Der Stadion-Neubau an der Maastrichter Straße kann wie geplant umgesetzt werden. Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, 12. August 2026, die von der Stadt Oldenburg angezeigte öffentliche Finanzierung des Projekts genehmigt. Die zugunsten der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG vorgesehenen Beihilfen wurden als mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar eingestuft. Gemeinsam mit der ebenfalls erfolgten positiven Rückmeldung der Kommunalaufsicht liegen damit sämtliche wesentlichen rechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des Projekts vor.
Planungssicherheit für Zukunftsprojekt
„Ich freue mich, dass wir nun endgültig auf der sicheren Seite sind, um dieses für Oldenburg bedeutende Zukunftsprojekt konsequent voranzubringen. Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission und der Bestätigung durch die Kommunalaufsicht haben wir jetzt die Gewissheit, dass wir den Stadion-Neubau auf einer tragfähigen rechtlichen und finanziellen Grundlage umsetzen können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Europäische Kommission: Maßnahme ist verhältnismäßig
In einer am Mittwoch, 12. August 2026, in Brüssel veröffentlichten Mitteilung der Europäischen Kommission heißt es: „Die Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften staatliche Beihilfen in Höhe von 75 Millionen Euro für den Bau und Betrieb eines Stadions im niedersächsischen Oldenburg mit einer Kapazität von 15 000 Zuschauern genehmigt. (…) Die Kommission stellte fest, dass die Maßnahme geeignet ist, die verfolgten Ziele zu erreichen, nämlich die Entwicklung und den Betrieb eines attraktiven Veranstaltungsortes für Sport- und Kulturveranstaltungen in (…) Oldenburg. Darüber hinaus stellte die Kommission fest, dass die Maßnahme angesichts des Fehlens einer ausreichenden privaten Finanzierung erforderlich ist. Schließlich stellte die Kommission fest, dass die Maßnahme verhältnismäßig ist, da sie sich auf das zur Erreichung der Projektziele erforderliche Maß beschränkt, während ihre Auswirkungen auf den Wettbewerb und den Handel zwischen den Mitgliedstaaten begrenzt bleiben. Auf dieser Grundlage genehmigte die Kommission die deutsche Maßnahme nach den EU-Beihilfevorschriften.“
Die bei der Europäischen Kommission angemeldeten und nun genehmigten Beihilfen in Höhe von 75 Millionen Euro stellen eine vorsorgliche, mit Puffern versehene Größenordnung dar.
Kommunalaufsicht hat nichts zu beanstanden
Die Finanzierung des Stadion-Neubaus erfolgt durch einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 15 Millionen Euro an die Stadiongesellschaft sowie durch die Aufnahme von Bankdarlehen. Der Rat der Stadt Oldenburg hatte am 1. Juni 2026 beschlossen, die von der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG aufzunehmenden Darlehen durch 100-prozentige Ausfallbürgschaften der Stadt sowie gegebenenfalls durch Patronatserklärungen abzusichern. Mit Schreiben vom 16. Juli 2026 teilte die Kommunalaufsicht im Niedersächsischen Innenministerium der Stadt Oldenburg mit, dass sie die Beschlüsse zur Übernahme einer Ausfallbürgschaft und zur Abgabe einer Patronatserklärung zur Kenntnis genommen und nicht beanstandet hat.
Am 1. Juni 2026 hatte der Rat außerdem beschlossen, der Baugesellschaft Walter Hellmich GmbH den Zuschlag für den Stadion-Neubau zu einem Pauschalfestpreis von 57,3 Millionen Euro zuzüglich Baunebenkosten in Höhe von 2,36 Millionen Euro zu erteilen. Die Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG unterzeichnete den Vertrag mit dem Totalunternehmer am 4. Juni 2026.
Umsetzung kann wie geplant vorbereitet werden
„Die Genehmigung der Europäischen Kommission und die positive Nachricht der Kommunalaufsicht schaffen die notwendige Rechts- und Finanzierungssicherheit für die Umsetzung des Stadion-Neubaus. Damit können wir die weiteren Vorbereitungen gemeinsam mit unserem Totalunternehmer planmäßig fortsetzen und das Projekt auf einer verlässlichen Grundlage voranbringen. Wir freuen uns darauf, den Neubau nun Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen“, erklärt Stefan Orth, Geschäftsführer der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG.
Der Baubeginn ist für den 1. Juli 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung des neuen Stadions wird Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 angestrebt.
Zuletzt geändert am 12. August 2026