Festival der lebenden Bilder

Leinwandübergabe

Das Festival war am 11. Juni und liegt nun schon über zwei Monate zurück. Was gibt es da noch zu berichten? Kurz vor den Ferien haben wir die Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer noch überrascht. Die entstandenen Werke haben wir auf Leinwände drucken lassen und an die Schulen überreicht. Mit großer Begeisterung wurden die Leinwände von den Kindern und Jugendlichen entgegengenommen. Mit diesem goldenen Abschluss verabschiedet sich das Projekt „Festival der lebenden Bilder“. Wir wünschen Allen eine schöne und erholsame restliche Ferienzeit. 

Die lebenden Bilder im Kulturzentrum PFL

Am 11. Juni 2022 war es endlich soweit. Das „Festival der lebenden Bilder“ begrüßte ab 11 Uhr im Kulturzentrum PFL seine Besucherinnen und Besucher. Zahlreiche stolze Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Großeltern und noch viele andere konnten sich die Ausstellung zum Projekt anschauen. 15 Schulen nahmen an dem Projekt teil. Mitgemacht haben acht Grundschulen, zwei Oberschulen, eine Berufsbildende Schule, drei integrierte Gesamtschulen und ein Gymnasium, aus ganz Oldenburg. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler haben mitgearbeitet und mehr als 200 davon waren als Teil eines „lebenden Bildes“ mit vor Ort.

Eine wuselige, freudige, kreative Masse an aufgeregten, aber auch stolzen Kinder kam ins PFL und erstarrte auf Wunsch für das Publikum. Beim „Festival der lebenden Bilder“ zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten aus dem gleichnamigen Projekt, welches am 2. Februar 2022 startete. Die Aufgabe des Projektes war, ein Kunstwerk durch mindestens eine Schülerin oder einen Schüler nachzustellen. Die Idee stammt ursprünglich aus der Fernsehserien „Gilmore Girls“ bei der ein ebensolches Festival veranstaltet wird. Das Kulturbüro war für das Projekt verantwortlich und wollte in Zeiten von Corona Kunst und Kultur wieder in die Schulen bringen. Mit einer kreativen Idee sollten die Lust und Freude am Kreativsein wieder geweckt werden. Damit dies bestmöglich gelingen konnte, bekamen die Schülerinnen und Schüler beratende Unterstützung von Profis aus den Bereichen Masken-, Bühnen-, Kostümbild oder auch von Kulturschaffenden die als freie Künstlerinnen oder Künstler tätig sind. Denn auch die Künstlerinnen und Künstler sollten wieder verstärkt in den Bereich Schule eingebunden werden. Zudem hatten so die Schülerinnen und Schüler einen Einblick hinter die Kulissen von Berufen, die sonst selten zu sehen sind. Die Umsetzung des Projektes war für die Schulen offen gestaltet, so konnte jede Schule entscheiden, wie sie das Projekt umsetzt. Die meisten Schulen haben das Projekt in den Kunstunterricht integriert. Aber auch im Ganztag wurde das Projekt umgesetzt. Die Auswahl der Kunstwerke war völlig freigestellt. Gemälde, Installationen, Statuen, alles Möglichkeiten die aufgegriffen werden konnten und wurden.

Die Schülerinnen und Schüler haben bei der Umsetzung ganze Arbeit geleistet und auf unterschiedliche Art und Weise die Aufgabe gelöst. Auch die Auswahl der Kunstwerke war außergewöhnlich. Klassiker wie das Abendmahl von Leonardo Da Vinci oder das Frühstück der Ruderer von Pierre Auguste Renoir waren genauso vertreten wie auch heimische Kunstwerke aus dem Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (Jean Fautrier „Trois Vieilles Femmes“;  Hans Hermann Weyl „Anneliese von Arnim“; Hans Gude: „Sommernacht in Norwegen). Begeistert haben aber auch die Interpretation der Installation „Das Rudel“ von Joseph Beuys oder das Wimmelbild "Kinderspiele" von Peter Bruegel mit insgesamt 43 Kindern. 16 lebende Bilder konnte man bei der Ausstellung live erleben. Mit einem Buzzerdruck erstarten die Bilder zu den lebenden Kunstwerken. Es gab sogar zwei Bilder, bei denen der Zuschauer selbst Teil des Kunstwerkes werden konnten. Zusätzlich gab es noch 23 Bilder die per Fotografie oder Cinemagraph teilgenommen haben und auf großer Leinwand gezeigt wurden. Die Kunstform der Cinemagraph war bei diesem Projekt eine weitere Besonderheit. Ein Cinemagraph ist eine digitale, visuelle Mischform aus einem Video und einem Foto. Dabei gibt es in einem Foto immer einen Teil, der als bewegtes Element, das Bild „lebendig“ erscheinen lässt. Diese Kunstform bereicherte das „Festival der lebenden Bilder“ immens und Kunstwerke, die leider nicht vor Ort sein konnten, hatten trotzdem die Möglichkeit „lebendig“ vor Ort zu sein. Der Grafik Designer und Fotograf Thomas Brand konnte für das Projekt gewonnen werden. Er hat mit seinen Cinemagraphs inzwischen Wettbewerbe gewinnen können und konnte mit seinem Händchen für die „lebendigen“ Bilder die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen gekonnt in Szene setzen. Aber sehen Sie einfach selbst die Fotogalerie an. 

