Erste Arbeiten auf künftigem Stadiongelände an der Maastrichter Straße
Der geplante Stadion-Neubau an der Maastrichter Straße nimmt sichtbar Gestalt an: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Erste Stadträtin Dr. Julia Figura, Walter Hellmich, Alleingesellschafter der Baugesellschaft Walter Hellmich mbH, und Stefan Orth, Geschäftsführer der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG, haben am Donnerstag, 1. Oktober 2026, den ersten Spatenstich vollzogen. Bei der Veranstaltung war große Vorfreude auf die nächsten Schritte des Projekts spürbar. Auf dem Gelände wurde zudem ein Bauschild aufgestellt, das künftig auf das Vorhaben hinweist. Parallel laufen bereits Arbeiten auf dem Grundstück und die Planungen für die neue Arena werden weiter konkretisiert.
„Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein für das Stadionprojekt“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mit dem rechtskräftigen Bebauungsplan, dem Ratsbeschluss zur Auftragsvergabe an den Totalunternehmer und der positiven Entscheidung der EU-Kommission zur Finanzierung sind alle Voraussetzungen geschaffen, um loslegen zu können. Nun wird das Vorhaben auch auf dem Gelände sichtbar. Gleichzeitig laufen bereits konkrete Arbeiten, die für die weitere Entwicklung des Grundstücks und des Gesamtareals an den Weser-Ems-Hallen erforderlich sind.“
Weitere Stimmen zum Projekt
Walter Hellmich blickt mit Vorfreude auf die anstehende Projektphase: „Wir freuen uns sehr darauf, dieses Projekt nun gemeinsam mit der Stadt und der Stadiongesellschaft in die konkrete Umsetzung zu bringen. Unsere Planungsteams arbeiten bereits intensiv an den nächsten Schritten. Wir wollen die anstehenden Aufgaben mit Tempo und Tatkraft angehen und die Planungen so weit voranbringen, dass der Bauantrag bis Ende 2026 gestellt werden kann. Danach wollen wir den vorgesehenen Baubeginn am 1. Juli 2027 konsequent vorbereiten.“
Stefan Orth verweist zugleich auf die Entwicklung rund um die künftige Arena: „Seit der Vergabeentscheidung des Stadtrates haben wir sehr viele positive Signale aus Oldenburg und darüber hinaus erhalten. Das gibt uns Rückenwind für die nächsten Aufgaben. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Vermarktung des neuen Stadions und freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern die vielfältigen Möglichkeiten der Arena mit Leben zu füllen.“
Erste Arbeiten auf dem Stadiongelände
Während die Planung für den eigentlichen Stadionbau weiter voranschreitet, laufen auf dem Grundstück bereits konkrete Arbeiten. Dazu gehört die Altlastensanierung des Areals. Die Sanierung eines ehemaligen Klärschlammbeckens im südöstlichen Bereich des Stadiongrundstücks ist inzwischen abgeschlossen. Daran anschließend sollen weitere Flächen mit Altablagerungen und Hausmüll saniert werden. Die Ausschreibung hierfür soll spätestens im November 2026 erfolgen. Vorbereitende Arbeiten, unter anderem die Entfernung des Bewuchses, sind für den Herbst vorgesehen.
Die Altlastensanierung ist Voraussetzung für eine spätere Nutzung der Flächen. Mit der Verlegung der neuen Starkstromleitung wurde Anfang 2026 begonnen. Im Bereich der Weser-Ems-Hallen wurden die Arbeiten für die neue Leitung bereits ausgeführt und die Maastrichter Straße wieder hergestellt. Die alte Leitung kann allerdings erst nach Fertigstellung der gesamten neuen Trasse, die von der BBS 3 bis zur Brüderstraße führt, entfernt werden. Dies soll bis Juni 2027 erfolgt sein.
„Auf dem Gelände greifen derzeit verschiedene Maßnahmen ineinander“, erläutert Joachim Guttek, Projektleiter Geländeentwicklung Weser-Ems-Hallen. „Die Altlastensanierung, die Verlegung der Versorgungsleitungen und die neue Entwässerung müssen eng aufeinander abgestimmt werden. Unser Ziel ist es, die einzelnen Arbeitsschritte so zu koordinieren, dass die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Geländes rechtzeitig geschaffen sind.“
Infrastruktur wird parallel vorbereitet
Auch weitere infrastrukturelle Maßnahmen werden parallel geplant und umgesetzt. So soll die Entwässerung für die Weser-Ems-Hallen und das künftige Stadion neu geordnet werden. Der heute diagonal über das Grundstück verlaufende Zuggraben soll durch einen Kanal entlang der großen EWE-Arena ersetzt werden. Zudem werden vorhandene Regenrückhaltebecken erweitert und zusätzliche Becken angelegt. Diese sind gleichzeitig Elemente der Freiraumplanung für das übrige Außengelände der Weser-Ems-Hallen.
Bauschild macht Projekt sichtbar
Mit einem Bauschild ist das Stadionprojekt nun auch auf dem Gelände selbst präsent. Die geplante Arena soll über 10.000 Plätze verfügen und auf bis zu 15.000 Plätze erweiterbar sein. Vorgesehen ist eine multifunktionale Nutzung für Sport, Kultur, Events und weitere Veranstaltungen. Der eigentliche Stadionbau soll nach dem derzeitigen Zeitplan am 1. Juli 2027 beginnen. Die Fertigstellung wird für Anfang 2029 angestrebt.
Zuletzt geändert am 2. Oktober 2026
