Spatenstich für zwölf preisgünstige Wohnungen
Mit dem symbolischen Spatenstich zum Neubau eines Hauses mit zwölf Wohneinheiten am Nelson-Mandela-Ring im Baugebiet Fliegerhorst hat am Donnerstag, 8. Oktober 2026, ein neues Kapitel im städtischen Wohnungsbau begonnen. Mit einem Pilotvorhaben steigt die Stadtverwaltung hier in die Umsetzung einer im Stadtrat entstandenen Initiative zur Bereitstellung von preisgünstigen Wohnungen ein. „Gerade in einer wachsenden Stadt wie Oldenburg brauchen wir zusätzlichen Wohnraum, der auch für Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar bleibt. Mit dem Pilotprojekt sammeln wir zugleich wichtige Erfahrungen für weitere Vorhaben und die organisatorische Gestaltung“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Den Anstoß dafür hatte der Rat mit einem Beschluss zur Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft gegeben. Angedacht ist, den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau um einen Betriebsteil „Wohnungsbau“ zu erweitern. Das zurzeit projektleitende Amt für Wirtschaftsförderung hat für das Pilotvorhaben ein Grundstück mit einer Größe von circa 1.000 Quadratmetern in einem Wohnquartier auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes zur Verfügung gestellt.
Günstiger Mietpreis
Der Entwurf des Architekturbüros Sosath & Scheper aus Oldenburg sieht ein modernes verklinkertes Gebäude vor, welches als Flachdach in zweigeschossiger Bauweise mit einem Staffelgeschoss errichtet wird. Die zwölf Wohnungen mit 1,5 oder 2 Zimmern, Küche, Bad und Balkon beziehungsweise Terrasse haben eine Größe zwischen 48 und 60 Quadratmetern und werden nach der Fertigstellung zu einem günstigen Mietpreis angeboten.
Wärmepumpe und Photovoltaik
Eine Wohnung wird rollstuhlgerecht sowie drei weitere Wohnungen barrierefrei errichtet. Hinzu kommt eine fossilfreie Wärmeversorgung über eine Wärmepumpe sowie die Reduzierung des Strombedarfs durch eine auf dem Dach errichtete Photovoltaikanlage. Für die Fahrräder der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner stehen überdachte Fahrradstellplätze im Nebengebäude zur Verfügung.
Referenzobjekt der Klävemann-Stiftung
Das Gebäude musste nicht komplett neu entworfen werden. Das Architekturbüro Sosath + Scheper hat im Auftrag der durch die Stadt verwalteten Klävemann-Stiftung bereits ein fast identisches Gebäude am Stillen Weg gebaut. Durch die Übernahme des Entwurfs konnten Kosten eingespart werden.
Das Investitionsvolumen beläuft sich auf circa 2,7 Millionen Euro, die durch den städtischen Haushalt finanziert werden. Die Fertigstellung soll im Juli 2028 erfolgen.
Zuletzt geändert am 8. Oktober 2026
