Extremereignisse wie das Hochwasser in Oldenburg zum Jahreswechsel 2023/24 oder im Rheinland im Sommer 2021 haben in den letzten Jahren bundesweit deutlich zugenommen. Dabei werden auch die Ausmaße auffälliger und umfangreicher. Die Feuerwehr bereitet sich daher auf denkbare und mögliche Katastrophen-Szenarien vor.
Ursachen & Bedrohungen
Das Wachstum der Bevölkerung, zunehmender Verkehr und der steigende Einsatz von Technik erhöhen die Anfälligkeit unserer Gesellschaft für Krisen und Katastrophen. Hinzu kommen Gewaltbereitschaft, mögliche Terroranschläge sowie Natur- und Umwelteinflüsse.
Besonders kritisch ist die starke Abhängigkeit von Strom, Gas und Wasser. Bei einem Stromausfall sind private Haushalte und das öffentliche Leben massiv betroffen – etwa durch den Ausfall von Heizungen, Kühlgeräten, Wasserversorgung, Supermärkten, Geldautomaten oder Verkehrsampeln.
Eine besondere Gefahr besteht für Krankenhäuser, Pflegeheime und Menschen, die auf stromabhängige medizinische Geräte angewiesen sind.
Aufgaben
Der Katastrophenschutz umfasst verschiedenste Aufgabenbereiche der Gefahrenabwehr. Die Sachgebiete befassen sich mit der
- Planung,
- Vorbereitung und
- Durchführung
von Aufgaben des Katastrophenschutzes, des Zivilschutzes, der zivilen Verteidigung und der Notfallvorsorge.
Alle Tätigkeitsbereiche dienen dazu, große Schadensereignisse oder Katastrophen zu erkennen und vorzubeugen. Zu den Aufgaben gehören die
- Erstellung und
- Fortschreibung des Katastrophenschutzplanes,
- die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung im Rahmen der zivilen Verteidigung und des Zivilschutzes sowie
- die Betreuung der im Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen.
Dabei werden immer wieder Übungen mit denkbaren Szenarien durchgeführt. Zuletzt organisierte die Feuerwehr auch das Impfzentrum Oldenburg während der Corona-Pandemie 2021.
Notfallvorsorge
In Notfallsituationen ist die Feuerwehr noch deutlicher gefordert, weshalb dann viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch private Betriebe zur Selbsthilfe berufen sind. Daher soll jeder Haushalt selbst Vorsorge betreiben. Informieren Sie sich über Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen mithilfe der Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ (PDF, 3,7 MB) vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Was tun bei Unwetter, Feuer, Hochwasser? Welche Vorräte sollten Sie Zuhause haben, damit Sie auch über längere Zeit überleben können? Diese Fragen beantwortet die Broschüre sehr ausführlich. Außerdem enthält sie Tipps zum Inhalt einer Hausapotheke, Verhalten bei Stromausfall und eine Liste der wichtigsten Dokumente, die immer griffbereit sein sollten. Für Bauverantwortliche interessant sind die Hinweise für bauliche Sicherheit.
Hilfsorganisationen
Wesentlich beteiligt beim Zivilschutz und auch im erweiterten Katastrophenschutz sind die verschiedenen Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk, die jeweils über eine dem Zweck entsprechend gut ausgebildete und schlagkräftig ausgestattete Struktur verfügen.
Für Oldenburg sind das:
Persönliche Alarmierung im Notfall
Im Falle einer sich anbahnenden Katastrophe oder Notfallsituation können Sie sich über das Katastrophenwarnsystem „KATWARN“ benachrichtigen lassen. KATWARN ist ein ergänzendes Warnsystem für Oldenburg, das bei Unglücksfällen neben den allgemeinen Informationen der Polizei, Feuerwehren und in den Medien die betroffenen Bürgerinnen und Bürger per SMS, App oder E-Mail direkt informiert.
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026