Bildergalerie zum Festival der lebenden Bilder

Wir freuen uns, das so viele Schulen dem Aufruf gefolgt sind und sind stolz auf die bunten, kreativen und vielfältigen Ergebnisse. Wir danken Allen die daran teilgenommen haben.

Kunstprojekt mit Oldenburger Schulen

„Festival der lebenden Bilder"

Es geht los! Der Fördervertrag ist unterschrieben. Die Gelder gesichert und die Schulen und Kulturpartnerinnen und Kulturpartner stehen in den Startlöchern. Die Vorbereitungen im Kulturbüro laufen auf Hochtouren. Worum es geht?

Sind Sie nicht auch schon mal im Museum gewesen und hatten das Gefühl, die Bilder oder Statuen schauen Ihnen hinterher? Bei dem Festival der lebenden Bilder könnte Ihnen das wirklich passieren. Denn es könnte sein, dass die „Mona Lisa“, der „Schrei“ oder das „blaue Pferde“ auf einmal zurückschauen oder sogar winken.

Die Aufgabe

Oldenburgs Kinder und Jugendlichen sind dazu aufgerufen, ein selbst gewähltes Kunstwerk nachzustellen. Dabei können sie als Ganzes oder auch nur teilweise zu sehen sein.

Umsetzung des Projektes in der Schule

Sie fragen sich wie Schülerinnen und Schüler einen Anzug umnähen oder ein Unterkonstrukt bauen sollen? Gar kein Problem. Wir stellen den Schülerinnen und Schüler professionelle Hilfe zur Seite. Aus den Bereich Theaterpädagogik, Bühnenbild, Maskenbild, Kostümbild und werden sie unterstützen. Einmal mit den Profis zusammenarbeiten und die Stars und deren Arbeit hinter der Bühne kennenlernen. Für jede Schule beziehungsweise (bei einer kleineren Anzahl an Schulen) für jedes Projekt stehen fünf Künstlerinnen- und Künstler-Stunden zur Verfügung. Auch hier sollen die Schülerinnen und Schüler wenn möglich, selbst bestimmt, entscheiden, von wem und wie viel Hilfe sie brauchen. Die Künstlerinnen- und Künstler-Stunden werden dann über das Kulturbüro an die Kulturschaffenden verteilt. Diese übernehmen hierbei eine hauptsächlich beratende Funktion. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Umsetzung selbst übernehmen. Die Bezahlung der Kulturschaffenden übernimmt das Kulturbüro und auch bei den Materialkosten können wir Sie anteilig unterstützen.

Die Idee dahinter

In den letzten Monaten ist Kunst und Kultur sehr knapp gewesen und so manche kreative Idee musste aufgrund der Coronakrise verworfen werden. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen wieder kreativ werden lassen und Sie dabei unterstützen. Das Projekt hat mit dem Sommerhalbjahr 2022 begonnen. Dabei steht den Schulen frei, wie und in welchem Umfang sie das Projekt umsetzten, ob in feste Projektstunden, Projektwochen, Angebote im Schulalltag, Angebote im schulischen Ganztag, Ferienprogramm oder im Kunstunterricht. Das Projekt kann so umgesetzt werden, wie es für die Schulen am besten passt. Die pädagogische Rahmung kann und wird dem Alter der Kinder angepasst werden. Jugendliche im Alter von 16 Jahren können das Projekt wahrscheinlich selbstbestimmter umsetzen als Grundschulkinder. Ziel des Projektes ist es, Selbstbestimmung, Teamfähigkeit, Kommunikation zu stärken und eine Auseinandersetzung mit Kunst anzustoßen. Außerdem haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Berufsbilder kennen zu lernen, die man eher selten kennt. Nicht jeder weiß, was ein Maskenbildner macht und wie seine Arbeit aussieht. Vielleicht entdeckt jemand sogar seine Leidenschaft dafür und kann sich eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich vorstellen.

Wann und Warum

Einmal Alice im Wunderland spielen? Oder als Statue die Leute beobachten? Oder mit anderen Obstsorten auf einem Teller liegen? Die Schülerinnen und Schüler dürfen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Mit Beginn des Sommerhalbjahres am 02. Februar 2022 startete das Projekt und beenden werden wir es gemeinsam mit einer besonderen Präsentation am 11. Juni 2022. Und dann trifft man vielleicht auf Frida Kahlo, das blaue Pferd und Co in der Oldenburger Innenstadt. Genauere Informationen zur Präsentation beim „Festival der lebenden Bilder" folgen zeitnah. 

Zuletzt geändert am 8. September 2022