StoP ist ein Nachbarschaftsprojekt, mit dem Ziel Partnergewalt und häusliche Gewalt zu verhindern (Urheberschaft Prof. Dr. Sabine Stövesand/HAW – Hamburg).
Die Nachbarschaft ist dazu aufgerufen, sich einzumischen und aktiv gegen Partnergewalt einzusetzen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen daher die Treffen mit Nachbarinnen und Nachbarn, die ihren Stadtteil am besten kennen. Das Ziel von StoP ist es, Gewaltbetroffene und soziale Netzwerke auf lokaler Ebene so zu stärken, dass Partnergewalt nicht mehr erduldet, verschwiegen, ignoriert und toleriert wird.
Gemeinsam werden Aktionen geplant und es findet ein Austausch statt, um die Rechte von Frauen zu stärken, und sich gegen Gewalt an Frauen zu positionieren. Es wird davon ausgegangen, dass ein aufgeklärtes Umfeld generell gewaltreduzierend wirkt.
Dafür treffen wir uns alle zwei Wochen mittwochs von 19 Uhr bis 20.30 Uhr mit interessierten Frauen zum Frauentisch. Aktionen planen und durchführen, Ideen sammeln, Aufklärungsarbeit leisten und vieles mehr steht hier jedes Treffen auf dem Programm. Meldet euch gerne bei Laura Leonhardt über stopoldenburg[at]stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 2358383
Kleiderspendaktion für das Frauenhaus
Beim letzten StoP Frauentisch am Mittwoch, 25. März 2026, stellte sich heraus, dass das Frauenhaus einiges an Kleidung benötigt. Kurzer Hand erklärte sich eine Aktive von StoP bereit einen Spendenaufruf über eine Nachbarschafts-App die Kleidung in gewünschten Größen einzusammeln und hat sie nur wenige Tage später bei uns im Stadtteiltreff abgegeben. Daraufhin konnten wir dem Frauenhaus Bescheid geben, die dann auch gleich kamen und sich die Sachen abgeholt haben. Eine tolle Aktion, die zeigt, wieviel Hilfsbereitschaft es nicht nur in der StoP-Gruppe, sondern auch in der Gesellschaft gibt. Herzlichen Dank an alle, die gespendet haben und vor allem an unsere Aktive, die das Ganze koordiniert hat!
Rückblick: Frauenfrühstück zum Internationalen Frauentag
Am 8. März 2026, dem Internationalen Frauentag, haben wir im Stadtteiltreff ein Frauenfrühstück veranstaltet. Mit gesponsorten Brötchen der Bäckerei Müller&Egerer und Beiträgen zum Buffet von jeder Frau haben wir von dem Projekt Stadtteile ohne Partnergewalt (StoP) mit Hilfe der aktiven Frauen – wir treffen uns alle zwei Wochen mittwochs – einen schönen Vormittag gestaltet. Mit Frauen aus dem Stadtteil, von jung bis alt, gab es erst ein leckeres Frühstück und anschließend ein Quiz zum Thema Frauen und Frauenrechten. Teilweise anspruchsvolle Fragen haben zu einem regen Austausch zwischen den Besucherinnen geführt. Auch das Bild, welches wir im Anschluss zusammen gestaltet haben, hat für einen tollen Dialog gesorgt. Das Wandbild hängen wir im Stadtteiltreff auf. Ausgestattet mit Informationsmaterial zu StoP und einem Taschenpieper für die Sicherheit sind alle Frauen entspannt in den Sonntagnachmittag gestartet.
Gemeinsam aktiv im Stadtteil
StoP möchte mit verschiedenen Aktionen zur Aufklärung beitragen und den bereits aufgeführten Zielen nachgehen.
Um präventiv und aufklärend zu wirken, nimmt StoP an verschiedenen Veranstaltungen teil. Die aktive Gruppe war Freitag, 14. Juni 2024, beim Tag des Catcalling und Samstag, 15. Juni 2024, bei dem Christopher Street Day. Durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen möchte StoP dazu beitragen, Bewusstsein für Themen wie Belästigung Diskriminierung und Gewalt zu schaffen. StoP nutzt diese Gelegenheiten, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Menschen über ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren. Durch die Präsenz bei solchen Veranstaltungen trägt StoP dazu bei, eine offene und tolerante Gesellschaft zu fördern und Menschen zu ermutigen, für ihre Rechte einzutreten.
