Wie kann Kunstgeschichte lebendig werden? Mit dieser Frage startete Anfang 2022 das „Festival der lebenden Bilder“. Ziel des Projekts war es, nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder mehr Kunst und Kultur in die Schulen zu bringen und Kindern sowie Jugendlichen kreative Erfahrungen zu ermöglichen. Insgesamt beteiligten sich 15 Oldenburger Schulen mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern entstanden außergewöhnliche Interpretationen berühmter Kunstwerke, die beim großen Festival im Kulturzentrum PFL präsentiert wurden.
Ermöglicht wurde das Projekt durch Fördermittel des Programms „Startklar in die Zukunft“ des Landes Niedersachsen. Dadurch konnten die Schulen sowohl bei den Materialkosten als auch durch die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Theaterpädagogik, Bühnenbild, Maskenbild, Kostümbild und Fotografie unterstützt werden. So wurde kulturelle Bildung unmittelbar in den Schulalltag gebracht und gleichzeitig ein Einblick in kreative Berufsfelder ermöglicht.
Von der Idee zum lebenden Kunstwerk
Die Aufgabe war ebenso einfach wie kreativ: Jede Schule stellte ein selbst gewähltes Kunstwerk nach – ob Gemälde, Skulptur oder Installation. Wie die Umsetzung aussah, entschieden die Schulen selbst. Die Projekte entstanden unter anderem im Kunstunterricht, in Projektwochen oder im Ganztag. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler begleiteten die Schülerinnen und Schüler beratend und unterstützten sie dabei, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Im Mittelpunkt standen dabei Kreativität, Teamarbeit, Selbstständigkeit und die Freude am gemeinsamen Gestalten.
Kunst wird lebendig
Beim Festival am 11. Juni 2022 wurden die Ergebnisse erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. 16 „lebende Bilder“ konnten vor Ort erlebt werden, weitere Beiträge wurden als Fotografien oder Cinemagraphs gezeigt – einer besonderen Bildform, bei der einzelne Elemente eines Fotos in Bewegung gesetzt werden. Von Klassikern wie Leonardos „Abendmahl“ bis hin zu modernen Installationen entstanden beeindruckende Neuinterpretationen, die zeigten, wie vielfältig Kunst sein kann und welche kreativen Ideen in den Schülerinnen und Schülern stecken.
Ein goldener Abschluss
Auch nach dem Festival blieb das Projekt lebendig. Kurz vor den Sommerferien überraschte das Kulturbüro die beteiligten Schulen mit einem besonderen Dankeschön: Ausgewählte Fotografien der lebenden Bilder wurden auf hochwertige Leinwände gedruckt und feierlich überreicht. Die Freude bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften war groß. Wir freuen uns sehr, dass so viele Schulen unserem Aufruf gefolgt sind, und bedanken uns bei allen Beteiligten für die bunten, kreativen und vielfältigen Ergebnisse. Die Leinwände erinnern bis heute an ein außergewöhnliches Projekt, das Kunst, kulturelle Bildung und gemeinschaftliches Arbeiten auf besondere Weise miteinander verbunden hat.
Zuletzt geändert am 17. Juli 2026



