Signe Koefoed Madsen und Jonas Mosebach (Klavier/Gesang). Eine Bilderpräsentation ließ zwölf Jahre Stadtgeschichte Revue passieren.
Abschied mit Stolz und Dankbarkeit
In seiner letzten Rede blickte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankbar auf seine Amtszeit zurück, in der Oldenburg sich insbesondere in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Klimaschutz, Wohnungsbau und Wissenschaft positiv entwickelt hat. Er betonte, dass diese Erfolge nur durch gemeinsames Engagement möglich waren: „Das haben wir zusammen geschafft.“
Sein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften, deren hervorragende Arbeit und Unterstützung er insbesondere in Krisenzeiten erfahren durfte. Auch seinem Führungsteam und den Mitarbeitenden seines Büros dankte er ausdrücklich für ihre Loyalität und die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Ich habe mich immer getragen und unterstützt gefühlt.“
Ein besonderer Dank galt seiner Frau Inge („meine härteste Kritikerin“) und seinen drei mittlerweile erwachsenen Kindern, die ihn über all die Jahre unterstützt und seinen anspruchsvollen Berufsalltag mitgetragen haben. Mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte und Dankbarkeit für das entgegengebrachte Vertrauen verabschiedete er sich aus dem Amt, richtete dabei zugleich aber den Blick nach vorn: „Heute ist der Tag des Abschieds. Aber ich bin mir sicher, wir sehen uns wieder – vielleicht hier im Stadtmuseum, im Bürgerhaus Ofenerdiek, in der renovierten Moormann-Halle, im Flötenteichbad, in der neuen Kongresshalle, vielleicht sogar einmal im neuen Stadion oder an den vielen anderen Orten, die wir neu geschaffen haben.“ Am Ende seiner Rede wurde Krogmann von den Gästen mit stehenden Ovationen bedacht.
Zuletzt geändert am 29. Oktober 2026
