Gewalt gegen Frauen und Männer ist unterschiedlich: Männer sind beispielsweise häufiger von Straßenkriminalität betroffen, Frauen hingegen erfahren Gewalt häufiger aufgrund ihres Geschlechts. Das bedeutet, sie sind keine willkürlich Betroffenen einer Tat, sondern explizit, weil sie Frauen sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig und der Umstand, dass weltweit jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen ist, macht den Handlungsbedarf umso dringender.
Beratung & Hilfe
Zusätzlich zu den hier aufgelisteten Beratungs- und Anlaufstellen, benennen wir in den jeweiligen Unterthemen auch weiter spezialisierte Angebote.
Anlaufstellen für persönliche Beratung und Hilfe in Oldenburg
- BISS – Beratungs- und Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt
- Beratungsstelle OLENA – Für gewaltbetroffene Frauen mit Migrationshintergrund und geflüchtete Frauen
- Kinderschutz-Zentrum Oldenburg/Vertrauensstelle Benjamin
- Wildwasser Oldenburg e.V. – Fachberatungsstelle gegen Sexualisierte Gewalt an Mädchen, Frauen, trans, inter und nicht-binären Personen
- Allgemeiner Sozialdienst (ASD) der Stadt Oldenburg
- Beratungsstelle Männersache – Beratung von Mann zu Mann
- Netzwerk ProBeweis – professionelle Beweissicherung für Betroffene von Gewalt
- Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
- Weisser Ring
Telefonische und digitale Angebote
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
Telefon: 116 016 - Hilfetelefon „Gewalt an Männern“
Telefon: 0800 12399000 - Hilfetelefon sexueller Missbrauch – N.I.N.A. e.V.
Telefon: 0800 2255530
auch Onlineberatung - Krisentelefon gegen Zwangsheirat
Telefon: 0800 0667888 - Nummer gegen Kummer
Telefon: 116 111 - Medizinische Kinderschutzhotline für Angehörige der Heilberufe, Kinder- und Jugendhilfe und Familiengerichte
Telefon: 0800 192100 - Online Strafanzeige erstatten – Polizei Niedersachsen
Spezialisierte überregionale Angebote
Schutzhäuser
- Frauenhaus „Hanna“ Oldenburg (offenes Konzept)
- Autonomes Frauenhaus Oldenburg (anonymes Konzept)
- Frauen- und Kinderschutzhaus der Landkreise Ammerland und Wesermarsch
- ADA-Schutzhaus für Mädchen und junge Frauen, die von Gewalt und Zwangsverheiratung bedroht sind
- Wohnprojekt ROSA: Schutz für junge Migrantinnen vor Zwangsverheiratung und Gewalt im „Namen der Ehre“
- Bundesweite Suche nach freien Frauenhaus-Plätzen
- Männerwohnhilfe e.V.
Anlaufstellen für Gewalt ausübende Männer und Frauen
Informationsmaterialien
- Hilfe für Frauen bei Bedrohung und Gewalt (Flyer)
- Frauenmobil (Flyer)
- Habt ihr Streit zu Hause? – Hilfe für Kinder und Jugendliche (Flyer)
- Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung – für pädagogische Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit (Flyer)
- „Hilfe bei Gewalt – Keine Frau muss Gewalt akzeptieren“ (mehrsprachiges Faltblatt und Plakat)
- „Meine Grenzen setze ich! – Tipps zum Umgang mit sexueller Belästigung“ (Broschüre)
Kommunaler Aktionsplan gegen Gewalt gegen Frauen* und Häusliche Gewalt
Auf Grundlage der von Deutschland ratifizierten Istanbul-Konvention verabschiedete die Stadt Oldenburg 2020 einen „Kommunalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“, der vom Gleichstellungsbüro in Zusammenarbeit mit den Ämtern der Stadtverwaltung, dem Präventionsrat und Schutz- und Fachberatungsstellen erarbeitet wurde. Er beinhaltet über 90 Maßnahmen, um Gewalt gegen Frauen* in Oldenburg entgegen zu treten.
2026 folgt die Evaluation und Fortschreibung.
Kontakt
Mira Ibanek
Telefon: 0441 235-2016
E-Mail: gewaltschutzkoordination[at]stadt-oldenburg.de
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026