Um die nachbarschaftlichen Netzwerke zu stärken, wurden verschiedene Kooperationen unter anderem mit der evangelischen Kirchengemeinde, der katholischen Kirchengemeinde und dem Döner Laden „Alis Döner“ aufgebaut. Durch die Zusammenarbeit soll ein Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts entstehen, das dazu beiträgt, die Nachbarschaft zu einem lebendigen und freundlichen Ort zu machen.
Wenn Sie sich über das Projekt oder zum Thema Partnergewalt informieren möchten, Unterstützung benötigen, weil Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, melden Sie sich bei uns. Möchten Sie sich ebenfalls engagieren? Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Wir freuen uns, wenn wir von Ihnen hören. Mehr zum Projekt, alle Informationen und Partnerinnen finden sie auf der Internetseite von StoP.
Befragung zum Thema Partnergewalt in Dietrichsfeld und Bürgerfelde
StoP-Projekt im Gespräch mit der Nachbarschaft
Mit einer aktivierenden Befragung war das Projekt „Stadtteile ohne Partnergewalt“ (StoP) in den Oldenburger Stadtteilen Dietrichsfeld und Bürgerfelde unterwegs. Die Koordinatorinnen Isabel Rein und Meike Plewa suchten gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen das Gespräch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, um mehr über das Zusammenleben im Stadtteil und den Umgang mit dem Thema Partnergewalt zu erfahren.
Fragen wie „Wie lange leben Sie schon in Dietrichsfeld?“, „Achten die Menschen hier aufeinander?“ oder „Haben Sie in der Nachbarschaft schon einmal Gewalt mitbekommen?“ bildeten den Ausgangspunkt für den Austausch.
Offene Gespräche an der Haustür
Damit die Anwohnerinnen und Anwohner wussten, wer sie besucht, kündigte das StoP-Team die Befragung im Vorfeld mit einem Schreiben und einem Foto der Koordinatorinnen an.
„Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich“, berichtet Meike Plewa. „Nicht alle Menschen sind bereit, an der Befragung teilzunehmen, doch ein Großteil gibt Auskunft.“ Isabel Rein ergänzt: „Wir treffen auch auf Betroffene, die zunächst zögerlich von ihren Erfahrungen berichten und dann erleichtert sind, ein offenes Ohr gefunden zu haben.“
Nachbarschaft stärken und Partnergewalt enttabuisieren
Mit der Befragung verfolgte das StoP-Projekt mehrere Ziele: Die Nachbarschaft besser kennenzulernen, Einstellungen zum Thema Partnergewalt zu erfahren, Hemmschwellen für Gespräche abzubauen und den Bekanntheitsgrad des Projekts zu erhöhen.
„Nachbarinnen und Nachbarn kommt im Falle von Partnergewalt eine besonders wichtige Rolle zu: Sie bekommen meist am frühesten etwas mit und sind schnell vor Ort“, erklärt Isabel Rein.
Wichtige Erkenntnisse
Die Befragung diente in erster Linie dazu, ein allgemeines Meinungsbild zu gewinnen. Die Ergebnisse sollten anschließend ausgewertet und in geeigneter Form präsentiert werden.
Eine zentrale Erkenntnis zeichnete sich bereits während der Gespräche ab: Es ist wichtig, offen über Partnergewalt zu sprechen. Dadurch kann das Thema enttabuisiert und die Hemmschwelle für Betroffene gesenkt werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen oder über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Die Befragung wurde bis Ende 2023 durchgeführt.
Kontakt
Alexanderstraße 331
26127 Oldenburg
Ansprechpartnerin: Meike Plewa
Telefon: 0160 92859792
E-Mail: stopoldenburg[at]stadt-oldenburg.de
Start von StoP
Seit September 2022 ist das StoP-Projekt in Dietrichsfeld aktiv. Regelmäßig treffen sich engagierte Ehrenamtliche, um gemeinsame Aktionen zu planen und das Projekt weiterzuentwickeln. Darüber hinaus lädt der Frauentreff dazu ein, sich bei einer Tasse Kaffee auszutauschen und über Themen zu sprechen, die Frauen stärken und beschäftigen.
Das Projekt StoP, Stadtteile ohne Partnergewalt, wurde von Prof. Dr. Sabine Stövesand an der HAW Hamburg entwickelt, und ist mittlerweile bereits an 30 Standorten in Deutschland und Österreich etabliert. Das Projekt versucht auf das Thema Partnergewalt aufmerksam zu machen und die Nachbarschaft dafür zu sensibilisieren und zu schulen. Weitere allgemeine Informationen zum Projekt.
Zuletzt geändert am 29. Juli 2026
