Mehr Platz und Komfort beim Ankommen und Umsteigen – Stadt investiert in funktionalen und barriereärmeren Zugang
Der Nordeingang des Oldenburger Hauptbahnhofs wurde erneuert: Nach mehreren Monaten Bauzeit sind die Arbeiten am Bahnhofsgebäude Nord abgeschlossen. Die Stadt Oldenburg hat die Zugangstüren verbreitern und erhöhen lassen und den Eingangsbereich umfassend aufgewertet. Auch die Beleuchtung, die Decke, die Stützen und das Blindenleitsystem wurden überarbeitet. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, wurde der neue Eingangsbereich vor Ort offiziell eröffnet.
„Der Hauptbahnhof ist für viele Menschen der erste Eindruck, den sie von Oldenburg gewinnen – er ist unser Eingangstor zur Stadt über den Schienenweg. Ob Pendlerinnen und Pendler auf dem täglichen Weg zur Arbeit, Reisende oder Touristinnen und Touristen: Sie alle sollen hier willkommen sein und sich gut orientieren können. Mit dem erneuerten Nordeingang verbessern wir die Zugänglichkeit und den Komfort und stärken zugleich die Attraktivität unseres Bahnhofs als zentralen Ankunfts- und Umsteigepunkt“, sagt Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht.
Mehr Platz und Komfort beim Ankommen und Umsteigen
Anlass für die Erneuerung war die nicht mehr zuverlässig funktionierende Schließtechnik der bisherigen Türen. Ersatzteile waren nicht mehr erhältlich, sodass ein Austausch erforderlich wurde. Im Zuge der Baumaßnahme wurden die Türöffnungen sowohl verbreitert als auch in der Höhe vergrößert. Dadurch stehen den Reisenden großzügigere Durchgänge zur Verfügung. Die Anpassungen tragen auch den prognostizierten Zuwächsen im Reiseverkehr Rechnung.
Neben den neuen Zugangstüren nutzte die Stadt die Bauarbeiten, um weitere Verbesserungen am Bahnhofsgebäude Nord umzusetzen. Die Beleuchtung wurde modernisiert, Decke und Dachstützen erhielten einen neuen Anstrich. Auch die Fliesen und das Blindenleitsystem im Bereich der beiden Eingänge wurden erneuert beziehungsweise angepasst. Darüber hinaus wurde die Dachentwässerung überarbeitet und das Pflaster im Eingangsbereich angepasst.
Parallel dazu hat die Bäckerei Müller & Egerer ihre Filiale im Bahnhofsgebäude Nord saniert und neue Personalräume im Obergeschoss geschaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Treppe zum Obergeschoss entfernt. Die Fahrradstation Nord erhielt ebenfalls eine Auffrischung: Ihre Fassade wurde gereinigt und die Bodenbeläge wurden saniert.
Investition in den Hauptbahnhof als Mobilitätsknoten
Das Bahnhofsgebäude Nord ist Eigentum der Stadt Oldenburg und wird vom Amt für Klimaschutz und Mobilität betreut. Die bauliche Unterhaltung übernimmt der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH). Die Stadt vermietet die Räumlichkeiten im Erd- und Obergeschoss an die Deutsche Bahn, die sie wiederum an Müller & Egerer weitervermietet hat.
Die abgeschlossene Maßnahme ist Teil der Weiterentwicklung des Oldenburger Hauptbahnhofs. Ziel ist es, den Bahnhof und sein Umfeld schrittweise zu einem attraktiven, modernen und multimodalen Mobilitätsknoten auszubauen, an dem die verschiedenen Verkehrsmittel gut miteinander verknüpft sind. Dafür arbeiten die Stadt Oldenburg und die Deutsche Bahn partnerschaftlich zusammen. Mit dem Start der Sanierung der Gleishallen gewinnt die gemeinsame Weiterentwicklung des Bahnhofsumfelds zusätzlich an Bedeutung.
Die Grundlagen für das Projekt Hauptbahnhof Oldenburg wurden im September 2023 gelegt. Das Bahnhofsgebäude Nord und die Fahrradstation Nord bilden dabei Teilprojekte, die innerhalb des Gebäuderiegels unmittelbar ineinandergreifen.
Weitere Verbesserungen im Bahnhofsumfeld geplant
Mit der Erneuerung des Nordeingangs ist ein weiterer Schritt getan, um den Hauptbahnhof und seine Umgebung als sichtbare Visitenkarte Oldenburgs aufzuwerten. Die Stadt verfolgt damit und mit weiteren Maßnahmen das Ziel, die Aufenthaltsqualität, die Barrierefreiheit und die Orientierung im Bahnhofsumfeld weiter zu verbessern – für die Menschen, die hier täglich unterwegs sind, ebenso wie für Gäste, die Oldenburg mit der Bahn besuchen.
Zu den weiteren Maßnahmen zählen unter anderem ein Trinkbrunnen, die Wiederaufnahme eines Reisezentrums und ein Blindenleitsystem am südlichen Bahnhofsplatz. Auch die Bahnhofsplätze sollen weiterentwickelt werden. Für die Umgestaltung des südlichen Bahnhofsplatzes hat die Stadt einen Förderantrag im Rahmen der Fördermaßnahme „Anpassung urbaner und ländlicher Räume“ gestellt.
Zuletzt geändert am 29. Oktober 2026

