Marschwegstadion und Stadion-Neubau

Vor dem Hintergrund, dass das Oldenburger Marschwegstadion nicht für einen Drittligabetrieb geeignet ist und auch unabhängig davon modernisiert werden sollte, sind in der Vergangenheit verschiedene Varianten eines künftigen Stadionbetriebs geprüft und diskutiert worden.

Ausbau des Marschwegstadions

Um den Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gerecht zu werden, hat der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am Montag, 7. November 2022, einstimmig grünes Licht dafür gegeben, die technische Infrastruktur am bestehenden Marschwegstadion zu verbessern. Dies umfasst insbesondere eine fest installierte Flutlichtanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Videoüberwachung sowie eine Umrüstung der Sitzplätze von Bänken auf Einzelsitzschalen. Damit unverzüglich Planungs- und Bauleistungen ausgeschrieben und beauftragt werden können, hat der Rat einer außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung über 3,85 Millionen Euro zugestimmt. Im Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft und Hochbau sind die Investitionen für 2023 berücksichtigt. Hier finden Sie weitere Informationen zur geplanten Modernisierung des Marschwegstadions »

Zum aktuellen Spielbetrieb im Marschwegstadion

Der VfB Oldenburg kann seine Heimspiele in der aktuellen Saison 2022/2023 nur aufgrund einer Reihe von Ausnahmeregelungen des DFB im Marschwegstadion austragen. Unter anderem wird das Stadion, das bei weitem nicht die Drittliga-Anforderungen erfüllt und selbst in der viertklassigen Regionalliga nur mit einer Ausnahmegenehmigung des Verbandes bespielt werden durfte, an den Spieltagen auf Kosten des VfB mit einer mobilen Flutlichtanlage ausgerüstet, die für fernsehtaugliches Licht sorgt ». Die Stadt Oldenburg hat dazu ein Lichtgutachten in Auftrag gegeben, das die Durchführbarkeit von Flutlicht-Spielen zu bestimmten Spielterminen bestätigt.  Ein Hauptproblem bleiben die eingeschränkten Nutzungszeiten, die sich aus der im Jahre 1994 erteilten Baugenehmigung für den Bau der Haupttribüne ergeben: Demnach dürfen aus immissionsschutzrechtlichen Gründen nach 18.30 Uhr im Marschwegstadion keine Spiele angepfiffen werden. 

Realisierung eines Stadion-Neubaus

Im Zuge eines potentiellen Stadion-Neubaus sind bereits 2014 verschiedene Standorte in Oldenburg geprüft worden: Dabei wurden drei Standorte als grundsätzlich geeignet eingestuft », woraufhin 2016 eine Machbarkeitsstudie » zum Standort an der Maastrichter Straße in Auftrag gegeben wurde. Das Büro Albert Speer und Partner hat dabei eine grundsätzlich gute Eignung festgestellt.

Die Vor- und Nachteile eines neuen Stadions gegenüber dem drittligatauglichen Ausbau des Marschwegstadions sowie die nötigen Investitionen für eine Übergangslösung haben Politik und Verwaltung in einem zweiteiligen „Stadion-Workshop“ 2022 diskutiert. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann kündigte an, dem Stadtrat auf dieser Grundlage einen Beschlussvorschlag vorzulegen, über den im ersten Quartal 2023 entschieden werden soll. Bereits im Juni 2022 hatte der Rat der Stadt für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zum Neubau eines drittligatauglichen Fußballstadions an der Maastrichter Straße gestimmt – allerdings ausdrücklich ohne eine Entscheidung über einen Neubau vorwegzunehmen.

Hier finden Sie einen Überblick über die Ergebnisse und die Abwägung der Ausbau-Varianten »